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Charon - Tour Diary 2006

2006-05-25
Stadt / City Berlin, Luebbenau, Hannover, Gent, Vienna, Budapest, Sopron, Osijek, Belgrade 
Land / Country Germany, Belgium, Austria, Hungary, Croatia, Serbia 
Web www.charon.fi
 
Veranstaltungsort:
Location
diverse 
Datum / Date24 Feb - 05 Mar 2006 
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Die Geschichte, die Du jetzt lesen wirst, ist wahr und unschuldig. Sie wurde berichtet von dem namhaften Drumstick-Zerstörer Antti und aufgenommen von Manager Topi. …und es geht die Kunde, dass sie die ganze Nacht hindurch nüchtern gewesen seien.


Alte Feuerwache Club, Berlin, DEUTSCHLAND

Der Start

Nach einigen Wintertagen im Tourbus (und auch auf einer Fähre auf der Ostsee) kam der erste Auftritt näher. Die Shows for the Sinners-Tour landete mit einiger Spannung in der Luft in Deutschland. Von den Berliner Fans gab es eine herzliche Begrüßung. Wenn man die begeisterten Schreie und die Zahl der in die Höhe gereckten Fäuste bedenkt, müssen da ein paar gute finnische Musiker auf der Bühne gewesen sein (Eigenlob beabsichtigt). Ein ziemlich guter Start für die Tour mit einem großartigen deutschen Publikum. Das versprach so einiges für die Zukunft, aber es sollte anders kommen…


Ein stereotypischer finnischer Wodka-Tourist irgendwo unterwegs. Identität geheim!


Kulturhof Lübbenau, DEUTSCHLAND

The Bottom Touch

Der zweite Club war nur 100 Kilometer entfernt, so dass wir in bisschen Zeit hatten, um in Berlin am frühen Morgen einkaufen zu gehen. Nach intensivem teenager-ähnlichen Shopping machten wir uns nach Lübbenau auf. Während der nächsten Stunde versagte die Internet-Verbindung im Tourbus vollständig. Wir mussten eine traditionelle Landkarte ausgraben. Welch ein Schmerz! Schließlich fanden wir den Club in Mitten einer ruhigen ländlichen Gegend. Der erste Eindruck war ziemlich verwirrend. Die Backline des Clubs entsprach nicht wirklich unseren Anforderungen. Es war wahrscheinlich der dunkelste Moment der Tour, seit Teemu schlechtes estonisches Bier auf der Fähre probiert hatte. Wegen des inadäquaten Sound-Equipments mussten wir unsere Backing Tapes aufgeben und ein neues Set auf die Beine stellen. Wenn man die Umstände betrachtet, war der Auftritt okay – aber nichts, was ich meiner Mutter zu Hause erzähle.


Faust, Hannover, DEUTSCHLAND

Die Maschine

Der Trip nach Hannover war eingefärbt von dem olympischen Eishockey-Finale zwischen Finnland und Schweden. Trotz des schauderhaften Endergebnisses war der Gig eine nicht enden wollende, in die Höhe steigende Spirale. Und dieses Mal röhrten die Sound-Maschinen wie die Bestien der Hölle. Oder wenigstens reichten sie den Bedürfnissen unserer erfahrenen, aber anspruchsvollen Sound-Crew, die ihr bestes für das Vergnügen des Publikums gab. Die Zuschauer waren durchweg großartig – was können wir mehr sagen als DANKE!? Die Band war heiß und Zugaben krönten den letzten Deutschland-Gig. Der Trip nach Belgien begann wegen des großzügigen hannoveranischen Backstage-Angebotes in einem tiefen Rauschzustand. Arbeite hart - spiel hart, wie man sagt.


