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Raskasta Joulua (Heavy Christmas)

2011-12-22
Stadt / City Helsinki 
Land / Country Finland 
Web www.raskastajoulua.fi
 
Veranstaltungsort:
Location
Nosturi 
Datum / Date10. Dec 2011 
Bildergalerie / Picturegalerie Raskastajoulua_11 
Photos: Sandy Mahrer 
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Die Vorweihnachtszeit, ist sie nicht schön? Und könnte sie irgendwo schöner sein als im Heimatland vom Weihnachtsmann? Man verbringt sie damit näher zusammen zu rücken, oder man genießt die kühle Winterluft bei einem romantischen Spaziergang im Schnee, schlendert über einen der zahlreichen Weihnachtsmärkte und lässt sich von den vielen Lichtern und dem Geschmack von Glühwein auf Weihnachten einstimmen. Man hört schon knapp einen Monat vorher ruhige, besinnliche Weihnachtsmusik…. obwohl, das mit ruhig und besinnlich bei dem Event heute Abend nicht wirklich gesagt werden kann. Im Nosturi finden sich heute gleich zweimal die besten Finnischen Heavy Metal Gesangstalente ein, um Raskasta Joulua (Heavy Christmas) zu feiern. Mit den ursprünglichen finnischen Weihnachtsliedern hat das nicht mehr allzu viel zu tun. Zwar ist die Melodie und der Text grundsätzlich der gleiche wie bei den - jedermann bekannten - Weihnachtsliedern aber das Ganze wird mit ein paar E-Gitarren und Bässen und heftigen Drums zum Heavy Metal Erlebnis der besonderen Art.



Raskasta Joulua hat sich bereits seit Jahren etabliert, geht ins siebte Jahr und ist gar nicht mehr aus der Vorweihnachtszeit weg zu denken. 2004 erschien die Erste CD des Projektes und ein Konzert wurde gespielt, mittlerweile hat sich eine ganze Tour daraus entwickelt und immer mehr neue Sänger kommen dazu. Die Konzerthallen werden immer größer und die Konzerte sind sehr gut besucht und oft ausverkauft. Der Gig am Nachmittag ist offen für alle und so trifft man im Publikum auf Eltern mit ihren Kindern und Jugendlichen, die es ausnutzen auch mal auf ein Konzert zu dürfen, da in den meisten Finnischen Clubs der Zutritt erst ab 18 gewährt ist. Die Setliste für den Nachmittag unterscheidet sich ein wenig von der am Abend und auch andere Sänger werden mit von der Partie sein, damit es auch nicht langweilig wird für die Leute die sich beide Konzerte ansehen wollen. Am Nachmittag sorgen Marco, Jarkko, Tuple, Antony, JP, Ilja für das Wohlbefinden der Besucher, während am Abend Antony durch Pasi und Ari ersetzt wird. Begleitet werden sie von einer erstklassigen Band die sich durch Projekt-Mastermind und Gitarrist Erkka Korhonen, Keyboarder Vili Ollila, Bassist Erkki Silvennoinen, Gitarrist Tuomas Wäinölä und Schlagzeuger Mirka Rantanen zusammensetzt.



Der Nachmittag im Nosturi ist nicht komplett ausverkauft, aber dennoch so gut besucht, dass es vor allem vor und neben der Bühne ziemlich eng wird. Den Auftakt macht kein anderer als Marko Hietala mit „Ensimmäinen Joulu“. Während mit reichlich Bodennebel, dank Rauchmaschine, und dem richtigen Licht, für die Stimmung gesorgt wird die ein solcher Song braucht, haucht Marko den Song ins Mikrophon. Gleich darauf tauscht er sein Mikro mit Antony Parviainen (Ex-Machine Man) der seine besondere Version von „Heinillä härkien“ performt. Gefolgt von einem Duett von JP Leppäluoto (Ex-Charon, Harmaja, Northern Kings) und Ilja Jalkanen (Ex-Kiuas) die zusammen „Joululaulu“ singen. Für den Song wurde dann zu Beginn extra Schneefall inszeniert. Ebenso folgen Lieder performt von Jarkko Ahola (Teräsbetoni, Ahola, Northern Kings) und Tuple Salmela (Tarot). Natürlich sind alle Sänger einige Male auf der Bühne zu sehen und in der Mitte des Sets hat Mr. Ollila seinen ganz besonderen Einsatz und spielt ganz in blaues Licht gehüllt ein Solo bei dem man beim einen oder anderen Finnen ein Tränchen im Augenwinkel entdecken kann.



