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- Rezension: KONZERTE - CONCERTS -


Amon Amarth | Wintersun | Tyr

2006-12-14
Stadt / City Hamburg 
Land / Country Germany 
Web www.amonamarth.com
www.wintermadness.net
www.tyr.net
 
Veranstaltungsort:
Location
Markthalle 
Datum / Date29 Nov 2006 
Bildergalerie / Picture gallery AmonAmarth_Tyr_Wintersun_2006 
Photos: Maike Eisenmenger 
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TYR



Ein freudiges Lächeln zeichnete sich, auf dem Gesicht von TYR-Frontman Heri Joensen, ab als er mit seinen Bandkollegen die Bühne der Hamburger Markthalle betrat. Ein euphorischer Empfang, mit Horngeblase und lauten TYR, TYR rufen versüßte den vier Musikern den Einstieg in ihr Set. Bis ende September tourten TYR noch mit den Apokalyptischen Reitern durch Deutschland, was ihrem Bekanntheitsgrad anscheinend gut getan hat. Die Band von den Faroerinseln brachte die Menge, in der fast vollen Markthalle, ganz schön ins Schwitzen. Spätestens bei ihrem dritten Song, einer Coverversion von „The Wild Rover“, hielt kein Körper mehr still, und die Partystimmung war perfekt. Beim Song „Hail To The Hammer“ gesellten sich einige Kollegen der anderen Bands auf die Bühne. Die Jungs von Wintersun hatten sich Löcher in ihre T-Shirts geschnitten, und zeigten ihre Brustwarzen. Ein Stoffschaaf mit dem TYR-Embleme wurde an einer Angel über die Bühne getragen und Johann Hegg von Amon Amarth brummte den Refrain ins Mikrofon. Nach dieser Showeinlage hatte die Markthalle mindestens die Temperatur einer Bruthöhle angenommen. Heri, Terji und Kari hatten gut daran getan, ihre Songs mit freiem Oberkörper darzubieten. Wie jedoch Gunnar den Gig mit T-Shirt und Kettenhemd ohne Kreislaufkollaps überstand ist mir ein Rätsel.


Wintersun



Als Wintersun die Bühne betraten, hatte die Halle sich inzwischen in eine Sauna verwandelt. Bis zur Unterhose waren die Fans schon nass geschwitzt. Was aber niemanden davon abhielt, auch mit Wintersun kräftig zu feiern. Die Leute im Moshpit waren so voller Energie, dass sie sich gegenseitig umstießen. Dies hatte zur Folge, dass alle um sie herum wie die Lemminge zu Boden fielen oder die schweißigen Körper ihrer Nachbarn näher kennen lernten. Frontmann Jari Mäenpää und seine Bandkollegen präsentierten sich diesmal ohne zerschnittene T-Shirts, machten aber auch damit eine gute Figur. Ganz souverän spielten sie ihre Platte herunter, als ob sie schon zum Urgestein gehören würden. Jari, Jukka und Teemu geizten nicht damit, spielender Weise ihre Instrumente in die Höhe zu strecken. Ein gut gemachter aber wenig spektakulärer Auftritt der Finnen.


Amon Amarth



Mittlerweile herrschten in der prall gefüllten Markthalle tropische Zustände, und das noch vor beginn des Headliners. Von viel Nebel umhüllt betraten die fünf Schweden die Bühne und wurden mit lautem Horngeblase und Growls vom Publikum empfangen. Da fiel der Einstig nicht schwer. Amon Amarth ließen sich nicht lange bitten und schmetterten, nach dem Intro mit „Valhalla Awaits Me“ gleich los. Die tiefe Bassstimme von Johann Hegg entführte die Menge in eine andere Zeit. Es war als ob Odin höchst persönlich auf der Bühne stand. Johann schien sein Einfluss auf die Meute Spaß zu machen, ständig war er im Kontakt mit den Leuten. „Wir und ihr sind alle Söhne Odins“ ließ er von der Bühne verlauten. Immer wieder forderte Hegg die Fans auf, ihre Hörner erschallen zu lassen, und prompt bekam er sie zu hören. Amon Amarth begeisterten die Menge mit „Death In Fire“, „With Oden On Our Side“ und „Runes To My Memory“.



Insgesamt spielten die Schweden eine gute Mischung aus ihren letzten drei Alben, bei der ein Topsong dem anderen folgte. Da war es dann auch kein Wunder mehr, dass die Ausdünstungen der Menge von der Decke tropften, und die Wände herunter liefen. Trotz der fast unerträglichen Hitze blieb die Stimmung erstklassig. Die Fans ließen sich vom Stagediving nicht abhalten, wovon Johann Hegg und seine Mitstreiter sich nicht stören ließen. Der Moshpit vor der Bühne war unentwegt in Bewegung, die Haare kreisten (was wenigstens manchmal einen minimalen Lufthauch an einem vorbeischickte), die Arme waren ständig in der Luft, und es wurde gegrölt bis zur Heiserkeit. Das hier kein Notarzt zum Einsatz kam grenzte an ein Wunder. Nach „Victorious March“ zum Abschluss war der Zauber der Wikingerwelt dann vorbei. Die Realität näherte sich wieder und es blieben nur die Eindrücke eines sehr gelungenen Konzertes.

Maike Eisenmenger, translation: Klaudia Weber


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9/10