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Wenn ich mich schon auf den Weg nach Kopenhagen (19.10.2012)gemacht habe, um mir das Konzert von Halestorm anzuschauen, so lag nichts näher, als sich auch mit Sängerin und Gitarristin Lzzy Hale zusammen zu setzen und sich über ihr Leben, das Touren und die Musik der Band zu unterhalten.


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Wie war dein Tag bisher?
Bisher war es gut. Ich habe guten Kaffee und Essen auf der anderen Straßenseite gehabt (lacht), ich bin wirklich froh darüber, wieder hier in Kopenhagen zu sein. Das letzte Mal, wo wir hier waren, war es mit der Taste of Chaos Tour und das war recht verrückt, ich erinnere mich daran wie das Publikum richtig abgegangen ist. Wenn das Publikum heute Abend so ist, wird es super sein.

...und wie waren die letzten Konzerte?
Diese Tour war wunderbar, recht überraschend eigentlich, da es das erste Mal ist, dass wir hier als Headliner spielen und all diese Dinge die wir in unserer eigenen Show machen – wir waren wirklich nicht sicher, ob jemand kommen wird. Die ausverkauften Shows und all dies machen es wirklich zu einer tollen und unvergesslichen Tour.

Was sind das denn für Erinnerungen?
Na ja, wir habe eine Menge geschmissen, eine Menge Bier, und eine Menge toller Momente mit den Jungs, halt diese Momente hier und da – weißt du, es ist das erste Mal, dass wir hier als Headliner spielen und unsere eigene Show machen können und jedem zeigen können wer wir sind, daher ist es verrückt. Wir haben einmalige Erfahrungen gemacht, zum Beispiel habe ich das erste Mal meinen Geburtstag hier gefeiert, wir waren an diesem Tag in München und zwischen jedem Song haben sie „Happy Birthday“ auf Deutsch gesungen und es war fantastisch.

Hast du denn etwas Besonderes an deinem Geburtstag gemacht?
Nein, nur die Show, aber die war wirklich besonders genug, es war wirklich gut.

Im Vergleich zu hier, spielt ihr in den USA so viel größere Hallen, wie fühlt es sich als jetzt hier im Vergleich an?
Weißt du wie es sich anfühlt? Es ist eigentlich gut, weil wir hier erst am Anfang stehen, was unsere eigenen Shows angeht, aber es wurde schon übertroffen – wir haben unsere erste Headliner Tour in den USA gemacht und es war größer als hier, aber sie war nicht ausverkauft und viele wussten nicht wirklich, wer wir waren, aber der Fakt, dass wir hier her kommen und die Shows schon ausverkauft sind und uns die Leute kennen, da sind wir schon einige Schritte weiter von wo wir standen, als wir in den USA die Headlinershows angefangen haben zu spielen. In vielerlei Hinsicht ist es ein neuer Beginn, aber es wurde auch so oder so sehr übertroffen.

Da wir schon über die Shows reden – es gibt ein paar Lieder, die ihr schon für eine richtig lange Zeit spielt und dann sind sie von der Setliste verschwunden – und dann gibt es Lieder, die scheinbar immer auf der Setliste bleiben. Wie entscheidet sich so etwas?
Weißt du, es ist lustig. Es kommt wirklich darauf an, aber jetzt wo das neue Album veröffentlicht wurde, mussten einige alte Lieder erst mal für eine Weile beiseite geschoben werden, damit wir die neuen Lieder spielen können, aber oftmals kommen sie auch wieder. Ich denke nicht, dass es einen Song gibt, der permanent verschwunden ist, die Leute fragen nach wirklich alten Liedern, wie von unserer 5 Lieder EP und es endete damit, dass wir einen davon gespielt haben und uns schnell daran erinnern mussten, wie der nochmal ging. Ich weiß nicht, ich denke, es kommt wirklich darauf an – die besseren der alten Lieder, wie „It´s not you“, den wir jetzt seit 10 Jahren spielen“, sie sterben einfach nicht (lacht). Und dann gibt es auch noch die anderen Lieder, wo wir denken „oh okay, lass uns mal eine Pause machen und sie nicht spielen“.


Aber gibt es da auch diesen Gedanken, von einem bestimmten Song im Live-Set einfach die Schnauze voll zu haben?
Ich denke nicht, dass es je einen Song gegeben hat, wo das der Fall war, ein Lied wird nur alt, wenn man es immer und immer wieder üben muss. Aber wenn man ein Lied live spielt, dann gibt das Publikum dem Lied ein neues Leben, an jedem Abend ist es etwas anderes, daher ist es egal, ob man das Lied schon immer gespielt hat oder nicht.

