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- Rezension: KONZERTE - CONCERTS -


Anneke van Giersbergen & Danny Cavanagh

2013-02-01
Stadt / City Helsinki 
Land / Country FIN 
Web www.semifinal.fi
 
Veranstaltungsort:
Location
Semifinal 
Datum / Date28.1.2013 
Bildergalerie / Picture gallery AnnekeDanny13 
Photos: Tina Solda 
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Nur vier Monate nach seinem tollen Gig mit Anathema kehrte Danny Cavanagh für zwei akustische Shows nach Helsinki zurück. Diesmal nicht solo wie vor einigen Jahren, sondern im Team mit Anneke von Giersbergen, die unserer Stadt zuletzt beim Tuska 2011 zusammen mit Devin Townsend Project die Ehre gegeben hatte. Beide betonten mehrfach ihr besonderes Verhältnis zu Finnland - Anneke-Fans dürften sich noch daran erinnern, dass ihr Abschiedsgig mit The Gathering auf dem Ankkarock-Festival nahe Helsinki stattfand. Ursprünglich sollten beide Gigs im Semifinal stattfinden, einem winzigen Club für gerade mal 150 Leute, aber die Show am Dienstag wurde wegen der großen Nachfrage ein Stockwerk höher ins deutlich größere Tavastia verlegt. Ich war nur am Montag da, aber der darauffolgende Abend wurde gefilmt und dürfte irgendwann auf DVD erhältlich sein..

Das Konzert teilte sich in drei Abschnitte: erst Danny solo, dann Anneke solo, zum Schluss beide zusammen. Wie schon kürzlich bei Anathema, ging es mit „Untouchable Part 1“ los, doch Teil 2 hob Danny sich für später auf und machte stattdessen mit anderen Anathema-Klassikern weiter. Auf „Deep“ folgte „One Last Goodbye“ und „Are You There?", danach das etwas jüngere „Angels Walk Among Us". Zu diesem merkte Danny an, dass er es auf Tour geschrieben hatte, unterwegs in England „with a very popular band from Helsinki“ (es dürfte sich um HIM handeln). Das rhytmische Klatschen zu Beginn von „Fragile Dreams“ quittierte Danny mit einer um Ruhe bittenden Geste, aber zum Schluss hin waren Klatschen und Mitsingen erlaubt und erwünscht.

Nach „Flying", gab Danny die Bühne frei für Anneke, die einen Mix aus Gathering-, Agua de Annique- und Coversongs präsentierte. Nach „4 Years“, forderte jemand Devin Townsend´s „Supercrush", aber vergeblich - „if I could play that, I´d be a genius! “, kommentierte sie mit einem umwerfenden Lächeln und stimmte stattdessen „Time After Time“ von Cindy Lauper an. Ich konnte mich der Erinnerung nicht erwehren, wie sehr ich Anneke bei dem DTP-Gig vor gut zwei Monaten vermisst hatte. Dev mag ein Genie sein, aber Anneke ist´ne Göttin. Und eine äußerst sympathische obendrein. Falls es stimmt, dass - wie sie nach „Locked Away“ anmerkte - Holländer, im Gegensatz zu Finnen, sich ständig über alles beschweren, muss sie im Herzen eine Finnin sein. Nach dem selten gespielten „Circles“, schloss sie ihren Set mit U2´s „Drowning Man“ ab - und wurde fast rot, als Danny bei seiner Rückkehr auf die Bühne kommentierte, dass dies ihr bislang bester Soloset bei den gemeinsamen Touren gewesen sei.

Wie üblich, machten sowohl Danny als auch Anneke reichlich Gebrauch von ihren Loop-Pedalen, nicht nur für Gitarrenriffs, sondern auch für Gesang (Anneke) und Percussion (Danny, durch rhytmisches Klopfen auf die Gitarre). Beim Live-Multitracking des eigenen Spiels kommt es schon mal vor, dass es mit der Synchronisation nicht ganz hinhaut. Selbst Danny und Anneke waren davor nicht ganz gefeit, nahmen die jeweils zwei oder drei kleinen Stolperer jedoch mit Gelassenheit und Humor. Keine technischen Probleme gab es zum Glück beim ersten gemeinsamen Song, einer atemberaubend schönen Coverversion von Massive Attacks „Teardrop“. Hierbei sampelte Danny zuerst den Beat und ein zweitaktiges Gitarrenriff, begleitete dann Annekes Gesang am Klavier und ging zum Schluss zurück an den Looper, um die Wiedergabe für das Outro in den Rückwärtsgang zu schalten. Simpel, aber effektiv.

Eine weitere perfekte Klavierballade war „Leaves“ von The Gathering, nach welchem sich beide wieder ihre Gitarren schnappten und eine rockige Duettversion von „Hey Okay“ hinlegten. Bei diesem Stück bekam Anneke mittendrin einen Lachanfall, aber danach ging es wieder ernster zu: während „Blower´s Daughter“ (im Original vom irischen Singer/Songwriter Damien Rice) hätte man eine Stecknadel auf den Boden fallen gehört. Lacher gab´s erst wieder bei der Schlusspointe des Songs, dessen sehnsüchtiger Refrain „I can´t take my eyes off of you“ am Ende durch ein geflüstertes „…until I find somebody new“ konterkariert wird. Der lange aufgeschobene zweite Teil von „Untouchable“ folgte unmittelbar danach, bevor der Hauptset mit Dolly Partons Klassiker „Jolene“ endete.

Zur Zugabe - „You Learn About It“ von The Gathering und Anathemas ergreifendes „A Natural Disaster“ - verkündete Anneke, dass sie im Frühjahr mit ihrer gesamten Band zurückkehren würde, was ich mir wohl auch nicht entgehen lassen werde. Auch wenn die unprätentiöse, aber absolute Schönheit dieses besonderen Abends schwer zu toppen sein wird.


Tina Solda


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9.5/10