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STALKER - Printversion
Ahola Studio-Tagebuch / studio diary

2012-01-12
Stadt / City Tampere 
Land / Country FIN 
Web www.aholaband.com
 
Veranstaltungsort:
Location
 
Datum / DateJan 2012 
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AHOLA nennt sich das neue Projekt von Sänger Jarkko Ahola (Teräsbetoni, Northern Kings), Antti Karhumaa, Jari Laitinen und Antti Mäkelä. Wer J. kennt, weiss auch, dass dieser Mann für harte Musik mit noch härteren Gesangsparts steht. Kaum ein anderer Sänger in der Metalszene erreicht mit seiner Stimme so schwindeleregende Höhen wie er. Sein neues „Baby“ nimmt gerade das Debütalbum auf, und J. höchstpersönlich hält euch exklusiv für STALKER auf dem laufenden.

Teil 1 - 7 Januar 2012
Es war an der Zeit, da weiterzumachen, wo wir erst letzten Samstag angefangen haben: Ab ins Studio mit 14 AHOLA Songs. Diese Sache ist schon eine Weile am Kochen, und wir haben die neuen Songs geprobt, wann auch immer wir die Zeit dazu gefunden haben. Eigentlich habe ich sogar einen neuen Song nur drei Tage bevor wir ins Studio gingen geschrieben. Die Jungs meinten er sei cool, und unser Drummer Antti hat sich in kurzer Zeit in den Song eingearbeitet, obwohl er doch einige unterschiedliche Stücke hatte und einige progressive Elemente. Und wir wissen ja, es ist einfacher, neue Dinge zu lernen, wenn du das Zeug auch magst!

Die meisten Mitglieder der Band leben in oder in der Nähe von Turku, also jammen oder proben wir auch dort. Ich lebe so ungefähr 130 Kilometer weit weg von ihnen, also dauert die An- und Abreise immer eine Weile für mich. Egal, es brauchte auch einige Zeit für den Rest der Jungs dorthin zu kommen wo ich lebe, tatsächlich kamen wir mehr als zwei Stunden zu spät im Studio an! “Hi Jani (Der Studio -echniker), wir werden so gegen zwölf da sein.” “Hallo noch mal, ich würde sagen, dass es eher 13h wird.” “Ähm...Hi noch mal, wir werden doch ein bisschen später kommen. Sagen wir nach zwei… so zirka… Sorry…”

Ach was soll’s! Wir sind Musiker (da erwartet ohnehin jeder von uns, dass wir nicht pünktlich sind, oder?) und Jani Viitanen, der Typ aus dem Studio, sagte uns das das noch nicht so schlimm war - einige Typen kommen GAR NICHT. Ich weiss wirklich nicht, was das soll, aber Schwamm drüber. WIR waren endlich da und alle schienen sich einfach nur gut zu fühlen. Und warum nicht? Wir schaffen hier neue Musik!


Also, das Studio, das wir für die Schlagzeug Parts wollten (und immer noch brauchen werden für den Bass und die Akustikgitarre), trägt den Namen Headline Studio, im Zentrum von Tampere Rock City seit ca. 15 Jahren, und ich mag wirklich die Atmosphäre dort. Die Jungs in der Band ebenso, als sie es das erste Mal rein kamen. Wir luden das Schlagzeug und die Bass Verstärker aus dem ziemlich altem Volkswagen Transporter (er muss aus den frühen 80ern stammen), der Anttis Vater gehört, und bauten gleich das Drumkit auf. Na ja, eigentlich ersetzte Antti zuerst die Drum Heads durch neue, aber das dauerte nicht all zu lange. Die anderen hatten Zeit, im Hotel einzuchecken und es sich gemütlich zu machen. Ich glaube Bier war da auch mit im Spiel…

Das Schlagzeug so klingen zu lassen wie wir es wollten dauerte eine Weile – klar, denn das ist alles andere als ein einfacher oder schneller Job. Die Bass-Drum, von der ich annahm, dass es schwierig wird, brauchte nicht lange, aber wir hatten einige Probleme mit den Tom-Toms - der Balance zwischen ihnen, um genau zu sein. Eine klang zu hohl, die andere zu dumpf. Die grösste musste nur gestimmt werden, aber wir schafften es einfach nicht, der ersten den richtigen Sound zu verpassen. Also testeten wir das alte Sonor Set, das Jani bereits in seinem Studio hatte. Es war genau das, was wir brauchten! Die Einstellung war genau jene, die Antti auf seinen Tom-Toms hatte, aber hier klang es einfach besser. Einfach kräftiger. Das war´s.

