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- Rezension: KONZERTE - CONCERTS -


Lacrimosa / Eisblume / Infection

2009-09-23
Stadt / City Hamburg 
Land / Country GER 
Web www.lacrimosa.ch
 
Veranstaltungsort:
Location
Große Freiheit 36 
Datum / Date18.09.2009 
Bildergalerie / Picture gallery Lacrimosa_2009 
Photos: Andreas Torneberg 
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Beim Abschlusskonzert der großen “Sehnsucht”-Welttournee von Lacrimosa war von Anfang an zu merken, wie gut sich das Team eingespielt hatte, ohne dabei an Spontaneität und Frische verloren zu haben. Sei es, dass der Gitarrist zur Bierflasche griff, um mit deren Hilfe den Saiten bizarre Klänge zu entlocken oder den Tränchen, die Tilo Wolff im Laufe der Zugaben vor Ergriffenheit über die eigene Intensität über die Wangen kullerten – die Band bot routinierte Professionalität, die sich mit emotionaler Spielfreude verband, und ja: es war intensiv und mitreißend.


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Bevor jedoch der Meister gemeinsam bzw. abwechselnd mit Anne Nurmi seine Vokalkünste auf das Publikum losließ, begann bereits früh um 18 Uhr die lokale Hamburger Supportband Infection den Saal zu rocken. Den meisten eher unbekannt und daher mit Sicherheitsabstand an die umliegenden Bartresen zurückgezogen, wartete das berüchtigt kritische Hamburger Publikum das brüllende Metalgewitter ab, das sich vor ihren Augen vollzog.

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Nach einer durchaus beeindruckenden, aber für das Lacrimosa-Publikum wohl etwas zu heftigen, metallischen Vorstellung, ging die Tournee begleitende Gastband an den Start, Eisblume aus Berlin mit Frontnymphe Ria in engen Latexhosen und auch sonst nicht zu geizigen Reizen, wobei jedoch die Stimme eher poppig-kommerziellen Gefilden zu entstammen scheint. Der Wechsel aus kräftigem Rock und verträumten Balladen sowie die erfolgreiche Medien und TV-Präsenz holte schon mehr Publikum vor die Bühne. Die Mannen um die Frontfrau boten akustisch solide, visuell bemüht engagierte Kost, doch den Tiefgang und das eigentliche Erlebnis überließen sie ihrem nachfolgenden Headliner.


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Für Überraschung sorgte dieser, indem zu Beginn kein leibhaftiger Tilo Wolff das Podium betrat, sondern dessen singendes Konterfei in Form eines Breitbildfernsehers auf der Bühne den realen Auftritt des erwarteten Matadors hinauszögerte. Als nach einigen neckischen Überraschungsmomenten das Gerät fortgeschleppt und der Herr der theatralischen Vokalposen die Bretter betrat, war der Saal mit einem Mal knallvoll, und wer trotzdem noch weiter an den Tresen aushielt, gehörte zu den Anhängern der romantischen Balladen, die die wechselnden Facetten des musikalischen Seelenprojekts bekanntermaßen bestätigen. Denn das Schwergewicht lag auf den fett rockenden Anteilen, die ja schon bei der letzten Platte „Sehnsucht“ klar machten, dass Tilo es zur Zeit gern etwas härter und ruppiger angeht. So konnte man deutlich feststellen, dass er sich gerade bei den neuen Werken mit Freude ins Zeug legte. Aber auch die Fans älterer Klassiker und erwarteter Lieder kamen nicht zu kurz. Erholung fand er in den Phasen, in denen seine Partnerin Anne Nurmi zum Mikrofon griff. Die Zugaben fanden kaum ein Ende. Vom für Hamburger Verhältnisse begeistert mitfeiernden Publikum sichtlich erfreut, lud Tilo noch zur persönlichen Begegnung in einen Club nach dem Konzert, um nicht klanglos von der Bildfläche zu verschwinden, sondern gemeinsam mit den Fans die Tournee ausklingen zu lassen.


Andreas Torneberg


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9/10