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STALKER - Printversion
- Rezension: KONZERTE - CONCERTS -


EISBRECHER, supp. Stahlmann

2010-09-21
Stadt / City Hamburg 
Land / Country Hamburg 
Web www.myspace.com/eisbrecherkommando
 
Veranstaltungsort:
Location
Docks 
Datum / Date19.09.2010 
Bildergalerie / Picture gallery gallery_eisbrecher 
Photos: Andreas Torneberg 
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Die deutsche Band Eisbrecher hat im Hamburger Docks ein luftschlangensprühendes, nebelkanonengeflutetes Hammerkonzert hingelegt. Ein Eisbrecher ist bekanntlich ein Schiff, welches das Eis bricht, und das ist bei diesem Konzert sicher gebrochen und hat einige Wellen der Begeisterung schlagen lassen. Eisbrecher ebenso wie die gut ausgewählte Supportband Stahlmann lassen sich der sogenannten Etage "Neue Deutsche Härte" zuordnen, Rock meets Elektronics with deutschen Texten.



Stahlmann aus Göttingen fällt nicht durch eine bisher nie gehörte Musik auf. Wohingegen die silbern geschminkten Gesichter eine schöne technoide Note haben und die Musik genau das richtige war, um den feuchten Hamburger Nieselregen aus den Klamotten der Besucher zu schütteln. Kräftiger Industrial brach über den richtig gut gefüllten Saal herein, tanzbarerer EBM-Metal.



Die Band war engagiert bei der Sache und rockten 40 Minuten lang den Saal. Die folgenden 40 Minuten gehörten dem Umbau; das könnte vielleicht noch auf schneller trainiert werden. Doch was dann kam, war das Warten wert. Auf ihrer Myspace Seite wirken Eisbrecher vergleichsweise zahm, elektronisch und etwas steril. Live ist alles viel kräftiger, mitreißend und abwechslungsreich.



Die Band erschien in dicken Polarparkas - klar, am Anfang ist das Eis ja noch dick. Die Tournee steht unter dem Titel der "Eiszeit", was ja recht doppelbödig auf Klimawandel in verschiedener Hinsicht reflektiert. Kapellmeister des bayrischen Brechers, Alexander „Alexx“ Wesselsky, gab sich anfangs noch martialisch, aber bald schon erhöhten sich nicht nur auf der Bühne die Temperaturen. Die Parkas fielen allgemeiner Klimaerwärmung zum Opfer. Moderator Alexx wechselte des Öfteren sein Outfit, welches liederbegleitend mal als eispickelschwingender Kapitän oder als deutscher Hinterwäldler zu "This is deutsch" optisch das zelebrierte Rocktheater begleitete.



Gespickt mit kleinen Anekdoten und unterhaltsamen Einlagen gab es heftig losgehende Härte in spannender Abwechslung mit eher ruhigen Liedern. Nachdem sich die Halle auf fetzende deutsche Härte eingestellt hatte, gab es ein kleines akustisches Intermezzo mit zwei Gitarren und mit Verneigung vor dem Lokalkolorit dem Sangesvortrag von "Auf der Reeperbahn nachts um halb Eins"(für Unwissende: Das Docks befindet sich auf der Reeperbahn - also Standing Ovations, wenn nicht sowieso alle gestanden hätten). Anlässlich des an diesem ausgetragenen Fußballspiels zwischen dem FC St.Pauli und dem HSV (Absperrungen, Blaulicht, Aufregung) schwenkte man eine zweiseitige HSV/St-Pauli-Fahne, was eventuell anwesende Fans beider Lager gerecht wurde.



Gegen Ende wurde seitens des Eisbrechervorsitzenden ein Fläschchen Whisky entkorkt und in der Halle rund gehen lassen. Der verbliebene Rest wurde von der Band geleert - ein Band/Fans verbindender Umtrunk also. Luftschlangen explodierten über den Köpfen der Gäste, die Nebelkanonen dampften wie Industrieschornsteine, und natürlich ließ Alexx es sich nicht nehmen, um von der Bühne zu springen und vereinzelte Wehrlose zum Mitsingen zu zwingen, so geschehen beim Stück "Miststück".



Bei diesem Konzert von Eisbrecher paarte sich der deutsche harte Rock nicht nur mit Theatralik, verspielten Kapriolen und viel Phantasie, sondern auch mit Humor und Charisma seitens des entertainenden Käptns, der ganz offensichtlich seinen eigenen Riesenspaß bei der ganzen Sache hatte.


Mehr Fotos oben in der Galerie!


Andreas Torneberg


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9/10