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Graspop Metal Meeting 2007

2007-06-28
Stadt / City Dessel 
Land / Country Belgien 
Web www.graspop.be
 
Veranstaltungsort:
Location
 
Datum / Date22.-25.06.2007 
Bildergalerie / Picturegalerie Graspop_2007 
Photos: Aziza Schwenke 
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Ich muss dem Graspop 2007 einfach die vollen 10 Elche geben: Party pur, ein wirklich fantastisches Line Up mit den Top Bands aus jedem harten Genre und ich habe nicht einen einzigen schlechten Auftritt gesehen! Einziger Kritikpunkt - es war etwas schwierig, am Sonntag Zeit zum Trinken zu finden, aufgrund der vielen Shows, die man nicht verpassen durfte! Die Organisation lief beinahe reibungslos. Ich habe zwar von Problemen gehört, konnte mich aber selbst nicht davon überzeugen. Nur Samstagnachts kam es aus unerklärlichen Gründen am Ausgang zum völligen Stillstand. Aber auch das endete lustig, als die Stellzäune fallen mussten und die Festivalbesucher sich ihren Weg durch den dunklen Wald bahnten. Die meisten Preise waren fair für ein Festival: z. B. 2 Euro für Kriek, das belgische Kirschbier, 3 Euro für einen Burger oder Hot Dog, wobei 7 Euro für einen Döner doch etwas übertrieben ist. Das Essen war auch genießbar, bis auf wenige Ausfälle mit seltsamer Konsistenz ("Was hast du bestellt? Kotz´ auf meinen Teller und wärm´s auf?") Übrigens hatten die Festivalbesucher mit den kostenlos bereitstehenden Boxautos auch abseits der Moshpits die Gelegenheit ineinander zu crashen. Zu Metalsound versteht sich! Lustige Idee!
Das Wetter war nicht so freundlich wie in den Vorjahren. Statt der Staubwolke, die normalerweise das ganze Gelände in "atmosphärischen Dunst" hüllt, kamen einige Schauer herunter und luden zu Schlammschlachten ein.



Freitag 22. 6.

Grave Digger spielen ein festivaltypisches Hitset mit Songs wie "Last Supper" und "Rebellion". Obwohl die Band nur über einen Gitarristen verfügt, ist der Sound fett und die Show endet mit einem lautstark mitgesungenem "Heavy Metal Breakdown". Guitar Hero Joe Satriani ist natürlich Pflichtprogramm für alle anwesenden Gitarristen. Ein lohnendes Pflichtprogramm! Diejenigen, die von seinem Livealbum begeistert waren, werden nicht enttäuscht. Und es ist nicht nur beeindruckend, sondern die Musiker überzeugen auch mit Spielfreude. Ein echter Gute-Laune-Gig! Eine wirklich erstaunliche Inszenierung ist Therions Performance. Sie kommen mit atmosphärischer Deko á la Gruselschloss, samt Kerzenleuchter und Metallzäunen. Die Band ist mit 2 Sängern und 2 Sängerinnen immer extrem präsent und bietet fantastische Chöre. Die ganze Truppe überzeugt mit musikalischer Perfektion und klarem, aber druckvollen Sound.


Samstag 23.6.

Heaven and Hell sieht man zwar an, dass sie älter geworden sind, doch das Musikalische stimmt immer noch und Ronnie James Dio bleibt ein echter Frontmann! Dimmu Borgir spielen eine mitreißende Show in einem proppenvollem Zelt und Songs wie "Kings of the Carnival Creation" und "Mourning Palace" prügeln ordentlich. Iron Maiden beginnen ihren Gig mit einigen Songs von "A matter of Life and Death", aber der Funke springt erst über, als "Wrathchild" das Best-of-Programm einleitet. Während den alten Hits wehen die Flaggen und fliegen die Mähnen. Anlässlich des 25ten Geburtstags von "The Number of the Beast" gibt es viele Songs des Kultalbums, z.B. "Children of the Damned", welches die Band schon lange nicht mehr gespielt hat. Und natürlich fehlen die typischen Maiden-Elemente auch nicht: Ein übergroßer Eddie wankt über die Bühne und späht aus einem Panzer hervor. Eine große Show, aber Bruce Dickinson ist anscheinend unverständlicherweise nicht zufrieden mit dem Gelände, und Maiden spielen nicht die vollen angekündigten zwei Stunden. Schade!