Wenn man Musiker und bekannt ist, bringt es einen in die Situation, dass die Leute sehr am Privatleben interessiert sind...
Oh definitiv... (lacht)

...und wie fühlt sich das für dich an?
Ich habe nicht wirklich viel, was ich verstecken will, das meiste von meinem Privatleben, das erzähle ich Leuten, verstecke ich im Offensichtlichen, alles ist schon irgendwo, man muss nur danach suchen und manche Leute sehen einfach nicht alles. Aber ich weiß nicht, ich versuche die Dinge zu trennen und nicht jedem wirklich alles zu erzählen. Aber ich denke am Beginn der Karriere muss man entscheiden, ob man ein totaler Einsiedler sein will, mysteriös und absolut nichts zeigt oder ob man das Gegenteil ist, a la „hier bin ich!“. Ich würde eher auf der Seite der Ehrlichkeit und des „hier bin ich“ sein als zu versuchen jemand zu sein, der ich nicht bin.

Aber war es jemals der Fall, zum Beispiel während eines Interviews, dass jemand die Grenze überschritten hat mit einer Frage bezüglich deines Privatlebens?
Hm, manchmal. Aber meistens haben die Leute Respekt davor, dass es Dinge gibt, über die ich im Moment nicht sprechen will, vielleicht nächstes Jahr, aber da gibt es Dinge, wo ich einfach antworte „Sorry, aber ich kann dir das jetzt nicht erzählen“, die Art von Antwort. Man hat immer mal wieder ein paar wirklich hartnäckige Leute, „komm schon, erzähl mir mit wem du ausgehst!“ oder „Erzähl mir, mit wem du zusammen bist“ – es ist dieses „nein, noch nicht, ich werde es dir irgendwann erzählen...aber noch nicht jetzt“.

Irgendwann...das bedeutet “vergiss es einfach”...
Vielleicht, es kommt drauf an. Es gab eine Zeit in der Leute so waren – weißt du, es ist ein recht kleiner Dating-Pool für mich und jeder spekuliert, mit wem ich ausgehe. Das Problem, das ich habe, ist, dass die Leute, mit denen ich ausgehe und ausgegangen bin, von den anderen auch gekannt werden (lacht). Und daher ist es eine recht schwere Zeit bis wir beide soweit sind um zu sagen „hier sind wir!“, daher ist es mehr oder weniger eine Antwort wie „Ich werde es dir nicht jetzt sagen, aber ich werde es dir vielleicht später erzählen, du wirst es sehen!“.

Ist das eventuell ein Nachteil deiner Arbeit?
Ich weiß es nicht, ich denke es ist manchmal spaßig. Es ist lustig zu wissen, dass man den Leuten irgendetwas was falsch ist, erzählen könnte und das Ganze wie eine Bombe einschlagen würde, so etwas in der Art. Es macht Spaß zu wissen, dass man die Leute so an sich binden kann, aber ich denke, es ist nie wirklich negativ, wenn sich Leute für einen interessieren. Ich denke, dass es bewegend ist und auch wenn es eine andere Seite gibt, ich sehe die mich schätzende Seite, dass mich Leute kennenlernen wollen, weil, ich weiß nicht warum sie das wollen (lacht), aber es ist nett.

Also gab es denn einen Punkt, wo du gedacht hast, dass es um die Musik und nicht nur um dich als Privatperson gehen sollte?
Nun ja, es ist interessant. Ich denke alles kommt zusammen, wenn man einmal ins Musikbusiness geht und in das ganze Rock´n´Roll Zeugs kommt (lacht), jeder ist am Leben von jedem interessiert – ich kann mich daran erinnern, wie ich alles über meine Lieblingsstars wissen wollte und all das ist am Ende ganz natürlich so, neugierig zu sein, und daher denke ich nicht, dass es etwas Negatives ist...

