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STALKER - Printversion
- Rezension: KONZERTE - CONCERTS -


ALIEN SEX FIEND + Dexy Corp

2010-09-29
Stadt / City Hamburg 
Land / Country Germany 
Web www.myspace.com/aliensexfiend
 
Veranstaltungsort:
Location
Knust 
Datum / Date22.09.2010 
Bildergalerie / Picture gallery asf_gallery 
Photos: Andreas Torneberg 
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Mr. und Mrs.Fiend, Urgestein des Batcave, gaben sich vor einem gut gefüllten Club KNUST die Ehre, ihre paranormale, elektronische Freakshow zu zelebrieren. Draußen vor dem Club lief die fette Fußballübertragung auf Widescreen, drinnen drängte sich das dunkle Volk, um ihre Klassiker zu feiern.



Vorneweg hatten die Briten Kollegen aus Frankreich installiert, Dexy Corp, die schneidende, harte Tanzmusik boten, Industrial von eher der gewöhnlichen Art, unspektakulär, wenig einfallsreich, betont düster präsentiert, was aber leider die Monotonie nicht minderte, insbesondere jene nicht, die durch die chronisch verzerrte Stimme ausgelöst wurde. Man reagierte verhalten freundlich, aber auch nicht überschwänglich. "Spielt doch mal was von den Stones!" wurde gerufen. Der Sänger warf beim Abgang sein Mikrofon rüde auf den Boden.



Die Bühne wurde nach dem Support erstmal eingerichtet. Zwei Mitarbeiter in weißen medizinischen Kitteln liefen herum, hängten Totenköpfe an dem zerfledderten Geflecht auf, das spinnengewebeartig die Szenerie überspannte, und installierten die kaputten, zerfressenen Schaufensterpuppen. In dieses morbide Milieu zogen dann Ehepaar Fiend mit ihrem Technopunk.



Eskortiert wurden sie von einem im Hintergrund sich um seine psychedelischen Klänge windenden Gitarristen, dessen Klänge exzellent mit den elektronischen Soundtüfteleien von Mrs.Fiend verschmolzen und eine halluzinogene Grundsubstanz schufen. Auf dieser begann Mr.Fiend nosferatu-artig mit seiner anfangs verhaltenen Performance, die sich immer weiter ins Exaltierte steigerte.



Auch die Musik nahm an tanzbarer Heftigkeit zu. Eher ruhig den noch voll bekleideten Punkvampir begleitend, entwickelte sie sich im weiteren Verlauf zur immer technoartigeren Ausprägung. Herr Fiend entledigte sich seines schwarzen Krankenhaushemdes und verfolgte vergnügt die fortschreitende Fiendisierung seiner Fans, was schließlich unter diesen in einem heftigen Pogo vor der Bühne mündete. Mr.Fiend wühlte im mitgebrachten Müll, warf eine große Gummibanane unters Volk, ebenso diverse Totenköpfe und verspeiste eine mitgebrachte Ratte (oder tat so).



Erst nach über drei Stunden (inkl. Dexy Corp) wurde das Publikum wieder in die Nacht entlassen, wo es in Schächten, Abwasserkanälen und dunklen Winkeln versickerte, um seine unheilige Existenz noch einige Stunden zu feiern, ehe es vom Tageslicht des Alltags in die Abgeschiedenheit mentaler Erstarrung verbannt werden würde.



Mehr Fotos oben in der Galerie!


Andreas Torneberg


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8/10