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Wer Days We Are Even zum ersten Mal zu hören bekommt, würde die Herren eher in die USA platzieren als in die kleine verschlafene Schweiz. Was Metal anbelangt, hat die Schweiz davon wohl weniger zu bieten, aber das hat sich seit ihrem Debüt Album „Himalaya“ geändert. Nun sind die Herrschaften aus Zürich mit ihrem zweiten Werk „Head into the Fire“ am Start, also der perfekte Zeitpunkt, die Band mal genauer unter die Lupe zu nehmen.

Deprecated: Function split() is deprecated in /var/customers/webs/stalker/www.stalker.cd/content_module/story-interview-show.php on line 37 Hallo zusammen, eure Band gibt es zwar schon seit 2011, aber könntet ihr trotzdem kurz die Band für die Leute vorstellen, die noch nichts von euch gehört haben?
Vier Dudes, die sich regelmässig treffen, um Musik zu machen und ihren Sound geil finden. Das unterscheidet uns zwar nicht gross von anderen Bands, ist aber auch ok so.

Wie kommen den ein Deutscher, ein Brasilianer und ein Schweizer dazu, miteinander Musik zu machen? Ich nehme mal an, dass ihr alle irgendwie im Raum Zürich zuhause seid, und dass ihr alle schon zuvor Musik gemacht habt vor dieser Band?
Das stimmt. Wir kennen uns schon seit Jugendzeiten. Daher ist in der Band eine tiefe Freundschaft verankert, die in erster Linie aus Freude am Sounden zusammenhält und nicht zwingend aus Erfolgsdrang.

Ich muss ehrlich sein, dass man bei uns im Baselbiet eher weniger von euch hört, wie kommt das, konzentriert ihr euch eher auf den Raum Zürich oder was ist der Grund dafür?
Natürlich konzentrieren wir uns darauf, unseren Sound in alle Richtungen zu streuen. Vermutlich sind wir im Bereich Basel bis jetzt noch nicht auf die richtigen Ohren gestossen. Aber das ändert sich ja jetzt in diesem Moment ;)



Ihr habt 2013 euer Debüt Album „Himalaya“ nach nur zwei Jahren Band Existenz. War es ein schwerer Prozess, das erste Album zusammen zu bekommen, oder war es beim zweiten doch schwieriger?
Nein, mit regelmässigen Proben und genug Enthusiasmus war das ein Leichtes. Ausserdem hat ein guter Freund sein Aufnahmestudio im gleichen Gebäude, welches wir für die Recordings nutzen durften. Das war sowohl aus zeitlicher und finanzieller Hinsicht von grossem Vorteil.

Nach eurem Debüt Album „Himalaya“ habt ihr jetzt im Oktober bereits euer zweites Werk „Head into the Fire“ veröffentlicht. Sind die Songs von „Head into the Fire“ Überbleibsel vom Debüt Album, die ihr damals nicht veröffentlichen konntet, oder sind sie erst danach entstanden?
Teils teils. HITF ist jedoch kein B-Side von Himalaya, wenn du das meinst. Gewisse Songs entstanden zur gleichen Zeit. Diese wurden aber damals schon für das zweite Album bestimmt.

Wenn man bereits für das Debüt Album so gute Kritik bekommt, wie sehr steht man da als Band unter Druck beim zweiten Album?
Es komme was wolle. Natürlich erhoffen wir uns weiterhin positive Kritiken. Es ist immer interessant zu hören, wie ein Werk von aussen reflektiert wird, auch wenn es mal negativ ausfällt. Wir sind jedenfalls mehr als zufrieden mit der Produktion.

Es ist unschwer zu hören, dass ihr euch vor allem von US-amerikanischer Musik inspirieren lässt. Was war der Grund, dass ihr euch gerade für dieses Genre entschieden habt und welche Bands lieferten den Anstoss dafür, selber Musik zu machen?
Schwer zu sagen. Wir hatten immer die gleichen musikalischen Interessen als Band. Die privaten Hörgewohnheiten sind jedoch unterschiedlich ausgeprägt. Unsere Songs sind von der Struktur her eine Mixtur aus verschiedenen Genres. Daher haben wir uns nie direkt an einer anderen Band orientiert. Es kommt auch immer darauf an, wie das Ganze letztendlich gemischt ist. So kommt man auch nicht drum rum, irgendwo eingeordnet zu werden. kurz gesagt: wer Stone Sour oder Foo Fighters mag, kann auch uns mögen.