Eure Fans sagen immer, dass sie ihr Leben in deinen Lyrics wiederfinden können – setzt es dich nicht unter Druck, da man davon ausgehen könnte, dass die Fans immer solche Lieder erwarten?
Weißt du, besonders bei dieser CD, ich habe nicht zu viel darüber nachgedacht, ich hatte die Einstellung, dass wenn ich etwas durchstehen musste, gibt es sicherlich noch eine weitere Person, die das gleiche durchmachen musste. Ich denke über so etwas nicht zu viel nach, weil ich sonst zu viel darüber nachdenke und dann zu bemüht bin und das nach hinten losgeht. Wenn man sich hinsetzt und ein Lied schreibt, und man zu sehr in eine Richtung geht oder sich zu viele Sorgen macht, wie das Lied wohl wird, wird es ein schlechter Song (lacht). Man kann es hören, wenn man zu viel nachdenkt, zu ausschweifende Worte anstatt zum Punkt zu kommen und das zu sagen, was man eigentlich ausdrücken will. Daher versuche ich nicht zu viel darüber nachzudenken, aber wir haben viele Briefe oder Leute, die uns sagen, wie sehr ihnen ein gewisser Song geholfen hat oder „du sagst das, was ich gerne sagen würde“ mit einem Lied und das ist so toll zu hören, weil im Gegenzug ich mich dann nicht mehr so alleine mit meinen Gefühlen fühle, weil ich weiß, dass ich jeden Abend auf der Bühne stehen kann und es eine Menge Leute gibt, die wie ich sind und dieselben Dinge erlebt haben.



Waren die Musik und das Schreiben immer deine Art, dich auszudrücken, deine Gefühle und Erfahrungen?
Ja, meistens, besonders als ich jünger war, war es schwer für mich – hm, lasst uns sagen du bist mein bester Freund, oder meine feste Freundin oder mein fester Freund, okay, und wir setzen uns zusammen, weil wir ein Problem haben, dann war es für mich schwer mich Angesicht zu Angesicht hinzusetzen und zu sagen “schau, das ist wie es ist”. Ich es ist jetzt viel leichter weil ich älter bin, aber ich würde immer eher Briefe, Notizen oder Lieder schreiben. Manchmal – eigentlich ist es lustig, das allererste Mal, als ich einem Jungen sagte, dass ich ihn liebe, wusste ich nicht wie ich ihm „ich liebe dich“ sagen sollte, so wenige Worte, aber es war so schwer, sodass ich ihm ein Lied geschrieben habe und hoffte, dass er den Hinweis verstehen würde und so war es auch. Aber ja, es war immer eine logischere Angehensweise in meinem Kopf, wenn es darum geht, Gefühle oder die Last von den Schultern zu bekommen. Ich weiß jedes Mal, sogar jetzt, wenn ich wegen etwas verletzt bin, endet es damit, dass ich mich hinsetze und aufschreibe, wie es mir geht und das hilft.

Das erinnert mich an mich selbst, etwas aufzuschreiben gibt einem ein anderes Gefühl über die Sache...
...wenn man etwas aufschreibt, dann kann man es sich anschauen und dann die Gefühle besser verstehen...[mehr Erklärungen, inwiefern das Schreiben mir selbst hilft folgten] Es ist interessant, das von jemand anderem zu hören, weil ich mich daran erinnerte, dass, als ich jünger war, viele Leute es nicht verstanden haben „warum hast du dich entschieden das zu machen? Warum machst du...?“. Es ist schwer, manchmal ist es wirklich schwer sich mit jemandem zusammenzusetzen und über Dinge zu reden, oder manchmal habe ich einfach nicht die beste Idee im Kopf, wie ich etwas ausdrücken soll und es ist immer so viel leichter es aufzuschreiben als (macht ärgerlichen, verzweifelten und frustrierenden Ton) weißt du, man endet immer in Problemen, wenn man etwas sagt, was man eigentlich nicht so meint...

Aber gibt es denn noch eine andere Art von Kunst, die du gerne nutzt um dich auszudrücken?
Ich mache Schmuck und Kleidung aus wiederverwertbaren Dingen, ich mache Schmuck aus alten Reifen und all diesen Dingen, die kaputt sind oder nicht mehr genutzt werden. Also mache ich das und im Bereich des Schreibens, mag ich es auch Kurzgeschichten zu schreiben - ich muss meine Hände beschäftigt halten, immer etwas machen und es ist eine nette kreative Sache, diesen Schmuck und alles zu machen, eine nette Sache neben Halestorm, weißt du...

Lass uns versuchen wieder zur Musik zurück zu kommen – viele Bands haben schon mit Orchestern zusammengearbeitet, auf CD und auch live. Es scheint eine Art Trend zu sein – was denkst du darüber und wäre es auch eine Option für euch?
Ich hätte nichts dagegen – mein absoluter Favorit war, als Metallica das gemacht haben, ich dachte, dass es eine wirklich schöne Kombination aus hartem und wundervollen Klängen war, weißt du. Das war wirklich cool. Ich bin nicht abgeneigt, so etwas zu machen, wir haben es noch nicht gemacht – na ja, wir haben es zwei oder drei Mal auf CD gemacht, wir haben etwas für das letzte Album gemacht, für “I´m not an Angel“ und für „Familiar Taste of Poison“. Es hatte ein Quartett, es war schön, schön anzusehen als sie es aufgenommen haben, es war wunderbar. Ich bin auch nicht abgeneigt, es live zu machen, das wäre super, aber leider ist das im Moment sehr teuer (lacht). Da gibt es ein kleines Geldproblem, aber wir werden sehen...

