STALKER - Printversion
- Rezension: AUDIO CD -


Ortega

2013-01-13
Titel / Title 1634 
Label Aesthetic Death 
Web ortegaband.bandcamp.com
 
Gesamtspielzeit
Total run time
43:30 
Vö/Releasebereits erschienen/already released 

Re-releases beurteile ich höchst ungern – da in diesem Fall das Original aus 2010 jedoch kaum Breitenwirkung hatte, tun wir mal so, als wäre “1634” eine brandneue Scheibe...
Ortega stammen aus Groningen, Holland, und machen laut Selbstdefiniton “sludgy Post-Doom-Metal”. Puh, und da ich schon eine Weile in Beschreibungsnotstand bin, lassen wir es einfach bei dieser Definition...
Das Intro kommt schon mal sehr schön – melodisch, melancholisch und etwas getragen – die richtige Einstimmung für die schwerfälligen, doomigen aber doch derben Klänge mit heftigen Growls, die dann folgen. Die reduzierte Instrumentierung und der Sprechgesang bei “Shipwrecked” erinnert mich absurderweise an Fields of the Nephilim, obwohl Musik oder Stimme total anders klingen – es ist die subtile Horror-Stimmung des Songs und auch die Texte, die da irgendwie Assoziationen triggern. Apropos Assoziationen, da fallen mir auch Crib45 ein, oder Callisto, oder sogar norwegische Gothic-Acts aus den 90ern (The Sins Of Thy Beloved), spätestens wenn die Geige einsetzt. Egal ob Growl oder klarer Gesang, Heavy-Riffs oder semi-akustische Teile – alles kommt herzzerreissend schön und hypnotisch rüber. Der rein instrumentale Schluss (The Oracle) ist mir vielleicht etwas zu ruhig, aber ich weiss, dass diese Scheibe sicher noch öfter in meinem Player rotieren wird.

Ortega:
Richard Postma - Vocals/guitar
Alex Loots - Guitar
Sven Jurgens - Drums
Frank de Boer - Bass

Klaudia Weber


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8/10