Frontline, Gent, BELGIEN

Das finnische Sisu (Eine genaue Übersetzung hierfür gibt es nicht, aber es meint die Finnische Eigenart nie aufzugeben)

Es war an der Zeit, Belgien zu erobern. Lauri, unser Neuling an der Gitarre, hatte sich auf dem Weg eine Magenerkrankung eingefangen, so dass der Gig jedenfalls für ihn ziemlich schmerzhaft sein würde. Glücklicherweise war der nächste Tag fürs Reisen verplant. Es hätte keinen besseren Zeitpunkt gegeben, um etwas Zeit abseits der Bühne zu haben. Wir bemerkten schnell, dass der belgische Promoter nicht viel für uns gemacht hatte. Die Anzahl der Zuschauer war recht klein, dafür aber baute uns das anwesende Publikum wieder auf. Lauris Kondition wurde während des Auftritts schlechter und das Publikum wurde Zeuge eines kotzenden Gitarristen. Aber als harter Profi spielte Lauri den Gig bis zum bitteren Ende. Als ob das Übergeben auf der Bühne noch nicht genug gewesen war, brannte die Hauptstromsicherung des Veranstaltungsortes am Ende des Konzertes durch und vertiefte die schmerzvolle Atmosphäre. Wir beschlossen, die Zugaben wegzulassen und unsere 1200-Kilometer-Reise nach Österreich so schnell wie möglich anzutreten.


Monastery, Wien, ÖSTERREICH


Ein freier Tag in Wien. Die Stadt ist fast so frisch wie diese großartigen, aber ignoranten finnischen Musiker, die ein paar billige, importierte Biere dem Urbock 23 vorziehen. Von links nach rechts: Lauri (guitar), Antti (drums) and J-P (vocals).

Die Mitte

Es war Zeit für die längste Reise auf dieser Tour: 24 lange Stunden im Nightliner Filme sehen und schlafen. Schritt für Schritt ging es unserem heldenhaften Gitarristen besser und zwei Tage Wasserdiät gehörten der Vergangenheit an. Am nächsten Morgen kamen wir im sonnigen Wien an und einige von uns schauten sich die wunderschöne Stadt und ihre Touristenattraktionen an. Am frühen Abend fuhren wir zum Monastery. Ein sehr netter Ort, um ein Konzert zu spielen, aber wegen der enormen Anzahl an Treppenstufen war unsere Crew doch ziemlich ausgepowert. Trotz dieser Überdosis an Treppenstufen war der Auftritt Energie geladen und angenehm. Dies war der letzte von drei Gigs, bei dem Das Scheit unserem Publikum einheizte. In Abschiedsstimmung schmissen wir eine kleine After-Show-Party. Wir mussten jedoch am nächsten Morgen in Ungarn sein, so dass wir los mussten, bevor die Party richtig anfing.


MetalMania Festival, Budapest, HUNGARY

Das Metal-Fest

Wir kamen am frühen Morgen beim Metal-Fest-Gelände an und stellten fest, dass dies aufgrund der Festivalnatur des Events die qualitativ besten Bedingungen während der Tour werden würden. Unsere Auftrittszeit lag am Nachmittag, so dass wir unsere Setlist auf 45 Minuten herunter brechen mussten. Es waren eine Menge Leute da und das kürzere Nachmittags-Set war ein echter Homerun! Wir hatten sogar Zeit, uns die anderen Bands nach unserem famosen Auftritt anzusehen. Als wir unsere Pflichten mit der Autogrammstunde vollbracht hatten, ging es Richtung Hotel und wir ließen das Festival hinter uns. Aus irgendeinem seltsamen Grund musste die komplette Mannschaft Stunden an Schlaf nachholen and es gab nur eine Kur dafür – ein langer Nachtschlaf in einem ordentlichen Hotelbett.


Hangar Music Garden, Sopron, UNGARN


Die gesamte Shows for The Sinners-Sippschaft posiert vor dem luxeriösen Nightliner in Sopron, Ungarn. Von links nach rechts: Antti (Schlagzeug) Teemu (Bass), Busdriver, Pasi (Gitarre), J-P (Gesang), Adam (aus Ungarn), Lauri (Gitarre), Japa (Licht), Kakke (Sound) und Jani (Roadie).

