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STALKER - Printversion
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STALKERs Fresh Act Juli 2010


Nach Nightwish haben viele Bands aus Finnland versucht, in deren Fussstapfen zu treten, viele von ihnen sind gescheitert. Aber Embassy of Silence scheinen mit ihrem melodiösen Metal/Rock und kraftvollem Frauen-Gesang auf dem richtigen Weg auf internationalen Bühnen zu sein. Sie haben gerade erst ihr selbst produziertes Debüt-Album “Euphorialight” veröffentlicht, das dank eines frisch ergatterten Vertriebsdeals auch in euren Breiten erhältlich sein sollte - also ein guter Zeitpunkt, euch die Band mit Hilfe des Gitarristen Tero Kalliomäki und der Sängerin Ines Lukkanen vorzustellen.

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Wer seid ihr? Bitte stellt alle Mitglieder der Band vor.
Ines: Unsere Band besteht aus sechs Irren. Ich bin Ines Lukkanen und erledige die Mundarbeit (hehe), Tero Kalliomäki spielt Lead Gitarre und macht unsere Kompositionen, Samu Lahtinen spielt Bass, Harri Koskela streichelt das Keyboard, und wir haben auch Jaakko Hauru hinter dem Schlagzeug und Jarno Suodenjoki, der die andere Gitarre quält.

Welche Art von Musik spielt ihr?
Ines: Unser Musikstil ist melodischer Rock/ Metal mit dem Schwerpunkt auf akustischen Gitarren und wunderschönen Atmosphären, hat aber auch einen progressiven Touch.
Tero: Unsere Musik hat sich seit unseren Anfängen immer mehr in Richtung Metal entwickelt, statt nur bei Balladen hängen zu bleiben, und das ist ein Bonus. Das richtige Gleichgewicht zwischen schönen und härteren Stimmungen scheint einfach unser Ding zu sein. Spuren von Progressivität halten den Hörer wach und die Songs bleiben interessant und der “in ein Ohr rein und zum anderen raus” Effekt wird vermieden.

Wie hat alles angefangen? Gibt es eine Geschichte zum Bandnamen?
Ines: Alles begann im Frühjahr 2007, als ich als Gastsängerin beim Album von Saattue, Teros anderer Band, auftauchte. Wir haben über Musik gesprochen und er hat mich gefragt, ob ich Lust hätte, in seinem Projekt zu singen, welches schlussendlich mehr als nur ein Projekt wurde. Wir haben zusammen Songs geschrieben und langsam den Rest der Band, alle mit einer Leidenschaft für die Musik, die wie spielen, um uns geschart. Zum Namen der Band, ich wünschte ich könnte sagen, dass es eine aufregende Geschichte voller Humor und Abenteuer gibt, aber es war wirklich nur eine dieser „lasst uns mal ein paar Vorschläge in den Raum werfen und gucken, was übrig bleibt“ Sachen. Wir brauchten einen Namen und Embassy of Silence hatte eine gewisse Ironie und Erhabenheit.
Tero: Es war mein Traum seit den 90ern eine Band zu gründen, die auf Schönheit basiert, und eine, die sich nicht in bestimmte Genre Grenzen pressen lässt. Es war Zufall, dass ich eine Sängerin mit einer wunderschönen Stimme gefunden habe - Ines. Ich glaube, den Gesangspart hätte auch ein Mann übernehmen können, und um ehrlich zu sein, es wäre auch beinahe so gekommen. Irgendwann in 2000 fragte ich Jani Hytönen (Sänger von Jarno´s anderer Band Kiana), ob er bei einem Anathema-ähnlichen Projekt mitmachen wollte. Damals sagte Jani ab, ich schätze, er mochte die Songs nicht, die ich geschrieben hatte, heh! Zu schade, auf eine Art, er ist ein toller Sänger.
Ines: Na, buuhuu, es tut mir wirklich sehr leid für dich! (lacht)