Danach versuchten wir, den richtigen Snare-Sound zu finden. Wir testeten vier unterschiedliche Snares mit und ohne Dämpfung. Ich fand, dass der gedämpfte Sound besser war, und so wählten wir zwei unterschiedliche Snares. Eine für die schnelleren Songs und eins für die langsameren und härteren Stücke. Wir benutzten auch grössere Hi-Hat Becken für bestimmte Songs. Neben der normalen Mikrophonierung gleich an den Trommeln brauchten wir auch zwei unterschiedliche Overheads. Eins um den Sound zu verbreitern und eines für das Gegenteil. Wir hatten auch zwei unterschiedliche Raum-Mikropaare, um den Drums etwas Auftrieb zu geben. Das war dann im Kasten. Das Schlagzeug kling richtig, die Mikros sitzen genau an den richtigen Stellen. Ok, dann können wir loslegen!


Ich war zwar voll involviert bei der Soundkreation, aber wir hatten auch etwas Zeit für Blödsinnreden und so der ganzen Session ein entspanntes Gefühl zu geben. Wir waren einen Happen essen und dann bereit, gemeinsam alle Tracks durchzuspielen. Damit wir Hintergrund- Tracks für Antti kreieren, sodass er ein bisschen den Eindruck bekommt, wie die Band als ganzes klingt, wenn er die unterschiedlichen Spuren einzeln aufnimmt. Einige von Anttis ersten Aufnahmen waren so gut, dass wir sie gleich als fertige Tracks nahmen. Es brauchte einige Zeit, die 14 Songs so durchzuspielen, dass wir sie gut genug fanden, damit Antti darauf aufbauen kann. Danach war unser erster Tag abgeschlossen! Es war wirklich Zeit diese neue Erfahrung die wir hatten und noch haben werden, gebührend zu feiern!

Und war es nicht toll? Klar! Wir gingen in ein sehr nettes Restaurant namens Praha auf einige Drinks – und natürlich auch zum Futtern! Der Tag ging super schnell vorbei und keiner hat wirklich etwas rechtes gegessen, also höchste Zeit! Später stiess Jani zu uns und erzählte uns ein paar lustige Geschichten über – was sonst - uns Musiker. Ein lustiger Typ und es ist cool, mit ihm zu arbeiten. Wir landeten in einer Rock Bar und …na ja, das ist eine andere Geschichte! Der nächste Morgen war nicht leicht ….

Bis zum nächsten Mal!
J.

Video: Living a Dream (erster Gig + Studioimpressionen) http://youtu.be/d7OE790-OqA



Teil II – 8.-10. Januar 2012
Nach einem etwas rauen/holprigen Morgen, oder sollten wir sagen Mittag, gingen wir zurück ins Studio. Dieses Mal waren es Antti und ich, da Anza und Jamo bereits weg waren. Zuerst hörten wir uns die Aufnahmen an, die wir am Tag zuvor gemacht hatten, um Antti zu unterstützen. Da waren sogar zwei Aufnahmen die bereits toll waren. Die Songs waren Stoneface (in welchem Antti einen coolen Groove fand) und dieser pure Rock Song, den ich vor einiger Zeit gemacht habe. Also, hatten wir anstelle von 14 Drum Aufnahmen noch 12 zu machen. Schön!

Antti fühlte sich ein bisschen krank (warum nur, hah!) aber er kämpfte wie ein richtiger Soldat. Es war ziemlich lustig, ihm beim Spielen zuzusehen und seinem erschöpften Geschnaufe! Wie auch immer, nach vielleicht drei Songs fühlte er sich viel besser und die Dinge liefen richtig gut.