Der kleinen Dame vor mir, die sich das Konzert auf der Schulter von Papa ansieht, scheint Mr. Ahola‘s Performance von „Ilouutinen“ am besten zu gefallen da sie alle anderen Songs nur gelangweilt verfolgt, während sie bei diesem Song kräftig mitklatscht. Gerade hier in Finnland, wo es Bands wie Hevisaurus, Sauruxet oder Pikku Orava gibt die speziell Musik für Kinder machen, ist es doch schön das man auch langweilige Weihnachtslieder so für das jüngere Publikum interessant machen kann. Die musikalische Frühbildung für Kinder scheint zu funktionieren.

Der erste Teil der heutigen Show ist getan und während die Eltern mit ihren Kindern und alle unter 18 brav nachhause gehen, verschwinden die Leute, die ein Ticket für beide Konzerte heute ergattert haben, während der 3 Stunden Pause in der „Alakerta-Bar“ im Nosturi um dort schon mal für den Abend vorzutrinken.



Um 23:00 Uhr startet dann endlich die zweite Runde von Raskasta Joulua im vollgepackten Nosturi. Vollgepackt heisst hier voll bis nichts mehr geht, so dass wer nicht in der Nähe eines Ausgangs steht, nur schwer vor Ende des Konzertes wieder rauskommt. Gut für diejenigen, die zu dem Zeitpunkt schon Schräglage haben, sie müssen sich wenigstens nicht fürchten gleich auf den Boden zu knallen ohne dass sie von einigen Leuten abgefangen werden.
Marko eröffnet erneut das Konzert mit dem gleichen Song wie am Nachmittag. Dafür übergibt er aber das Mikro dieses Mal an den ehemaligen Idols Gewinner und Amoral Fronter Ari Koivunen. Auch die restlichen Songs werden ein bisschen untereinander getauscht und so singt nicht Jarkko Ahola zum Schluss „Ave Maria“ wie am Nachmittag sondern Marko Hietala. Es ist doch sehr erstaunlich wie unterschiedlich alle diese Sänger sind und alle haben sie ihre eigenen Spezialitäten und Singweisen. Egal ob Marko mit seiner markanten Metalstimme, J.P mit dem das Ganze eine Oktave tiefer wird oder Mr. Ahola der mit seiner Stimme Höhen erreicht bei denen einem schwindelig wird. Alle gehören verdient zu den Besten Sänger der Szene. Was ich persönlich schön fand war endlich mal wieder Pasi Rantanen (Ex-Thunderstone) und Ilja Jalkanen (Ex-Kiuas) auf der Bühne zu sehen. Seit die beiden nicht mehr bei ihren ursprünglichen Bands tätig sind, hört man leider nur noch wenig von ihnen, auch wenn sie in anderen Projekten sind, da diese nicht über die Grenzen Finnlands hinaus touren – was ich bei diesen beiden besonders schade finde.



Wie bereits am Nachmittag sorgen einige Pyroeffekte für den „WOW- Effekt“, so schiessen Feuer-Fontänen bei „Pieni rumpali“ nach oben und es beginnt zu schneien. Am Abend wird dann auch noch für ein Konfettiregen gesorgt der sich quer über den ganzen Club verteilt. Den Leuten gefällt`s und sie scheinen kaum genug von ihren Weihnachtsliedern zu bekommen und so singen sie auch immer wieder brav mit, was das Ganze noch spezieller macht.

Raskasta Joulua ist wahrlich eine schöne Erfindung und hat mich, auch als nicht Finne, angesteckt und irgendwie finde ich jetzt auch das es einfach zur Vorweihnachten dazu gehört wie die Lichter, die Kälte und der Glöggi (Glühwein). Alle die daran beteiligt waren haben einen tollen Job geleistet und diesen Tag zu etwas ganz besonderem gemacht. Wann bekommt man sonst die Möglichkeit die Gesangs Elite Finnlands zusammen auf einer Bühne zu sehen?

Sandy Mahrer


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9.5/10