Wer schreibt die Musik/Texte, oder sind alle in der Band beteiligt?
Ines: Die Abmachung war, dass Tero das Grundgerüst für die Songs macht, sie an mich schickt, und ich schreibe dann die Texte, dann fangen wir an, die Songs zu bearbeiten. In der Zukunft, jedoch, werden wir auch den Rest der Band mit einbeziehen, so dass die Songs in Teamarbeit arrangiert werden. Das sollte unserem Material noch mehr Abwechslung geben als je zuvor.
Tero: Was ich besonders an dem ganzen Musikdingen mag, ist, etwas Neues zu kreieren, und wie mir die Songs einen unglaublichen Kick geben, nachdem ich sie mit Gesang gehört habe. Fast orgiastisch, heh! Der Unterschied ist, dass das Lustgefühl, das ich von der Musik bekomme, länger andauert.
Ines: Im letzten Interview ging alles um Käse, und jetzt sind wir wieder zurück bei den sexuellen Anspielungen!

Ihr habt gerade euer Debut-Album “Euphorialight” veröffentlicht, könnt ihr uns etwas über die Entstehung des Albums erzählen, wo habt ihr es auf genommen etc.?
Ines: Euphorialight sind 11 Geschichten in Songgestalt, drei davon wurden aus unserem alten Material ausgewählt, und der Rest wurde ausschliesslich für Euphorialight komponiert. Das Album, sowie alles, was wir zuvor veröffentlicht haben, wurde in den D-Studios in Südfinnland aufgenommen, aber dieses Mal haben wir uns auch in unbekanntere Gewässer gewagt und es im Cutting Room in Schweden gemastert. Es war ein ganz anderer Prozess als bei einer 3 – 4 Song EP, und es war wirklich eine Reise, an die man sich noch lange erinnern wird.
Tero: Für mich war der gesamte, kreative Prozess ein ungefähr 6-Monate andauernder „Urlaub“. aus dem ich nicht zurück kehren wollte. Ich habe die ganze Zeit, die wir im Studio waren, voll und ganz genossen, obwohl es harte Arbeit ist, soviel ist klar.

Könntet ihr uns was über euren musikalischen Hintergrund erzählen? Seid ihr in mehr als einer Band?
Ines: Ich bin eine Ein-Band Frau, ich mag mich auf nur einen Liebhaber zur gleichen Zeit konzentrieren. Glaub mir, das ist genug. Mein musikalischer Hintergrund baut sich auf eine lange Geschichte verschiedener Bands auf und darauf, dass ich von unterschiedlichster Musik beeinflusst bin. Meine Eltern waren beide Musikliebhaber, daher war unsere Plattensammlung ziemlich groß.
Tero: Ich habe in den letzten 15 Jahren jeden Tag mit Musik gearbeitet, und die wichtigsten Bands vor dieser waren/sind Ex-Yearning und die Doom-Band Saattue. Meine aufrichtige Liebe zur Musik bringt mich dazu, Zeit für sie einzuräumen, allerdings frage ich mich manchmal, wie zur Hölle, ich das hinbekomme. Jarno hat die Modern Metal Band Kiana, Harri hat Dotma, die symphonischen Melodic Metal spielen und Samu spielt auch in Saattue. Zurzeit ist mir aber eigentlich EoS das Liebste in meinem Leben.



Ines, würdest du sagen, dass es für Bands die eine Frontfrau haben, schwerer ist, im Metal/Rock Musik Business erfolgreich zu sein?
Ines: Ich kann es wirklich nicht sagen. Es ist vielleicht ein Vorzug in einigen Fällen, und in anderen ein Minus. Naiverweise, würde ich gerne denken, dass es keinen Unterschied macht, welchen Geschlechts der Sänger ist, so lange die Musik geil ist. Ich definiere mich nicht als Sänger dadurch, welche Genitalien ich habe, also wäre es ziemlich bekloppt, wenn andere Leute das machen! Andererseits, glaube ich, dass es ein noch recht neues Phänomen ist, dass Frauen in der doch recht kleinen und patriarchischen Welt der Metalmusik akzeptiert werden - und um ehrlich zu sein, für viele ist es immer noch nicht wirklich „ok“, dass Mädels auch andere Rollen in Bands haben als die der Sängerin oder der Keyboarderin. Wir brauchen mehr Riff-schreddernde Weiber, wilde und abgedrehte Drummerinnen und so weiter!

