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- Rezension: FILME - MOVIES -


Postal – Der Film / Postal – The Movie

2007-10-11
Darsteller / Actors Zack Ward, Dave Foley, Jackie Tohn, Verne Troyer 
Regie / Director Uwe Boll 
Web www.postal-the-movie.com
 
Laufzeit:
Total run time
90 min
Vö / Release
FSK/not under:
13.10.2007
16
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Uwe Boll, der Regisseur von Postal, will mit seinem neuen Film schocken, aufwühlen, provozieren und dich unterhalten. Um also den Film zu bewerben, wurde das hier an die Presse weitergeleitet: “Alle 3000 Opfer der World Trade Center Attacke waren keine Helden. Sie waren Banker! Leute die nichts in ihrem Wege dulden, wenn es um schnelles Geldmachen geht. Ich habe Details von jedem der Opfer dieses Tages... die beweisen, dass jeder von ihnen den Tod verdient hat. OPFER 1: Russel T Khone, machte Insider-Geschäfte im Wert von über drei Millionen Dollar. OPFER 2: Linda Monteal. Betrog ihren Ehemann während der 10. Hochzeitstags-Feier. OPFER 3:... spielt keine Rolle, du solltest mal sehen, was Opfer Nummer 809 angestellt hatte.”

Das ist nicht lustig. Das ist hochgradig provokant. Und so ist der gesamte Film. Postal beruht auf einem gewalttätigen Videospiel, wobei ein Mann immer tiefer abrutscht, bis er schließlich “postal” wird, d.h. wild um sich ballert. Keiner wird verschont. Krasse Szenen von kleinen Kindern, die erschossen werden, ein Baby, das überfahren wird, ein nackter Mann in Großaufnahme von vorne und ein Jumbo Jet, der in ein hohes Bürogebäude kracht, sind in schockierenden Details kombiniert. Also erreicht Uwe Boll zumindest zwei seiner Ziele, er schockiert und provoziert.

Die Anzeigenkampagne mag nicht lustig sein, aber wie ist es mit dem Film? Ich hasse es zuzugeben, aber der ist unterhaltsam. Es ist ein sehr lustiger Film. Vergiss die Kontroverse und die Schlussfolgerungen, und du kannst dich schieflachen. Der “postal” Typ (Zack Ward) und sein Onkel Dave (Dave Foley) machen sich daran, einen Nazi-Themenpark seiner gefragten Puppen zu berauben. Jedoch wollen auch die Taliban (inklusive Osama Bin Laden) denselben Raub begehen. Osama muss seinen guten alten Kumpel George Bush um Hilfe bitten, um die Puppen zu kriegen und den Vogelgrippe-Virus in den USA zu verbreiten. Verwirrt euch das? Mich verwirrt es ganz sicher. Der Film scheint eher eine Ansammlung von Gags zu sein als eine durchgehende Geschichte zu haben.

Uwe Boll (Amoklauf, House Of The Dead, Alone In The Dark, Seed), wollte mit Postal ein Statement abgeben. “Seit 11. September”, meinte er in einer Presseaussendung, “starben 1 Million Afrikaner, Juden und Araber bei Terroranschlägen und im Krieg. Über sie wird nichts in den Massenmedien berichtet. Bedeutet das, dass ihre Leben weniger wert waren als das eines New Yorker Börsenmaklers, der im WTC starb?” Das mag ein gutes Argument sein, aber leider geht es in diesem Film nicht darum, oder um seriöse Filmkunst, sondern eher um billige Publicity. Boll scheint in der Tat mehr an Promotion für sich selbst interessiert zu sein, als seine poitischen Ansichten zu verfechten. Aber garantiert wird er durch diesen Film eine Berühmtheit, wenn auch aus den falschen Gründen.

Dieser eine Film wird sicherlich euren Sinn für Humor attackieren, euren Geschmack, eure Menschlichkeit, und wird alle möglichen Ansichten zum Thema Kunst und Vulgarität erwecken. Also, noch einmal, Boll hat das erreicht, was er wollte.

Die Gewalt ist so übertrieben, dass sie unglaubwürdig ist, was auch gut ist. Regisseure wie Peter Jackson und Sam Raimi haben das schon seit Jahren so gemacht. Aber als der erste massen-wirksame Film, der ungeschönt die 9/11 Attacke verhöhnt und im Prinzip alles andere auch, bleibt er eher flach. Anti-Amerikanismus und Anti-Kriegs-Propaganda können gut funktionieren, nur hier tun sie es nicht.

Es ist eine Schande, denn das ist ein sehr lustiger Film. Vergesst die Politik und lacht einfach über die Gags.


Tim Saunders, transl. K. Weber


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4/10