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STALKER - Printversion
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20 Jahre und kein bisschen leise - die durchgeknallten Jungs von Waltari können sich ja anrechnen, zu den ersten internationalen finnischen Musikexportschlagern zu gehören. Bandgründer und Mastermind Kärtsy Hatakka plauderte mit STALKER über die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, und wie sich eine Rückkehr aus den Tiefen des Weltalls anfühlt...

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Du trägst ein In Extremo-Shirt, bist du ein Fans von deutschem Mittelalter-Rock?
Kärtsy: (lacht) Yeah, die Band gab es mir letztes Jahr bei einem Festival, wo wir mit ihnen gespielt haben. Wenn du sie triffst, grüße sie von Waltari!


Kärtsy Hatakka - Photo by: Marina Sidyakina

Also, euer Jubiläum, 20 Jahre auf der Bühne, echt eine lange Zeit...
Ja! Ich kann es selber noch gar nicht so richtig fassen... weil es sich nicht so anfühlt. Als ich noch ein Kind war und die Rolling Stones 20 wurden, dachte ich „Mensch, sind die alt!!!“ Aber, echt, ich hab mir unser neues Album angehört, und wir klingen nicht wie 20 Jahre alt...


Kärtsy Hatakka

Ganz und gar nicht!
Nein! Also interessiert es uns auch nicht! Wir haben darüber herzlich gelacht, es sind ja nur Zahlen. Und wir haben ja ganz jung angefangen, also sind wir noch nicht sooo alt...

Habt ihr damals so eine lange Karriere erwartet?
Nein, nein, wir fingen als Hobby-Band an. Das 20-Jahr-Jubiläum ist von unserem wirklich allerersten Gig an gerechnet, aber unser erstes Album kam vor 15 Jahren raus, 1991, und normalerweise rechnen wir von diesem Zeitpunkt an. Aber, naja, wir hatten unseren ersten Gig unter dem Namen Waltari im Frühling 1986. Aber die ersten Jahre waren die einer Hobby-Band, wir brachten nur ein paar EPs und Singles und sowas raus. Unsere eigentliche Karriere startete 1991, also rechne ich persönlich von diesem Zeitpunkt an... aber die Leute spielen eben gerne mit Zahlen .. (lacht)

Wann habt ihr gemerkt, dass diese Band mehr ist als nur ein Hobby und tatsächlich ein ernsthaftes Projekt wird?
Als wir unseren ersten internationalen Deal bei Roadrunner kriegten, natürlich, und als unser erstes Album „Monk Punk“ rauskam, das übrigens re-mastered in einem Monat wiederveröffentlicht wird. Als wir hörten, dass das Album in Deutschland und anderen europäischen Ländern rauskommt, beschlossen wir, Finnland zu verlassen und für ein paar Monate nach Berlin zu gehen, wo wir bei einer Massenveranstaltung namens „Berlin Independence Day“ spielten. Das war unsere erste internationale Show in Deutschland 1991, und da kam dieses Mädel backstage. Sie erzählte, dass sie für Roadrunner arbeitet und uns für einen Vertrag vorschlagen wird, und wir haben nur gelacht „Guter Witz, wir werden nie wieder etwas von dir hören...“ Und dann waren wir sehr überrascht, als unser Manager uns am nächsten Tag anrief und meinte, dass ihn ein Mädel von Roadrunner angerufen hat... Zu diesem Zeitpunkt erwarteten wir nicht, dass das irgendwohin führen würde, weil wir in den ersten Jahren einfach nur spielen wollten und keine großen Erwartungen hatten.


Jariot Lehtinen

Und was habt ihr für die nächsten 20 Jahre vor?
(lacht) Die nächsten 20?! Dasselbe! Spielen, und weißt du, seit unser erstes Album 1991 rauskam, sind wir Vollzeit-Musiker, und natürlich hoffe ich, dass es so weitergeht, solange wir gesund sind und touren wollen und so weiter...


"Die nächsten 20 Jahre?! Dasselbe!"


Wie ich sehe, habt ihr bald ein Konzert im Semifinal (31. 5. 2006, in einem kleinen Underground-Club im Hinterhof vom mächtigen Tavastia).
Das machen wir wegen dem Re-Release von „Monk Punk“, das eigentlich eine Doppel-Veröffentlichung wird: zunächst „Monk Punk“, unser erstes Album, und dann eine Compilation unserer alten EP-Singles „Pala Leipää“, oder auch „Ein Stückchen Brot“. Eine lustige CD, alter Kram, ziemlich ausgeflippt, verrückt, echt finnisches Zeug, von unseren früheren Zeiten. Und weil es eine Doppel-CD ist und noch Platz war, fragten uns die Stupido Twins, die das Album damals rausbrachten und nun wiederveröffentlichen wollten, ob wir mit unserem Original-Line-Up nochmal ins Studio gehen und ein paar alte Songs spielen, die damals in den späten 80ern floppten. OK, also gingen wir mit unserem ersten Drummer ins Studio, und die Musik wurde dann doch was völlig anderes. Wir haben dann 10 Songs aufgenommen, die nun auf dieser Doppel-CD drauf sind.