Also, es war in ungefähr so: “Ok, lass uns den Song vom Anfang versuchen” und dann hörten wir ihn durch. Manchmal war es: “Mmm…Ich glaube nicht, dass du hier das beste gegeben hast. Kannst du es nochmals versuchen?” oder “Das war cool! Hier bist du ein bisschen gestolpert, also lass es uns noch mal von hier probieren, das wird´s dann.“ Am Abend war Antti fertig. Es hat sich wirklich ausgezahlt, anständig zu proben und natürlich haben sich auch Anttis Fähigkeiten als Drummer bewährtt. Wisst ihr, dieser Typ kann auch locker Gitarre und Keyboard spielen!

Da hatten wir also alle 14 Drumtracks fertig zur Bearbeitung. Wir beschlossen, uns das für den nächsten Tag aufzuheben. Das bedeutete, dass Antti fertig war und dass ich am Montag mit Jani alleine im Studio sein werde. Und so war es. Wir gingen die Aufnahmen im Detail durch und bearbeiteten sie. Es ging langsamer als ich erwartet hatte (“Oh, ich habe diese Drumfills verpasst…es passt nicht wirklich.” “Warte eine Sekunde, ich glaube hier ist eine andere Aufnahme, die ein besseres hat”etc), aber nachdem das erledigt war, hatte ich ein bisschen Zeit, um Akustik Gitarre zu spielen.

Wir begannen mit einem Song namens Restless, welches einen einfachen Gitarrenpart beinhaltet, wo immer nur eine Saite gezupft wird. Da ich wollte dass es sehr präzise ist, dauerte es einige Zeit, es durchzuspielen. Es gab aber auch traditionelle Teile in denen ich die Gitarre nur schrummte. Das waren die einfachen. Ein oder zwei Aufnahmen und fertig. Jani war müde, also beschlossen wir am nächsten Tag weiter zu machen.


Am Dienstag war ich zurück für die Akustik Gitarre. Ich endete mit einer Taylor Gitarre, die Jani bereits im Studio hatte. Zuerst dachte ich, dass ich lieber meine eigene Takamine Gitarre nehme (denn deine eigene Gitarre passt dir wie ein Handschuh), aber ich mochte die Gitarre, die er vorschlug wirklich, nachdem ich sie eine Weile gespielt hatte. Stoneface brauchte im Refrain auch Akustik Gitarre. Wir beschlossen auch es in D anstelle von E zu spielen, weil wir wollten, dass es ein bisschen härter klingt. Ich stimmte die Taylor nur auf D, da sie ansonsten dickere Saiten und Rumbasteln gebraucht hätte. Hah, es brauchte einige Zeit, für meine Spielweise auf eine andere Stimmung einzustellen, obwohl nur eine Saite anders gestimmt war.

Dann haben wir diesen anderen Song. Antti spielt ihn hauptsächlich mit Besen und es ist viel Akustik Gitarre darin. Ich habe hier viel gezupft. Wir werden sehen, wie dieser Song klingen wird. Ein cooler neuartiger Song, oder einfach ein Bonus Track. Wir werden sehen!

Da ich irgendwie auch ein Bassist bin, wollte ich Zeit mit dem Vier-Saiter verbringen. Wir haben nur einen Song für meine Spielweise, wo viel Verzerrer den Sound attackiert. Dieser besondere Song wurde schon vor einiger Zeit geschrieben, also war ich damit ziemlich vertraut. Ich schaffte es in zwei Aufnahmen. Das erste war” Oh richtig, ich hätte so und so spielen sollen”. Das zweite hatte, was der Song brauchte.


Also, das ist es soweit! Wir gehen morgen wieder ins Studio (das heisst am 14 Januar, als das hier geschrieben wurde) und dann wird Jamo den Bass einspielen. Die Dinge werden reibungslos laufen, da er ein sehr solider Bassist ist.