Da du das Streicherquartet erwähnt hast – du erwähntest einmal, dass du gerne elektrische Geige spielen würdest...
Ja, ich würde es gerne lernen, elektrische Geige zu spielen...aber ich wäre auch gerne gut, was das Schlagzeugspielen angeht, ich kann den Takt halten aber ich bin nicht so gut wie mein kleiner Bruder, daher ist das so eine “aaaah ich muss besser sein”-Situation. Elektrische Geige war etwas, was ich machen wollte, als ich ein Kind war, aber ich habe dann stattdessen angefangen Gitarre zu spielen und es so geliebt, aber ich denke jedes Mal, wenn man etwas neues ausprobiert, inspiriert einen das und es hilft...das ist warum ich glücklich darüber war, dass das Schulsystem für Musik besser war in den USA weil ich denke, dass Musik etwas war, was mir beim Aufwachsen geholfen hat.

Wenn du zu deiner Kindheit und deiner Teenager-Zeit zurückdenkst, was würdest du denn als deine größte Herausforderung im Leben zu dieser Zeit bezeichnen?

Mein Hauptproblem als ich ein Kind war, um die 14 Jahre alt – wir haben die Band angefangen, als ich 13 war und ich dachte, dass jeder wirklich glücklich für mich sein würde, weil ich etwas gefunden hatte, was ich wirklich mit meinem Leben machen wollte und etwas hatte, was meine Leidenschaft war, aber viele Leute verstanden das nicht. Meine Eltern haben das aber zum Glück verstanden. Aber meine Freunde fanden die Idee nicht so toll. Als ich in der Schule war, endete es damit, sie waren wirklich...na ja es war als hätte ich jeden Tag einen Streit mit Leuten, die mich fragten “bist du dir sicher, dass du das machen willst, es ist seltsam, ich denke es ist keine gute Idee. Du solltest einen Plan B haben” und ich sagte immer nur “nein nein nein, das ist das was ich machen will, ich schwöre ich werde es machen und ich werde es schaffen” und all diese Sachen, sie haben auch die Musik, die ich mochte, nicht verstanden. Und dann haben plötzlich die Leute, von denen ich dachte, sie seien meine Freunde, sich über Nacht entschlossen, dass sie das nicht mehr sein wollten und ich dachte mir nur „Moment, was soll das, ihr solltet euch für mich freuen“. Also ja, das war ein Kampf für mich, weil man sich seinen Weg selbst aussucht und Dinge in seiner Art und Weise macht und andere Dinge eben nicht. Ich bin nicht zur Uni gegangen, ich habe nicht meine Highschool-Liebe geheiratet und habe keine Kinder, ich habe keinen normalen Job gehabt und so ist es auch bis jetzt, weil ich sehr besitzergreifend bin, was meine Idee angeht. Daher denke ich, dass es für einige Leute schwer ist, mich zu verstehen und sich einfach für mich zu freuen, und als ich jung war, war es für mich schwer zu sagen „ist mir egal“ und einfach das zu machen, was ich wollte. Weißt du, es ist schwer, weil man sich im Hinterkopf immer fragt „bin ich wirklich so verrückt” weil ich das machen will, vielleicht haben sie Recht, aber ich bin froh, nicht auf sie gehört zu haben.



Aber jetzt hast du einen Plan B, falls...
...es Halestorm irgendwann nicht mehr geben sollte? Weißt du was? Nein (lacht). Das Einzige, was ich – wenn Halestorm sich entscheiden würde, sich aufzulösen - machen würde, wäre wohl immer noch etwas mit Musik zu machen, ich würde immer noch schreiben. Das Gute ist, dass wir es soweit gebracht haben, dass wir immer noch einfach ein paar Shows spielen könnten, wenn wir kein Label mehr hätten und wir es uns nicht mehr leisten können, ins Ausland zu reisen... wir könnten etwas anderes als Musiker machen, aber ja, ich kann nichts anderes wirklich gut (lacht). Und ich bin eine schlechte Kellnerin, sogar das... Ich bin wirklich schusselig, es ist eine Hausforderung, ich weiß nicht – man könnte ein Glas Wein in die Mitte eines Football-Feldes stellen und irgendwie würde ich einen Weg finden, es umzustoßen, auch wenn ich wüsste, dass es dort steht. Es ist wahnsinnig lustig.