Arbeitet ihr bereits an Album Nr.3 oder lasst ihr euch damit dieses Mal ein bisschen länger Zeit?
Nebst unserer Set-List arbeiten wir wieder an neuen Songs. Ein weiteres Release-Datum ist aber noch nicht gesetzt.

Ihr habt bereits einige Videos gemacht sind auch Videos für das neue Album geplant?
Also zum Song "Rhapsody" gibt es bereits eins, welches auch seit Release online ist. Im Gegensatz zu den herkömmlichen Videos wollten wir diesmal den ganzen Arbeitsprozess beider Alben zusammenfassen - also den Zeitraum 2007-heute.
Das sollte als Promo für HITF vorerst reichen. Im Moment konzentrieren wir uns hauptsächlich auf Live-acts.

Ihr habt für den Werbespot Opel Adam & Drive (http://www.youtube.com/watch?v=IqAqoWxkiRY ) eure Musik beigesteuert wie ist es dazu gekommen?
Das entstand aus einer Kampagne, in welcher unser Sänger beruflich verwickelt war.
Ihr habt das Glück einen Plattenvertrag ergattert zu haben, mir stellt sich heutzutage immer wieder die Frage, ob man das in Zeiten wie Facebook/YouTube/ Soundcloud und Crowdfunding überhaupt noch braucht? Was hättet ihr im Falle getan, wenn sich kein Label für euch interessiert hätte?
Wir haben alles aus eigener Kasse finanziert. Das Label hatte keinen Einfluss in die Produktion. Das funktioniert auch, wenn man sich genug anstrengt. Der Vorteil unseres digitalen Zeitalters ist, dass man praktisch alles selbst machen kann (recordings, videos, promo, graphic design, etc...). Der Nachteil ist, dass es eben jeder macht. So ist es natürlich schwierig, genug live-gigs zu spielen - geschweige denn die Fanbase zu vergössern - weil das Angebot an Bands einfach zu gross ist. Veranstalter greifen mit wenigen Ausnahmen auf Bands mit einer grösseren Fanbase zurück, was das Ganze noch schwieriger macht. Darum folgen auch immer mehr Bands dem Buy-On Prinzip, um so ihr Publikum zu erreichen. Crowdfunding haben wir nie in Erwägung gezogen. Man kann Geld auch für Sinnvolleres spenden. Uns ist es lieber, wenn die Leute uns beim Kauf einer CD unterstützen und an unsere Konzerte kommen, damit wir auf ein weiteres Album sparen können.

Was wollt ihr mit eurer Musik erreichen? Träumt ihr von ausverkauften Tourneen und in Hallenstadions zu spielen oder träumt ihr doch etwas kleiner?
LOL, wer träumt schon nicht davon? Lass es mich so formulieren: wer zu verbissen auf Erfolg aus ist, kann die kleineren Dinge nicht geniessen. Wir machen weiterhin das, was uns Spass macht und was im Bereich des Möglichen liegt. Unser Ziel war es, das nach unserem Ermessen beste Album zu produzieren, das wir je gemacht haben. Alles Andere was kommt, ist als Bonus zu verstehen.

Und last but not least: Warum sollte man sich unbedingt eine eurer Shows ansehen?
What you hear is what you get. Wenn dir der Sound auf der CD gefällt, gefallen wir dir auch live. Ausserdem sehen wir auch gar nicht mal so schlecht aus :)

Vielen Dank für eure Zeit und alles Gute!
Danke ebenso :)

Mehr Infos:
www.daysweareeven.com
www.facebook.com/daysweareeven

Autor: Sandy Mahrer, transl. K.Weber, Fotos: Band
Eingetragen am: 2014-12-23

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