Neues Video-Update unter http://youtu.be/GhbDfmtcF2I


Teil III - 14. Januar
Jamo sagte mir, dass er um 9.42 bei mir sein würde. Das war er auch. Ich war müde, da ich dazu neige, erst nach zwei oder drei Uhr am morgen schlafen zu gehen. Dieses mal glaube ich war es ein bisschen nach vier, als ich richtig einschlief. Also, dieses Mal nicht so frisch, sprang ich in Jaris Wagen und ab gings! Ich vergass meine Kamera zuhause, darum mussten wir nach einigen Minuten noch mal umdrehen. Hah, sorry Jari!

Dieses Mal kamen wir pünktlich im Studio an. Es waren nicht viele Vorbereitungen nötig, da Bass Amp und Setup bereit zum Rocken waren. Wie ihr wisst, hatte ich mein Bassmoment bereits einige Tage zuvor. Alles was zu tun war den richtigen Sound für Jamo zu finden. Das dauerte nicht sehr lange, da sein Fender Jazz Bass klingt…Na ja, wie ein Jazz Bass! Es ist ein vielseitiges Instrument. Ich glaube das ist der Grund, warum so viele Bassisten den benutzen.

Jani & Jari

Wie so oft nahmen wir den Bass direkt von der DI Box auf die Hard Drive auf und auch durch meinen Marshall Valve Amp, der WIRKLICH rockt. Der EBS Multi Drive Bass Verzerrung gab uns die Schärfen, die wir brauchten. Der Sound war in Nullkommanichts fertig - der Sound der wirklich keine Kompromisse macht! Was ja auch der Fall sein sollte. Das ist Rock’n’Roll, nicht wahr.

Jari stimmte sein Instrument und dann war er bereit, Geschichte zu schreiben. Wir begannen mit den Songs, bei denen er sich wohlfühlte, um loszulegen. Also Songs, die wir schon ein wenig länger spielen. Zuerst dauerte es auch ein wenig, den Typen einzustimmen. Es ist normal, dass es eine Weile dauert, die richtige Stimmung zu finden im Studio. Die Art, wie du dein Instrument gewöhnlich live spielst, ist vielleicht nicht die Art, wie es im Studio funktioniert, mit dem Click-Track Ticken im Hintergrund und all dem Zeug.

Nach einigen Aufwärm-Aufnahmen fand Jari wirklich die richtige Stimmung. Die meisten Songs liefen so: Jamo spielte zwei, vielleicht drei Aufnahmen und dann hörten wir sie durch. Wenn es etwas zu verbessern gab, haben wir es verbessert. Das Gesamtgefühl war grossartig und er spielte in einer sehr präzisen Weise. Nur vielleicht zwei Songs brauchten ein wenig mehr Zeit, da sie neu waren und wir immer noch über die richtige Weise nachdachten, an sie heran zu gehen. Und bald haten wir das auch im Kasten.


Jamo & Thunderbird

Alles in allem hat Jari einen guten Job erledigt – 13 Songs an einem Tag, ohne Kompromisse. Er hat auch seinen Thunderbird-ähnlichen speziell angefertigten Bass bei einigen Songs eingesetzt, wo wir auf D umgestimmt hatten. Der Bass röhrt wirklich volle Kanne! Etwas mehr Würze zum Mix.

Der Tag war vorbei und Jari hatte es wirklich verdient, gutes Essen und ein paar Bier zu bekommen. Wisst ihr, ich habe die meiste Zeit nur zugehört und produziert – und ich habe die Möglichkeit, jeden kleinen Erfolg auf dem Weg mitzufeiern. Danke Jari und danke Leute, dass ihr das lest.

Die nächste Herausforderung sind die Gitarrenaufnahmen. Ich denke, die werden mehr Zeit in Anspruch nehmen.

Bis später
J.