Jeder verändert sich mit der Zeit, was denkst du hat sich am meisten bei dir verändert seitdem du als professionelle Musikerin arbeitest?
Hmm, je älter ich werde, desto besser wir mein Selbstbewusstsein, ich war damals ein wirklich schüchternes Kind. Sogar in den Anfangsjahren von Halestorm musste ich meine „großes Mädchen“-Schuhe anziehen und dann auf die Bühne rausgehen und versuchen, nicht schüchtern zu sein. Ich habe das Gefühl, genau in diesem im Moment, dass es mir nie klarer gewesen ist, was ich mag, und dass ich weiß wer ich bin; ich habe viele Jahre gebraucht, um herauszufinden, wie ich mich in meiner eigenen Haut wohlfühlen kann und nicht eine Maske aufsetzen und so tun muss, als wäre alles okay. Ich denke, ich bin jetzt ehrlicher zu mir selbst. Ich weiß nicht, es war eine verrückte Zeit...

Lass uns zu ein paar lustigen Fragen kommen...Wenn du alle Bandmitglieder in einem Märchen unterbringen müsstest, welches Märchen wäre es und wer würde welche Rolle übernehmen?
Oh Mann (Stille). In einem Märchen, das ist eine schwere Frage. Lass mich nachdenken (Stille). Ich würde Schneewittchen sagen, weil es sehr leicht wäre, sie als Zwerge unterzubringen, aber das wäre zu einfach, daher muss ich mir etwas anderes einfallen lassen. Mir fällt gerade kein anderes Märchen ein... Ich werde das jetzt versuchen und nehme Die Schöne und das Biest, aber niemand ist das Biest, vielleicht ich, vielleicht bin ich das Biest. Ich mache das: Ich bin das Biest, aber die Jungs sind die leblosen Objekte – Joe wäre die Uhr, weil er es nicht mag, zu spät zu kommen, Josh wäre der Kronleuchter und mein Bruder (Arejay) wäre die Teekanne. Nehmen wir das, weil das ist lustig... (lacht).

Du hast unangekündigte Besucher. Was ist das erste, was du unter deinem Bett versteckst?
In meinem Zimmer? Hmmmmm (Stille) Es ist lange her, dass jemand in einem wirklichen Raum war...Oh oh...Ich denke, ich leben mit meinen Jungs zusammen und da gibt es nicht sonderlich viel, was man schnell verstecken könnte, aber...Ich habe ein...sogar mein Tagebuch, ich habe ein 5-Jahre-Tagebuch, also Sachen von fünf Jahren in einem Tagebuch, das wäre wohl das erste, was ich verstecken würde. Das, und ich bin mir sicher, dass ich irgendwo dreckige Wäsche, dreckige Unterwäsche, irgendwo liegen habe, das würde ich schnell unter mein Bett schieben...

Stell dir vor, du würdest in einem Aufzug feststecken, welche Person wäre die Letzte, mit der du dann dort feststecken wollen würdest und wieso?
Wow...es wäre so einfach zu sagen, mit wem ich gerne zusammen im Aufzug feststecken wollen würde, die ersten Personen die mir einfallen, wären meine Jungs, die Jungs die mich so zum Lachen bringen...aber das wäre ja zu einfach...Die schlimmste Person...vielleicht (lange Stille) – er wird mich dafür hassen, dass ich das sage – nein, warte, das ist lustig. Es würde mein alter Manager sein, nicht der jetzige, sondern mein allererster Manager. Er war ein bisschen zu herrisch und ich habe immer versucht Dinge herauszufinden und er war dann “nein, das nicht, wir müssen jetzt ernst sein”...mein allererste Manager wäre es, denke ich... Ich habe ihn in den letzten Jahren nicht gesehen, hoffentlich liest er das Magazin nicht...

Da die Interviewzeit bald vorbei ist, was würdest du den Lesern gerne abschließend mitgeben?
Ich möchte mich einfach nur bedanken, vielen Dank dafür, dass ihr euch die Zeit genommen habt dieses Interview zu lesen und dafür, dass ihr uns in euer schönes Land gelassen habt (lacht) und uns nicht an der Grenze habt stehen lassen und gesagt habt “nein, tut mir leid”. Nein, es bedeutet uns sehr viel, hierher zu kommen, um unsere eigenen Headlinertour zu machen und zu sehen, wie warmherzig und mit offenen Armen wir empfangen werden. Wir werden definitiv zurückkommen, solange ihr uns haben wollt!

www.halestormrocks.com





Autor: Carina Ullmann, Photos by Carina Ullmann & the band
Eingetragen am: 2012-11-01

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