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1.4.Special: Hell Över Farö

2009-03-31
Stadt / City Fugloyar 
Land / Country Färöer Inseln/Faroese Islands 
Web
 
Veranstaltungsort:
Location
Park Fugloyar 
Datum / Date01.07.2008 
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April April! Ein Festival, wie wir es gerne mal erlebt hätten... aber vielleicht macht die Lektüre ja auch nach dem 1.4. 2009 Spass...
Zum ersten Mal findet auf den Färöer Inseln nahe dem Ort Fugloyar das Hell Över Farö Festival statt. Neben zahlreichen färöischen Bands haben sich auch die beiden ausländischen Topacts 02002 Espoo und die Ölplattform-Band Kasoklasa beim Festival angesagt.

Nach einer zweitägigen Anreise von Kopenhagen nach Fugloyar sind wir endlich fündig geworden und stehen nun vor den Zäunen des Festivals. Leider so spät, dass wir bereits den ersten Tag verpasst haben.

02002 Espoo

Obwohl 02002 Espoo nur kurze Ausschnitte aus ihrem Nummer 1 Album spielen, dauert die Show ganze vier Stunden. Das Ein-Mann-Projekt hat extra für diesen Auftritt eine Band aufgetrieben, bestehend aus Percussion, Triangel und einer singenden Säge, die von einem 89-jährigen Schafzüchter aus dem Ort gespielt wird. Bis auf den färöischen Sägespieler wechselt das Lineup jede Stunde, denn keiner von ihnen könnte die ganzen vier Stunden durchhalten. Das Telefonbuch wird sehr originell und mit Einsatz des traditionellen färöischen Kettentanzes vorgetragen. Eine sehr interessantere, abwechslungsreiche Performance.



Santa Valpolicella

Diese Black Metal Band rockt die Insel und das, obwohl sich die Band erst im letzten Jahr auf der Pilgerreise nach Santa Valpolicella gegründet hat. Die Texte werden in altem Hochlatein gesungen, wobei der Sänger von einem Kinderchor, in originellen Waschbär- und Pandakostümen, unterstützt wird. Die christlichen Texte von Jesus mit seinen Heilandsandalen, den saufenden Jüngern und der jungfräulich gebärenden Maria inspirieren die anwesenden Zaungäste zu regelrechten Sauf- und Sexorgien. Sogar die Schafe des 89-jährigen Schafzüchters auf der Wiese neben an rammeln was das Zeug hergibt. Um Gottes willen, denkt denn hier niemand an die armen unschuldigen Waschbären und Pandas, die so etwas noch gar nicht sehen dürften...

Kasoklasa

Die Band von der Ölplattform, das erste Mal mit einem Auftritt außerhalb der heimischen 4 Masten. Mehrere 10´000 Besucher sind nur wegen dieser Band heute hierher angereist. Evgeny überzeugt mit seinem beeindruckenden Kehlkopfgesang und mit einem Lied, dass er seiner Mamutschka in Tatarstan widmet. Beim Anblick von Gitarrist Hallgerd in seinen engen Strumpfhosen fragt man sich, ob er/sie seine beiden Glocken und den dazugehörigen Stab, der dieselben zum Klingen bringt, schon amputiert bekommen hat oder ob er sie mit viel Klebband fest nach hinten verklebt hat. Aua, viel Spaß beim wegrupfen. Ah, und da ist noch diese holde Maid, eine norwegische Schönheit. Mit ihren grell-grün gefärbten Achsel- und Schamhaaren, die durch ihre weißen Hotpants leuchten, sieht sie fast aus wie dieses radioaktive Zeugs. Und Schlagzeuger Håvard ist wohl der bösartigste, aggressivste, dem alles am Arsch vorbeigeht und der die ganze Zeit schreit „Geht nach Hause, ihr Schlappschwänze und Bretter mit Warzen“. In voller Ekstase schmeißen nun Groupies ihre verwaschenen und ausgeleierten BHs und ihre vergilbten, dreckigen Tangas auf die Bühne. Bei 9000 Besucherinnen gibt das nen verdammt großen Berg, so dass sich die Band zuerst wieder ausgraben muss, bevor sie weiter machen können. Zum krönenden Abschluss gibt es eine ganz spezielle Zugabe ihres Top Hits „Arschka“, den sie als a capella Version mit nackten Ärschen und furzend zum Besten geben.



Ein außergewöhnliches Festival, dass durch die speziellen Angebote sehr überzeugt. Die Auswahl an Spezialitäten der traditionellen färöischen Küche ist groß und reicht von getrocknetem Grindwalfleisch über Schafhirn bis hin zu einem Alkohol-Algen–Cocktail. Es ist allerdings nicht sehr zu empfehlen, denn die färöischen Speisen sind viel zu salzig und zäh. Als Showacts zeigt man diverse Arten des Schafscherens. Und 3-mal täglich gibt es einen Wettbewerb im Einfangen und Scheren von Schafen, bei dem man die gescherte Wolle als Preis erhalten kann. Dieser Wettbewerb ist sehr beliebt bei den färöischen Besuchern, die sich gleich beim Festival aus der gewonnenen Wolle einen neuen Pullover stricken. Eine gute Lösung hat das Festival für die Sanitäreinrichtungen gefunden, für die etwas scheueren Besucher stehen zahlreiche Plumpsklos zur Verfügung, bei welchen die Festivalzeitung zugleich als Klopapier dient. Für die anderen gibt es einen Stand mit Zeitungen und Schaufeln, wo man sich ganz nach Belieben eindecken kann und danach einfach einen Baum sucht, ein Loch gräbt und sein Geschäft erledigt. Wir sind begeistert und werden es weiterempfehlen.


Óli Jakobsen


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10/10