Part IV: 23.-25. Januar
Anza kam zu mir am Sonntag nach unseren Konzerten in Pieksämäki und Äänekoski. Wir stellten zwei Head+Boxen Verstärker (mein ENGL-Stack und Anzas Krank und eine selbstgemachte Box) nebeneinander auf, verkabelten und bereiteten sie für den nächsten Tag vor. Ihr müsst wissen, mein Zuhause ist kein richtiges STUDIO, es ist eineWohnung, aber glücklicherweise ist es zweistöckig und ich habe einen Raumt im Erdgeschoss für die lautstarken Verstärker augeräumt (sorry, Nachbarn!).

Ich habe mein Arbeitszimmer oder besser gesagt mein kleines Studio im Obergeschoss, wo ich meine Songs schreibe und meine Demos mache, mit professionellem Equipment (Genelec Aktivboxen mit Sub). Ich habe auch ein sehr gutes (transportables) Sound-System mit mehreren Kanälen und einem netten "de-esser" Vorverstärker (welcher u.a. Zischlaute entfernt, das starke S einiger Leute beim Singen oder Sprechen), sowie Kompressor und Equalizer.


Ich traf die Entscheidung, dass Shure SM57 eine gute Wahl für die Gitarrenaufnahmen ist. Ich habe auch ein Röhrenmikrophon und ein Kondensatormikrophon, aber laut meiner Erfahung …sie sind nicht wirklich was Besonderes. Vielleicht wenn wir mehr Zeit hätten zum Testen und Probieren, würde etwas Spezielles herauskommen, aber SM57 ist eine Wahl, bei der wirklich nichts schief gehen kann.

Ich erspar euch die Details, aber ich hatte einige Probleme mit dem Programm das ich benutzte, da es komplett neu für mich war, aber ich wollte sicher gehen, dass die Software es schaffte. Also, me, myself and I scheiterten für eine gewisse Zeit daran, sie in den Griff zu bekommen, aber mit der Zeit kam ich besser und besser damit klar (was ist mit der Gebrauchsanweisung? Die hilft einem wirklich nie wenn du in Eile bist,hah!) Um ehrlich zu sein, Anza brauchte auch seine Zeit, um in die richtige Stimmung zu kommen. Aber ich habe bereits zuvor darüber geschrieben. Aufnehmen ist eine komplett neue Welt. Das Gefühl, der Schweiss, der Lärm, das PUBLIKUM….sind nicht da. Also, muss man einen neuen Weg finden, an die Musik und das Spielen heranzugehen.

Endlich waren wir mit Volldampf beim Aufnehmen. Da die Uhr nicht auf uns gewartet hat, beschlossen wir mit den Solos anzufangen, mit einer komplett geschlossenen und stummen Gitarrenbox. Das ist eine ziemlich coole Erfindung (und auch platzsparend!), die vor allem bei den Gitarren Solos funktioniert (die höheren Noten). Bei der Rhythmus Gitarre funktioniert es nicht so gut, da es ziemlich dröhnt ist und die Kraft fehlt da einfach. Anza machte einen tollen Job bei den Solos, da er diese bereits komponiert hatte….Andererseits, bei diesem einen Song fragte ich ihn einfach IRGENDWAS zu spielen und er hat wirklich gezeigt, dass er sich die Fähigkeiten zur Improvisation angeeignet hat. Für mich funktioniert die Magie des Momentes meistens besser.


Stellen wir hier mal klar: Anza ist ein Künstler. Anti und Jari sind talentierte Musiker, aber sie sind auch Lehrer und Väter…Wisst ihr, sie MÜSSEN einfach gewisse Dinge im Zeitplan machen. Ich und Anza sind in einer anderen Lebenssituation. Anza muss in seine Gitarren verliebt sein. Als wir seine Sachen aufnahmen, war er voller Energie. Wann immer ich mir das anhören wollte, was wir gerade aufgenommen hatten… konnte er nicht aufhören, seine Licks zu spielen, egal was auch immer er spielt(County Musik, Gypsy Jazz, Metal Licks etc.). Wenn du ihm eine Gitarre gibst, spielt er sie den ganzen Tag. Er atmet und lebt die Musik, insbesondere Gitarren-Musik.

