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- Rezension: FILME - MOVIES -


True Detective

2015-02-27
Darsteller / Actors Matthew McConaughey / Woody Harrelson 
Regie / Director Cary Joji Fukunaga 
Web www.hbo.com/true-detective
 
Laufzeit:
Total run time
458 min
Vö / Release
FSK/not under:
2014
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So wie bei Breaking Bad beweist der amerikanische Sender HBO ein Gespür für hochrangige und außergewöhnliche Produktionen. True Detective wird zwar als Mini-Serie in 8 Episoden angeboten, ist aber eigentlich ein einziger langer Film, den man in 8 Teile zerschnipselt hat.

Inhaltlich bietet sich nichts grundlegend Neues: zwei Cops sind in Louisiana einem Serienmörder auf der Spur. Bemerkenswert ist jedoch, dass sich diese Verfolgung über 17 Jahre erstreckt. 17 Jahre, in denen sich auch das Leben der beiden Polizisten - von Woody Harrelson und einem unglaublich authentisch und vielseitig spielenden Matthew McConaughey dargestellt - maßgeblich verändert und vom Film durchleuchtet wird. Eigentlich ein Psychogramm zweier vom Leben enttäuschter Männer voller Sarkasmus, nihilitischen Betrachtungen und einem düsteren, grimmigen Humor. Zwei Seelen, die mit den dunklen Abseiten menschlicher Bösartigkeit in Berührung kommen und diese Berührung nicht unbeschadet überstehen.

Daraus wird deutlich, dass es sich - wenn auch von Actionszenen durchsetzt - nicht um einen Actionfilm handelt, sondern um ein Drama. In langen Monologen und Rückblenden werden die Erinnerungen der beiden Cops nach außen gekehrt und die 17 Jahre in einem sich chronologisch entwickelnden Zeitstrahl auf den Showdown in der Gegenwart zu entwickelt. Also, man muss sich etwas Ruhe mitbringen, bereit sein, diesen Männern zuzuhören und wirklich die ganze Zeit am Ball zu bleiben. Eine Episoden auszulassen, hieße, die Zusammenhänge zu verlieren.

Belohnt wird man von einer sehr spannenden, nachdenklichen und recht morbiden Erzählung voller Geheimnisse, Schrecken, Tiefen, Bösartigkeiten, aber auch voll Verletzlichkeit, mentaler Labilität und unromantischer Emotion. Die schwüle, sumpfige Atmosphäre Louisianas bildet dazu eine den albtraumhaften Eindruck unterstützende Kulisse voller okkulter Obsession, gesellschaftlichen Lügen und Abseiten.

Sehr hintergründig, sehr spannend, aber eben auch recht depressiv und von menschlicher Seite erschreckend. Schauspielerisch und filmtechnisch brillant.

Andreas Torneberg


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9.5/10