Ines wo hast du gelernt, so zu singen, hast du Gesangsstunden genommen?
Ines: Ich hatte nie richtige Gesangsstunden, aber ich habe im Chor gesungen, als ich jünger war. Das war das ganze Disziplin- und Techniktraining, das ich brauchte, und ich bin immer noch am Lernen! Das ist eines der besten Dinge im Leben, wissen, dass man nie ganz am Ziel ist.

Ines, was machst du, um deine Stimme zu trainieren? Hast du ein paar hilfreiche Tips für Sänger?
Ines: Ehh...singen, denke ich? Ich meide nicht wirklich jeglichen Zigarettenrauch, wickle Schals um meinen Hals oder so was - ich mache einfach das, was ich mache. Um ehrlich zu sein, ich sollte vielleicht aufhören zu rauchen, oder ich klinge irgendwann wie Marianne Faithful. Zu den hilfreichen Tipps - seid nicht solche Weicheier, wenn es um eure Stimmbänder geht, sie sind dafür da, ein bisschen gespannt und gedehnt zu werden, auch wenn man aus dem Zwerchfell singt. Und heißes Wasser im Studio trinken, ist nicht nur gut für die Stimme, sondern auch verdammt eklig.
 
Was sind eure Träume? Woher kommt eure Motivation?
Ines: Gute Frage! Mein persönliches Ziel und Traum ist, irgendwann genug zu verdienen, um von der Musik, die wir machen, leben zu können. Ich brauche keinen Reichtum oder Berühmtheit, ich wünschte nur, es gäbe weniger Ablenkung, von dem, was wirklich wichtig ist im Leben.
Tero: Viele Träume sind schon wahr geworden, wenn es um Musik geht, und wenn ich jetzt in diesem Moment sterben würde, wäre ich ein glücklicher Mann. Natürlich tauchen immer wieder neue Träume auf, und es ist toll in dieser Branche, dass es immer etwas zu verbessern und Neues zu tun gibt, all das wird an zukünftige Generationen weitergegeben, solltest du erfolgreich sein. Niemand erinnert sich an den netten Kassierer im Lebensmittelgeschäft aus dem Jahr ´62, aber jeder erinnert sich an einen seltsamen Sänger namens Elvis, selbst wenn man zu dieser Zeit noch nicht mal geboren war!



Was ist der aufregendste/ enttäuschendste Moment, den ihr in eurer Bandgeschichte erlebt habt?
Ines: Die Höhepunkte haben definitiv mit „Euphorialight“ zu tun und damit, die richtige Truppe für das Orchester zu finden. Unter Vertrag genommen zu werden, Konzerte zu spielen, Interviews zu geben und die Tour zu planen ist stressig gewesen, hat aber auch Spaß gemacht. Mir fallen keine größeren Enttäuschungen ein, oder auch kleinere, die es Wert wären, hier erwähnt zu werden. Jeder Rückschlag diente irgendwie einem höheren Zweck, denke ich. Natürlich war es auch jedes Mal eine riesige Enttäuschung, wenn sich eine meiner Bands auflöste, in die ich so viel Herzblut gesteckt hatte. Aber wie ich schon sagte, ich ergebe mich meinem Schicksal und nehme es eher gelassen, denn ich glaube, dass jeder Rückschlag aus irgendeinem Grund passiert, so dass, etwas Besseres eintreten kann.
Tero: Ich würde sagen, der schönste Augenblick meiner musikalischen Karriere war, als ich Ines fragte, ob sie bei meinem Projekt singen wollte, und sie ja sagte. Als ich an diesem Abend vom Studio nach Hause kam, begann ich, ein paar Songs auf meiner Akustikgitarre zu komponieren – einer davon war „Void“, welcher auch auf unserem neuen Album ist. Meine schlimmste Enttäuschung war ein Konzert in den 90ern mit der Band Yearning in Lahti. Alle in der Band waren so betrunken, dass wir nicht mal einen Song zu Ende spielen konnten, und wir wurden von der Bühne geworfen. Der Bassist hat den Verstärker fallen lassen, der Sänger konnte den Clean-Channel nicht einlegen und spielte einfach irgendwas, und ich konnte keinen einzigen Ton aus meiner Gitarre rausbringen….Als es mir irgendwann gelang, fingen wir an, einen Impaled Nazarene Song zu spielen und das, komplett falsch. Und dann habe ich einfach mein Instrument an die Wand geworfen und es dabei kaputt gemacht. Ich habe etwas von diesem Konzert gelernt, mach nie deine Gitarre kaputt!

