STALKER - Printversion
- Rezension: AUDIO CD -


Routa Sielu

2011-03-07
Titel / Title Pimeys 
Label Spinefarm 
Web www.routasielu
 
Gesamtspielzeit
Total run time
40:10 
Vö/Releasebereits erschienen/ already released 
Deprecated: Function split() is deprecated in /var/customers/webs/stalker/www.stalker.cd/content_module/rezensionen_show.php on line 206
Routa Sielu ist eine neue Band, hinter der sich aber ein alter Bekannter verbirgt. Es handelt sich um das neuste Projekt des finnischen Pendant zum schwedischen Arbeitstier Peter Tägtgren – richtig, Multitalent und Hans-Dampf in allen Gassen Tuomas Saukkonen (Before the Dawn, Black Sun Aeon, um nur mal zwei zu nennen), hat musikalisch wieder zugeschlagen.
Wie man bereits an Band- und Albumname erahnen kann, handelt es sich hier um ein ausschließlich finnischsprachiges Projekt. Musikalisch bewegt man sich in der Melodic Death Ecke mit altbekannten und bewährten Trademarks, die man auch von Before the Dawn kennt: clean und Growlgesang – letzterer wird von Tuomas beigesteuert, für den Klargesang zeichnet sich sein Black Sun Aeon Kollege Mikko Heikkilä aus.
Bilder und Homepage vermitteln bereits einen ersten, düster wirkenden Eindruck dessen, was man auf der Scheibe erwarten kann. Mangels Sprachkenntnissen kann ich leider nur vom Musikalischen ausgehen werden und hier herrscht fürwahr die gewohnte finnische Melancholie. Der erste Track „Alkusoitto“ beginnt langsam, schwer und düster, bis nach nahtlosem Übergang zu „Enkeli“ der Groove und finnischer (Sprech)Gesang einsetzt, der immer wieder von Tuomas Growls durchbrochen wird. Die Melodeath Komponente kommt besonders in den Stücken „Soturi“ und „Kaipaus“ klar zum Vorschein. Während für Nicht-Finnen besonders in den cleanen Passagen die Sprache immer wieder für einen exotischen Touch sorgen wird, werden Sprachkundige dadurch wohl eher weniger beeindruckt sein – aber keine Angst, der Musik selbst tut das keinen Abbruch.
Das Gaspedal wird bei „Sukuhauta“ einen Tacken mehr durchgetreten und lädt zum Headbangen ein, ähnlich verhält es sich mit „Pesäpällo“. Das schöne an der Scheibe ist, dass die Songs nicht in einem Tempo dahinplätschern; es wird variiert in punkto Tempo, Gesangsart, Melodien etc. Meiner Meinung nach steigert sich das Album von Song zu Song und glücklicherweise wurden die guten Songs nicht komplett auf die erste Hälfte der Scheibe geschoben, wie so manche Band es gerne tut.

Als Fazit bleibt mir hier nur zu sagen, dass alle, die sonst bei den Werken von Mr. Saukkonen nicht genug bekommen können, auch bei Routa Sielu bedenkenlos zuschlagen können. Qualität und Quantität sind also doch unter einen Hut zu bekommen. Von mir aus, kann es gerne weiter neue Scheiben aus diversen Projekten hageln, bisher war noch nie etwas Schlechtes dabei. Daumen hoch!

Cornelia Wickel


Kommentare lesen: 0                           Kommentar schreiben

8/10