Und wieso spielt ihr im Semifinal, der Club ist so klein...
Yeah, weil wir es in kleinem Rahmen halten wollen, das ist eher was für uns, wir wollen nicht wirklich in Riesenhallen, nach dem Motto „Hey, wir feiern unser 20-Jahr-Jubiläum!“. Das ist nicht so unser Ding, wir wollten lieber einen intimen kleinen Saal mieten, wo wir einfach Spaß haben können. Natürlich sind auch ein paar Medienleute eingeladen, aber es ist nur eine kleine intime Angelegenheit. Ich mag diese Jubiläumsfeiern nicht, da fühl ich mich eher dämlich, und ich glaube nicht, dass ich das bin. Natürlich ist es ein guter Grund zum Feiern, ich werde ein paar Freunde von früher einladen... und auf diese 20 Jahre anstoßen! Aber gleich am folgenden Tag fliegen wir zu einem Festival in die Slowakei, und dann in die Tschechische Republik.


Sami Yli-Sirniö

Du hast erwähnt, dass du eine Zeit lang in Deutschland gelebt hast, wie war der Kulturschock für dich als Finne?
Der war enorm! Damals waren wir junge Kerle und sehnten uns danach, Finnland den Rücken zu kehren, weil Helsinki damals nicht diese Stadt war, die sie heute ist, es war sehr langweilig; und dann Berlin, wo „Kraftwerk“ herkommt und wo David Bowie Platten gemacht hat, uns gefiel es so gut, wir wollten gar nicht mehr weg!

In all diesen Jahren, was war deine Motivation und Inspiration?
Unser Stil, glaube ich, denn wir waren schon immer eine einzigartige Band, es gibt wohl nichts vergleichbares, also vielleicht ist das der Grund. Wenn wir sowas wie normalen Heavy Metal spielen würden, hätten wir wohl schon vor zehn Jahren davon die Schnauze voll gehabt. Aber bei unserem Stil gibt es keine Einschränkungen, wir finden immer wieder neue Möglichkeiten, Sachen zu vermischen, und daher bleibt auch das Musikmachen interessant. Wir machten drei Jahre lang Pause nach dem Jahr 2000, weil ich seit 1986 bis 2000 durchgehend gearbeitet hatte, also waren wir etwas ausgelaugt, und wir wussten nicht einmal, ob wir weitermachen wollten oder nicht, also war es an der Zeit uns hinzusetzen und nachzudenken, wohin das Ganze führen soll. Zu dieser Zeit hat unser Drummer, mit dem wir 10 Jahre zusammen waren, die Band verlassen, und wir wußten nicht, was wir tun sollten... Schließlich dachten wir, dass es da noch so viele Leute gibt, die heiß auf das nächste Album sind, und dass es keine vergleichbare Band aus Finnland gibt, also haben wir in den Spiegel geguckt und gesagt "Hey hey wir sind noch immer Waltari, und wir haben noch immer was zu sagen, was die Aufgeschlossenheit der Pop-Musik betrifft".


Ville Vehviläinen

Eure Art, alle möglichen Stile zu mischen, ist ja sehr ungewöhnlich...
Naja, mit all diesen Stilen, wenn du nur an früher denkst, viele Bands der 70er und 80er haben so ähnliche Musik gemacht, denk nur an Led Zeppelin, Queen und so, sie haben vieles, vieles vermischt. Lustigerweise versuchen heutzutage viele Bands, wenn sie Stile mischen, es so wie früher zu machen, als ob sie Queen oder Led Zeppelin imitieren oder so ähnlich klingen wollten. Aber wir hatten diese Idee, neue Stile einzubringen, wir wollten Death Metal, Gothic, Elektro und so, Punk und Rock oder so, auch Rap vermischen, wir wollten diese neuen Stile der 80er und 90er nehmen und damit vermischen und es nicht so wie die alten Bands von früher machen, die Blues und Jass oder sowas vermengten, wir vermischten neue Stile. So ist es möglich, Musik zu machen, die vorher noch keiner gemacht hat, und dann war noch zur selben Zeit diese Crossover-Welle in den frühen 90ern. Einige deutsche Magazine behaupten, dass wir die letzte überlebende 90er-Crossover-Band sind und alle anderen verschwunden sind, aber Waltari, die verrückten Finnen, rocken noch immer, und das gibt uns was, und auch das Gefühl, dass wir noch immer den Leuten was bieten können. Also, die Idee, Stile zu mischen ist nicht so neu, aber wir nehmen aktuellere Stile und benutzen sie und basteln daraus den einzigartigen Waltari-Sound.