Auf welchen Song seid ihr besonders stolz und warum?
Ines: Es wird nie einfacher, diese Frage zu beantworten, da ich auf einige Tracks auf diesem Album, aus ganz verschiedenen Gründen besonders stolz bin. Am Ende muss ich mich zwischen "Absinthe Eyes, Opium Words", "I Ride Alone" and "Euphorialight" entscheiden, da es bei diesen Songs besonders schwierig war, sie mit den Vocals, genau so hinzukriegen, wie ich es wollte. Und bei allen fühlte ich, dass ich wirklich etwas vollbracht hatte, als sie endlich auf dem Band waren. Sie sind auch meine drei absoluten Favoriten, da sie unsere Art zu komponieren und zu spielen ziemlich gut widerspiegeln.
Tero: Ich denke, der vollendetste Song ist „Void“. Darin sind der Text und die Komposition ein unzertrennliches Paar. Ganz abgesehen von Schlagzeug und Bass. Es gibt das Lied schon seit Jahren und ich hab es immer noch nicht satt, ich weiß nicht genau, warum. Hört es euch einfach an.
Ines: Jedes Mal, wenn wir diese Frage gestellt bekommen, antwortet Tero etwas anderes. (grinst)


Wie sind eure Pläne für die nahe Zukunft?
Ines: Wir haben einige Shows vor uns und wir touren im August, aber danach beginnen wir mit der Arbeit an neuem Material! Ja, es wird ein zweites Album geben wenn es nach uns geht.
Tero: Ja, ausser Konzerte geben, werden wir Demos neuer Songs aufnehmen – 8 Rohversionen sind bereits fertig. Und wir werden natürlich auch Interviews geben.



Mit welcher Band würdet ihr gerne touren?
Ines: Der Stil der Musik ist nicht so wichtig; wenn wir nur mit den Leuten klar kommen, die dabei sind. Die Jungs von Anathema scheinen nett zu sein. Vincent!! Daniel!! Wann geht´s los?


Würdet ihr gerne noch ein paar letzte Worte an die Leser wenden?
Ines: Danke, dass ihr es so weit geschafft habt; wir hoffen, dass ihr euch unser ganzes Album anhört. Und habt einen schönen Sommer!
Tero: Ich möchte einen kürzlich gestorbenen und talentierten Musikerfreund von mir ehren, indem ich ihn zitiere:

"Ride to the silent shores and fly through the gardens of time
You will find your heaven
Your god had closed his eyes
Alone, free you are"

[Fahre zu den stillen Ufern und fliege durch die Gärten der Zeit
Dort wirst du deinen Himmel finden
Dein Gott hat seine Augen zu
Allein, frei bist du]

R.I.P. Juhani Palomäki (Yearning / Colosseum)


Danke für das Interview und Alles Gute!

http://www.myspace.com/embassyofsilence
http://www.embassyofsilence.net/

Autor: Sandy Mahrer, photos E.o.S.
Eingetragen am: 2010-07-01

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