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STALKER - Printversion
- Rezension: KONZERTE - CONCERTS -


Manilla Road / Devastracktor / Speedtrap

2012-06-03
Stadt / City Helsinki 
Land / Country FIN 
Web www.manillaroad.net
www.myspace.com/devastracktor
www.myspace.com/speedtrapmetal
 
Veranstaltungsort:
Location
Nosturi 
Datum / Date01.06.2012 
Bildergalerie / Picture gallery ManillaRoad_12 
Photos: Klaudia Weber 
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Ein legendärer Gig mit einer legendären Band, deren Gastspiele in Europa an einer Hand abgezählt werden könnten – inklusive jenem an diesem Abend... jedoch liess es sich im Vorfeld schwer abschätzen, wie gross der Beliebtheitsgrad der Herren aus Wichita, Kansas, USA, hier in der finnischen Landeshauptstadt sein würde... (mehr über Manilla Road im STALKER Interview )
Kurz nach „Doors Open“ sah es auch nicht besonders gut aus, gerade zwei Dutzend Leute befanden sich im Nosturi, und einige der Wartenden vor dem Klubeingang waren auch zur parallel laufenden Veranstaltung im kleinen Schwester-Club Alakerta erschienen...


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Der ersten Band Speedtrap aus Lappeenranta, FIN, bot sich daher noch kein wirklich aufmunternder Anblick, als sie loslegten – ihre kleine, aber ausgesprochen enthusiastische Fangemeinde ganz vorne, dann gähnende Leere bis zur Absperrung der „Erwachsenenzone“ (wo es alkoholische Drinks gibt), wo sich nur ein überschaubares Häuflein Metaller befand... Jedoch schienen Jori Sara-aho – vocals, Markus Hietamies – bass, Ville Valavuo – guitars und Miika Keränen – drums doch einen guten Ruf hierzulande zu haben, denn während der kurzen Zeit im Fotograben hatte sich die Lage zum Besseren gewendet: Locker 3-4 x so viele Leute da, und nahezu alle Anwesenden vorne, um Speedtrap mit ihrem klassischen Hauruck Metal nach Strich und Faden abzufeiern. Dreckiger Sound, der förmlich nach Motoröl riecht; Groove überwiegt, jedoch gibt’s auch Ausflüge in den Speed Metal (wie schon der Bandname nahelegt). Obwohl der Gitarrist wild schredderte wie Zakk Wylde, blieb die Show ein wenig statisch. Jedoch insgesamt ein gelungener Gig mit einigen Metal-Ohrwürmern, z.b. „Out for your Blood“.

Klar, dass „Old School“ und 80er Kult das Motto des Abends war – so viele wilde Mähnen, Kutten mit Aufnähern und Buttons, Patronengurte über mehr oder weniger gut sitzende Spandexhosen in mehr oder weniger geschmackvollen Farben/Mustern auf einem Haufen hatte ich schon lange nicht mehr gesehen (bzw. völlig unleserliche Band-Logos auf dem Veranstaltungsplakat...) Und das getragen von Leuten, die jene legendären 80er bestenfalls aus Erzählungen ihrer Eltern kennen könnten... wie überhaupt generell der Altersdurchschnitt des Publikums überraschend niedrig war...


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Die zweite Band Devastracktor aus Turku setzte zur Old-School Optik noch eins drauf: Nieten, Spikes und riesige „Ärmelschoner“; mit seiner Matte ähnelte Sänger Jaakko Riihimäki auch noch gewaltig Messiah Marcolin. Musikalisch gings eher in Richtung Thrash, und obwohl Jaakko und seine Kollegen Aki Järvinen, Petri Salmio (git), Kalle Salminen – drums , Jussi Saarinen – bass für jede Menge Action auf der Bühne sorgten, blieb es seitens des Publikums bei Respektabstand. Gähnende Leere jenseits der Die-Hard-Fanreihe vorne, überquellende Alk-Zone, um genauer zu sein. Obwohl ständig mehr und mehr Leute antanzten. Da half es auch nicht viel, dass sich der Sänger das Shirt vom Leib riss – irgendwie wollte der Funke nicht überspringen. Oder schonten die Leute ihre Kräfte für den Hauptact? Soo schlecht fand ich die Devastracktor-Mucke ja nicht...