Wir hatten einen sehr stressigen Tag mit all den Schwierigkeiten. Also beschlossen wir, noch eine Episode South Park anzusehen und dann schlafen zu gehen.

Die beiden nächsten Tage waren ähnlich. Einen Song wählen. Den richtigen Sound finden für den Song. Ihn durchspielen und sicher gehen, dass die Interpretation ok war. Die Gitarrenaufnahmen machen. Einige Besonderheiten hinzufügen. Ein Solo spielen, vielleicht auch zwei…vielleicht auch drei! Also, so liefen die Tage ab. Wir nehmen ein paar gute Sachen für euch Leute auf. Im Moment mache ich gerade mein Teil und Anza kommt am Sonntag zurück.

Danke fürs Lesen!


Teil 5

Nach dem Anza gegangen war, nahm ich mir ein paar Tage frei. Ich musste ein paar andere Sachen erledigen (ziemlich eigenartig, eh?) und ich wollte ein bisschen Distanz nehmen von dem Zeug, das wir gerade aufgenommen hatten. Es ist ziemlich intensiv, zuerst die Songs zu schreiben, Demos davon zu machen, sie mit der Band zu proben, das Aufnahme-Demo zu produzieren und danach anzufangen, das offizielle Album zu machen. Du stumpfst vielleicht ein bisschen ab und merkst nicht mehr, was wirklich gut klingt und was´n Zeug ist, von dem du nur dachtest, dass es gut sei.

Da die Aufnahmen für die Gitarren bei mir zu Hause gemacht wurden, waren die Arbeitsstunden ziemlich unterschiedlich. Ich habe länger und kürzer daran gearbeitet, abhängig von den anderen Dingen, die meine Zeit in Anspruch nahmen. Zuerst wollte ich an den Gitarren für die Songs, die Anza bereits gemacht hat, arbeiten, da alle Sechs-Saiten-Tracks zusammen zu hören ein besseres Gefühl für die Songs ergibt. Zum Glück waren wir bisher alle glücklich mit dem Resultat.


Anza
Ich bin glücklich über die Rollenaufteilung mit Anza. Er ist der Lead-Gitarrist Typ mit all dem coolen Zeug, das Gitarristen mit ihrem Instrument machen. Ich bin ein Sänger und ein Songschreiber, der auch etwas Gitarre spielen kann. Ich spiele es gerne hart und halte Dinge ziemlich einfach. Anza mag es hier und da Gitarren Licks einzufügen. Wenn wir dass beide tun wollten, würden die Dinge schnell ziemlich chaotisch werden! Auf unsere Art funktioniert das gut.

Anza kam ein paar Tage später zurück und arbeitete zwei weitere Tage an seinen Parts. Ein bisschen Rhythmus Gitarre und auch (fantastische) Solos. Manches Zeug kommt einfach leicht raus und manchmal brauchen die Dinge einfach mehr Aufnahmen und Zeit. Kein Stress, das ist der Grund, warum wir es bei mir zu Hause machen. Keine Eile und kein Budget verbiegen.

Wenn ihr etwas mehr über unsere Aufnahme Session wissen wollt, bitte hinterlasst eure Fragen auf AHOLA’s Facebook-Seite (www.facebook.com/aholaband) oder meiner persönlichen FB-Seite (www.facebook.com/JAholaOfficial) .

Bald werde ich mit meinen Gesangsaufnahmen beginnen, mit Antto Tuomainen am Aufnahmeknopf, der mir sicher sagt: “Junge, Du kannst das besser!”

Danke fürs Lesen!

Teil 6

Die Dinge liefen ziemlich gleich seit meinem letzten Eintrag. Ich habe meine Gitarrenaufnahmen während dieser Tage gemacht und Anza kam zu einem kurzen Besuch und um einige seiner Tracks zu machen. Ich würde sagen, weil wir alle sehr beschäftigt sind, wurde das Ganze ein wenig schwieriger, aber ich habe es hinbekommen, meinen Teil beizusteuern und Anza wird bald all die Dinge erledien, die noch für ihn übrig sind.