Die Working-Class-Party

Wieder einmal starteten wir in unseren Tag mit Reisen. Dieses Mal war das Ziel Sopron. Außerdem begannen wir diesen Tag mit Feiern – es war Pasis Geburtstag. Zu Ehren unseres geliebten Gitarristen machten wir ein bisschen Party. Das Publikum war reichlich erschienen und wir schafften es, sie aufzuwärmen. Irgendwann waren sie sogar ziemlich begeistert. News-Hotline: Wilde Gothic Party in Sopron! Währemd der Zugabe caked wir unseren Geburtstagshelden. Nach den Zugaben half uns die Crew, schnell zurück ins Hotel zu kommen.


Club Bastion, Osijek, KROATIEN

Das vorletzte Kapitel

Als wir die Grenze zu Kroatien passierten, wurden wir von einer Gruppe von Männern in weißen Space-Anzügen attackiert. Falscher Alarm – sie wollten lediglich die Reifen unseres Busses wegen der Vogelgrippe desinfizieren. Der Club war auch tatsächlich in einer alten Bastion wie es der Name schon sagt. Endlich wussten wir also, wie ein Gefängnis so ist! Nach dem Soundcheck unternahmen wir eine kurze Tour durch das schöne Osijek. Als wir zu der Bastion zurückkehrten, überraschte uns die große Anzahl an blau-weißen Flaggen und finnischer Anerkennung. Die Leute waren wirklich sehr freundlich und bescherten uns ein herzliches Willkommen. Einige Zuschauer kannten den berüchtigten finnischen Skispringer Matti Nykänen. Ziemlich spaßig. Wenigstens wissen sie irgendetwas über Finnland, auch wenn Matti wahrscheinlich nicht unbedingt der größte Gewinn für Finnland ist. Verglichen mit J-P im internationalen Markt… Dem Sound-Equipment fehlte der Druck, aber bedenkt man die gefängnis-ähnlichen Zustände, war der Auftritt okay.


Dom Omladine, Belgrad, SERBIEN


Dies ist das Ende, Sünder-Freund, mein einziger Freund, das Ende. Charon verneigt sich vor den Zuschauern in Belgrad. Von links nach rechts: Lauri (Gitarre), Antti (Schlagzeug), Teemu (Bass), J-P (Gesang) und Pasi (Gitarre).

Das große Finale

Wir näherten uns dem Ende der Tour. Der Wecker klingelte früh am Morgen, damit alle noch in die Stadt kommen, um Souvenirs für die Familie zu Hause zu kaufen. Nach einem kurzen Spaziergang schmiss unser treuer Busfahrer den Motor an und fuhr uns Richtung Serbien. Allerdings schlief unser Navigator und wir nahmen einen Zick-Zack-Kurs, ehe wir den Weg via Nova Sad nach Belgrad fanden. Dom Omladine war ein großartiges Venue und die Atmosphäre hätte fast die Decke gesprengt. Sogar unser Soundmann Kakke sang den letzten Song hinterm Mischpult zusammen mit dem Publikum. Die serbischen Zuschauer waren das absolut beste Publikum in der Konzertgeschichte Charons. Die Tour hätte kein besseres Ende haben können. Wir spielten mit totaler Begeisterung und die Leute waren unglaublich! Nach dem Auftritt ging die Party im Hotel weiter – auch wenn der Gedanke an den 3500 Kilometer weiten Heimweg in unseren Köpfen herumschlich. Aber das ist eine andere Geschichte.

Nun ist es an der Zeit, das Buch für diese Tour zu schließen. Die Fortsetzung wird im Oktober niedergeschrieben. Verfolgt http://www.charon.fi für neue Tour-Infos.


The Shows for The Sinners - Crew

Sinners:


J-P Leppäluoto
A. Karihtala
L. Tuohimaa
P. Sipilä
T. Hautamäki

Showmen:

K. ”Kakke” Vähäkuopus
J. ”Japa ” Roukala
J. ”Jani” Jokela
R. ”Busfahrer” Siuvatti
M. ”Tour-Manager / Merchandise” Reif



Antti Karihtala & Topi Hanhela (Charon), translation: Melanie Haack


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