Sonntag 24. 6.

Eluveiti eröffnen im "Marquee 1", jenem Zelt, das an diesem Tag von Folk und Pagan Metal eingenommen und von der Plastik-Schwertschwinger-Fraktion, stolzen Aufblasaxtträgern und Trinkhornbesitzern regiert wird. Schon kurz nach 12 Uhr mittags haben viele von ihnen den Weg hierher gefunden und der eingängige Folk Metal der Schweizer scheint alle Müdigkeit zu vertreiben. Kein Wunder - wo sonst sieht man noch einen Flötenspieler wild headbangen? Als Turisas die Bühne mit der üblichen Kriegsbemalung und Blut entert, ist die Reaktion des Publikums anfangs noch etwas verhalten. Doch zum Glück weiß Warlord Nygard, was das Graspop Volk braucht: Trinklieder, Disko, oder noch besser: Battle Metal! Und so kommt doch noch Stimmung auf. Die Band hat es verdient! Der Metal-Anteil bei Korpiklaani ist relativ gering, trotzdem erfreuen sich die humppalastigen Finnen großer Beliebtheit unter den Metalheads, und so verwandelt sich Marque e 1 in eine einzige Party mit Massentanzaktionen, Moshpits und Circle Pits. Getoppt wird das allerdings von Finntroll. Vielleicht will die Band nun ernster sein, doch in Marquee 1 scheint das kaum jemand zu bemerken, besonders das, nennen wir es "Heavy-drunken-humppa-dance-pit". Finntroll bringen das Zelt zum Kochen! Die Menge feiert die neuen Songs beinahe genauso ab wie die alten Hits. Ein echtes Highlight! Johan Hegg, der Frontwikinger von Amon Amarth hat sein Publikum einmal mehr im Griff. Wo er hinschaut, erhebt sich ein Meer von Hörnern, wenn er zum Schreien auffordert, ertönt dröhnendes Kriegsgeschrei. Die Joms-Wikinger sind auch wieder dabei und selten geht ein Zelt von vorne bis hinten so ab. Hammerfall beweisen mit ihrer Show, dass sie keine todernsten Poser sind, sondern präsentieren sich auf sympathisch humorvolle Weise: Beispielsweise als Joacim Cans eine Ansprache an die "Templers of Belgium" hält, zeigt Drummer Andres Johans son der Kamera seinen nackten Arsch, der auf der Leinwand erscheint. Ansonsten: Solide Powermetal Show! Children of Bodom, zum ersten Mal auf der Mainstage, haben einen wirklich guten Sound und eigentlich ist alles wie immer bei ihren Gigs: Das Moshpit ist beachtlich und zwischen den Songs gibt es eine Menge "Fuck", "shit" und "Motherfuckers". Der Kameramann hat eindeutig eine Vorliebe für blonde Fotografinnen und so erscheinen nicht nur Alexi & Co, sondern auch ihr herauslugender String ab und zu auf der Leinwand. Einen Ozzy Osbourne Gig zu sehen rentiert sich für Fans sicherlich, auch wenn die Gesangesqualität von Strophe zu Strophe doch deutlich schwankt. Trotzdem findet sich eine große, gut gelaunte Menge vor der Bühne, obwohl es Sonntagnacht ist und viele Traurige und Betrunkene sich im hinteren Teil des Geländes sammeln.

Fazit: Graspop 2007 überlebt! 100% Party und Metal! See you next year, Belgien!

Aziza Schwenke


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10/10