Das einzige, das mich manchmal gestört hat - dass ich nicht den speziellen Sound für unsere Amps gefunden habe (wisst ihr, dieses gewisse Etwas, allerdings nicht unbedingt notwendig). Der Raum, den wir benutzen, ist kein Studio, also kann ich das Mikrofon nicht zu weit von der Kabine weg bewegen, ohne dass die Umwelt das Resultat stört. Und nein, es ist keine grosse Sache, da die meisten Gitarren mit Close-up Mikrofonen aufgenommen werden, aber wenn du nach etwas Speziellem suchst und du es nicht finden kannst, wenn du die Amps wechselst…dann willst du vielleicht einen neuen Platz für Mikrofone finden. Das ging nicht dieses Mal, leider!
Natürlich haben wir immer noch die digitale Welt mit unterschiedlichen Effekten, amp modelling etc. aber unter diesen Umständen ist es das Beste, den richtigen Sound zu finden, während man aufnimmt. Wisst ihr, das einzig Wahre ist das einzig Wahre.


Jussi in seinem Studio

Was noch? Letzte Woche ging´s an meine erste Gesangs-Session. Es stellte sich raus, dass das eigentliche Singen recht kurz kam, weil es mehr als nur eine Weile dauerte, alle Tracks zu transferieren und sie richtig zu platzieren. Das war etwas, dem wir uns sowieso stellen mussten, also kein Stress. Nach der ganzen digitalen Feineinstellung testeten wir einige Miks für mich und so. Als wir die richtige Kombination von Mikrofon und Vorverstärker gefunden hatten, sang ich einen Song fast komplett. Uns ging die Zeit aus, so beschloss ich, den Chorus fürs nächste Mal zu lassen. Jedenfalls ich fühlte mich gut, da es endlich um mein “Business” ging. Ich habe eigentlich auch ein bisschen Angst vor der Situation. Wisst ihr, jetzt: kein Scheiss, nur pures und klares Singen.

Ich kam am Dienstag zurück, um einige Aufnahmen zu machen. In der Tat sang ich die Songs noch einmal und das meiste klang auch besser. Das ist das Leben eines Sängers! Einige Tage sind einfach besser als die anderen. Ich sang auch Teile von “We Want Out” . Der Tag war kurz, weil es noch eine Planänderung gab, also machte ich mit dem Song am nächsten Tag weiter…was auch nicht wie geplant ging. Der Zug hatte enorm Verspätung (und MANN, es war ARSCHKALT beim Warten!) und ich musste bald nach Turku, um die Band zu treffen. Glücklicherweise schaffte ich es, alle Tracks zu singen, die der Song brauchte( auch einige Doppel und Harmonien).


Antto and J

Hier sind einige Antworten zu den Fragen, die ihr mir geschickt habt:

Paula wollte mehr über die Aufnahme Set-ups wissen. Wir HATTEN das Equipment im Obergeschoss und auch Anza, weil wir uns das auch dort anhörten. Was wir machten war die Amps und Mikrophone unten hinzustellen und die Gitarre mit einem laaaangen Kabel nach unten zu verkabeln. Das Mikrophon hatte auch ein langes Kabel nach oben und dort hatte ich den Vorverstärker und Kompressor etc. Hoffentlich hat dich das aufgeklärt!

Angela fragte, wie man fürs Singen die richtige Stimmung findet. Du liegst richtig, Studios sind irgendwie seelenlos und steril. Es ist verständlich, weil du den Sound überwachst und versuchst, es so klar wie möglich aufzunehmen, ohne irgendwelche Störungen. Aber ja, die meisten Studios könnten ein bisschen gemütlicher sein. Wie auch immer…du machst deine Musik dort und versuchst hineinzuschlüpfen. Es dauert für gewöhnlich eine Weile, den Stil und die richtige Stimmung zu finden für den Song. Ich denke, dass einige Erfahrung hier auch hilft.