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Der Zustrom an BesucherInnen hielt auch während der kurzen Umbaupause an, sowohl Bar-Zone als auch der Saal quollen förmlich über, daher wurde eine gewisse Spannung spürbar; Die-Hard-Fans rangelten um die besten „Logenplätze“, Sprechchöre wurden laut – dann endlich enterten Manilla Road die Bühne. Die grossteils minderjährigen Fans ganz vorne rasteten schon bei den Klängen des Intros förmlich aus – logo, dass Sänger Bryan „Hellroadie“ Patrick erstmal mit breitem Grinsen den Anblick genoss, ehe er mit dem Schlachtruf „Up The Hammers“ loslegte. Faszinierend, wie sehr seine Stimme jener Marks ähnelt...
Zu meiner grossen Freude fanden sich viele Open The Gates Hits in der Setlist, wie schon die ersten Songs – der Titeltrack, „Weavers Of The Web“- klarmachten. Bei so vielen Alben und geilen Songs hatten die Herren um Gitarrist und Mastermind Mark „The Shark“ Shelton (Basser Josh Castillo und Andreas Neuderth, Drums) ja einiges zur Auswahl... Die Best-Of-The-Best Setlist lief quer durch die Bandgeschichte, von Klassikern wie z.B „Road Of Kings“, „The Riddle Master“, „Hour Of The Dragon“, „Divine Victim“ bis zu „Into the Maelstrom“ und „Brethren of the Hammer“ vom aktuellsten Release „Playground Of The Damned“.

Die doch etwas reiferen Herren aus Kansas zeigten dabei mit Spielfreude und sympathischer Ausstrahlung einigen Jüngeren, wie es geht – wie man ein Publikum in Hochstimmung hält, ohne ständig auf Action oder Mitsingchöre oder „c´mon raise your haaaaands“ machen zu müssen, da einfach die Qualität der Musik überzeugt und mitreisst. Die Showeinlagen blieben wohldosiert und daher umso effizienter - Mark spielte a la Hendrix „hinterrücks“ ein Solo, und der Refrain von „Dig Me No Grave“ (vom The Courts Of Chaos Album) konnte zur Gänze einem textsicheren Publikum überlassen werden.


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Und wie gut sich die Jungs untereinander vestehen, konnte man daran erkennen, dass sie sich öfters mal mit lockeren Sprüchen gegenseitig auf die Schaufel nahmen. Ausserdem fand Mark immer wieder dankende Worte an die Fans: „We are here because you guys wanted to see us“.
Einige Songs trieben mir wortwörtlich die Freundentränen in die Augen: „Necropolis“ und einer meiner absoluten Faves „Mystification“, dem Mark auch seine Stimme lieh. Leider wurden „Dreams of Eschaton“ oder der „Crystal Logic“ Titeltrack nicht gespielt, aber dafür überraschten Manilla Road mit einer originellen Medley-Idee, wo das letzte Wort im Songtitel das erste Wort im nächsten wird, also Die Of The Hammer - Hammer of The Witches - Witches Brew – genial.

Klar, dass Manilla Road nicht um Zugaben rum kamen – nach „Taken By Storm“ und „Heavy Metal To The World“ war aber leider endgültig Schicht. Fazit, eine Band, die auch live beweist, dass Qualität einfach überzeugt, die Jahre überdauert und ein, zwei neue Fangenerationen hervorbringt... Immerhin waren zu diesem Gig auch Fans aus Rumänien, Italien und Deutschland angereist – und viele folgten Manilla Road dann auch zu den nächsten beiden EU Gigs (Schweden, UK). Verständlich, denn ich könnte auch nur empfehlen, einen Griechenlandurlaub mit Festivalbesuch zu verbinden, da das Up The Hammers Festival in Athen am 14. Oktober der letzte EU-Gig der Band sein wird, womöglich für lange lange Zeit...


Klaudia Weber


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10/10