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STALKER - Printversion
- Rezension: BÜCHER - HÖRBÜCHER


Gefangen in Deutschland

2013-03-25
Author Katja Schneidt 
Verlag / Publisher Bastei | Lübbe  
Web www.luebbe.de
 
Vö/Releasebereits erschienen / already released 
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Gefangen in Deutschland – Wie mich mein türkischer Freund in eine islamische Parallelwelt entführte von Katja Schneid

Zum Inhalt (laut Einband):
Katja Schneidt ist eine lebensfrohe, selbstbewusste junge Frau. Bis sie Mahmud kennenlernt. Die beiden verlieben sich und ziehen zusammen. Dann zeigt Mahmud sein wahres Gesicht - das Gesicht eines Tyrannen. Katja Schneidt wird als Deutsche mitten in Deutschland Teil einer islamischen Parallelgesellschaft. Sie darf nicht mehr ohne Erlaubnis das Haus verlassen, muss Kopftuch tragen, wird brutal misshandelt und zur unfreiwilligen Zeugin von Zwangshochzeiten. Erst als die Gewalt überhandnimmt, sammelt sie all ihren Mut und flieht, um Mahmud anzuzeigen. Sie wird damit zur Geächteten, der bis heute die Blutrache von Mahmuds Familie droht.

Zur Umsetzung:
In ihrem Buch schreibt sich Katja Schneid ihr selbst gewähltes Martyrium von der Seele. Sehr offen, aber es gibt einige Passagen, die eher nach Roman als nach Tatsachenbericht oder einer Autobiografie klingen. Zuviel Wörtliche Rede, die wenn nicht mitgeschnitten wurde, kaum akkurat sein kann. Nichtsdestotrotz spricht Schneid ein Thema an, das wichtig ist, und geht damit ein hohes persönliches Risiko ein. Wobei Frauen, anstatt wie Schneid jahrelang im Selbstmitleid zu versinken, sich gleich nach den ersten Schlägen trennen sollten. Der Leser, der das Ganze mit gebührendem Abstand sehen kann, fragt sich, warum sie erst mal nicht eher gegangen ist und dann so lange gewartet hat, dieses Buch zu veröffentlichen, zumal in dem Buch eine schwere Straftat beschrieben wird, als eine 12-Jährige verheiratet wird. Die Staatsanwaltschaft hätte sicher gerne zeitnah davon erfahren. Man wird das Gefühl nicht los, dass Schneid sich in erster Linie mit dem Buch selbst therapiert und aus ihrer Misere eine Art Kreuzzug für Frauen in ähnlichen Situationen umkehrt. Ich wünsche ihr viel Glück dabei.

Fazit: Das Buch ist nur bedingt empfehlenswert. An „Nicht ohne meine Tochter" von Mahmoody reicht ihr Werk beileibe nicht heran. Es sollte auch betont werden, dass Gewalt in der Familie ein Thema ist, dass jeden Tag in Deutschland aktuell ist und auch oft in Deutschen Paaren abspielt. Wer sich für das Thema interessiert, weil eine ähnliche Situation besteht, sollte sich lieber an eine der vielen Hilfestellen wenden sollten wie z.B. der weiße Ring: weisser-ring.de


Samira Alinto


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5/10