Welche Gitarren benutzten wir? Ich nahm meine Gibson SG’s. Ich habe zwei Standard Modelle, eine auf D gestimmt und eine auf E. Ich habe auch eine SG mit drei einzelnen Pick-up Spulen, so ist der Sound irgendwo zwischen einer normalen SG und einem Stratocaster (wisst ihr, ein wenig schwirrender Sound). Ich mag ihn sehr. Anza benutzt seine Yamaha SG-Gitarre, die einen guten Sound hat. Er hat auch einen Stratocaster, eine PRS, eine Jackson wegen dem Floyd Rose Tremolo, eine Baritone Gitarre (ich kann mich nicht an den Hersteller erinnern) und viele andere. Wir probierten einige mit Antti, aber meist ging es mit seiner Yamaha am besten. Es ist nicht immer der Preis der Gitarre, der sie gut macht! (Ich sage nicht, dass die Yamaha Gitarre eine billige ist, jedoch sind Anzas Stratocaster und PRS Scheissteure Gitarren, aber sie klangen nicht so gut mit unserem Equipment.)

Nun, das ist alles für dieses Mal! Danke für’s Lesen!
J. Ahola


Letzter Teil
Hier sind wir. Die Dinge verliefen glatt und nicht so glatt. Wir hatten einige Probleme mit der Zeitplanung. Manchmal war es das Problem mit den Studiozeiten, manchmal war es einfach schwierig, zwei Leute zur gleichen Zeit in einen Raum zu bekommen. Antti und Jamo wurden krank und die Background-Vocals, die sie machen sollten, wurden verzögert. Solche Sachen. Aber die Dinge laufen wieder!

Ich habe viele Tage lang gesungen. Und zwar ziemlich kurz, zwischen zwei und fünf Stunden. Aber so mag ich es. Es locker nehmen und alles in deinem eigenen Tempo machen. Ok, manchmal hätte ich gerne länger am Gesang gearbeitet, aber für gewöhnlich musste etwas anderes gleich danach erledigt werden. So läuft das nun mal! Antto und Jussi von Ruuhkatukka Tuotanto waren sehr hilfreich während den Aufnahmen. Sie haben ihre Ideen geäussert, kritisiert und mir geholfen, dass ich besser singe, während sie den Aufnahmeknopf drücken. Ich denke, schlussendlich war ich selbst der anspruchsvollste Hörer meiner eigenen Stimme. Es ist schwierig, dir selbst beim Singen zuzuhören – und es zu mögen!

Anza kam vor einigen Tagen zu mir und erledigte alles, das noch übrig war. Eigentlich verliefen die Dinge sehr glatt und einfach. Es scheint, dass die Mitte der Woche uns beiden besser passt. Hah! Sonntage.. Montage. .fühlen sich beschwerlich und kraftlos an! Jedenfalls, einige Basis Tracks, kleine Extras und akustische Gitarrensounds wurden hinzu gefügt. Auch Bariton Gitarre, cool! Alle Gitarrenaufnahmen sind nun abgeschlossen.

Also, das Album ist bald fertig. Alle Hauptgesangslinien sind aufgenommen und es müssen noch ein paar Backgroundvocals und dergleichen gemacht werden. Es wird wirklich ziemlich hektisch werden, aber es scheint, als würden wir rechtzeitig fertig werden. Mir gefällt, was Jussi Kulomaa mit dem Mixing gemacht hat. Das wird ein geiles Album, das könnt ihr mir glauben!

Das wars. Das ist der letzte Teil des Studio Tagebuchs. Das nächste, was ihr nun machen müsst, ist das Album anhören, wenn es veröffentlicht wird. Danke und macht´s gut!
J. Ahola
www.aholaband.com


Vielen Dank an J.Ahola, der diese Studio Eindrücke mit uns teilte und das Tagebuch schrieb. Die Stalker Crew wünscht alles Gute für das kommende Album und den TV Showauftritt. (J.Ahola wird einer der Juroren von der TV Show Bilebändi 2012 sein https://www.facebook.com/#!/Bilebandi2012)


+ studiophotos: Ahola; bandphotos: Mirkku Merimaa; transl. S.Mahrer


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