In eurer 20-jährigen Geschichte habt ihr so viel geleistet, so viele unterschiedliche Alben mit verschiedenen Musikstilen veröffentlicht. Gibt es noch etwas Neues zu tun?
Ja! Progressive Musik! Das nächste Album wird genau so, ich will zur progressiven Musik zurück, weil sie mir gefällt; kennst du zum Beispiel MEW aus Dänemark? Die haben auch eine verrückte Welt der Musik.


"Wir sahen in den Spiegel: Hey, wir sind Waltari!"


Also wird es wieder was völlig anderes...
Yeah, wir haben auch vor, einen halbstündigen Song zu machen, also gibt es noch viel zu tun.

Kannst du den Titel des neuen Albums erklären?
Ja. Im Original sollte es „The European Blood Sample“ heißen, und der Hintergrund ist so etwa das heutige Europa. Wir hatten die Idee auf unserer Europatour in 2004, als wir fürs „Rare Species“ Album unterwegs waren. Da waren wir so froh, wieder auf Tour zu sein, und mittendrin stellten wir fest, dass sich seit unserer letzten Tour im Jahr 2000 eine Menge verändert hat, also entstand das Konzept für „Blood Sample“ schon während dieser Tour. Wir dachten, es sei eine gute Idee, über verschiedene europäische Länder zu schreiben, über unsere Eindrücke von den Leuten und der Atmosphäre, nicht über Politik, aber so als Außenseiter zu beobachten, was da passiert. Wir hatten auch die Idee, ein stilistisch wildes Album zu machen, und das passte musikalisch gut zur Idee, über unterschiedliche Länder zu schreiben.



Und wie steht es mit dem Cover-Artwork?
Wir hatten dieses Weltraum-Thema bei den vorhergehenden Alben, „Radium Round“ und „Space Avenue“, und das war eben das Konzept. Beim neuen Album geht es um Leute, die überall im Weltraum rumgereist sind und zur Erde zurückkommen. So etwa wie beim „Planet der Affen“, wo der Mensch auf der Erde landet, ohne zu erkennen, um welchen Planeten es sich handelt, weil sich alles so verändert hat. Unsere Idee ist so ähnlich, als ob wir irgendwo in Europa gelandet wären und uns verwundert umsehen: „Wo sind wir?“

Aber die Eidechse ist noch dieselbe...
Yeah, das ist auch unser Logo von „Rare Species“, aber wenn du genauer hinsiehst, erkennst du einige charakteristische europäische Monumente, zum Beispiel das Kolosseum und so, es ist nicht so leicht zu erkennen.

Weil ihr oft unterwegs seid und so viel seht, selber aber aus einem kleinen Staat kommt, überlegt ihr euch manchmal, woanders hinzuziehen?
Nicht mehr. Früher wollte ich aus Finnland weg. Aber heutzutage ist Helsinki nicht mehr so schlimm, und weil wir schon so viel unterwegs waren, ist es nun eher das Gegenteil, es ist nett, wieder ins normale Leben zurückzukehren, Freunde zu treffen und all das. Es besteht die Gefahr, dass du dein mentales Erbe verlierst, wenn du permanent wegziehst. Es ist gut, sowas wie eine Basis zu haben, zu der man zurückkehren kann.

Was inspiriert dich zum Schreiben?
Manchmal ist es die Musik, die mir Ideen für die Texte gibt, und manchmal ist es umgekehrt. Natürlich sind es Gefühle oder persönliche Erfahrungen, die hinter meinen Texten stecken, oder es ist ein Buch, das ich gerade lese, oder sowas... Ich habe keine bestimmte Methode fürs Schreiben, es wechselt ständig, und wenn ich mit einer Sache anfange, weiss ich nie, was dann dabei rauskommt. (spielt schnelle Techno-Musik auf seinem Laptop) Also ist es manchmal ein Rhythmus, oder ich spiele auf meiner akustischen Gitarre, oder sowas, keine Ahnung.

Was war für dich die tollste Erfahrung bisher in deiner Karriere? Da gibt es sicher vieles...
Oh... Kennst du unsere DVD? Die ist in Deutschland noch nicht erschienen, bisher nur in Finnland, dort sind einige der besten Erfahrungen festgehalten. Da gibt es so viel, ich krieg das nicht so auf die Reihe... etwa mit einem Symphonieorchester in der Nationaloper auf der Hauptbühne zu spielen und 12 mal ausverkauft zu sein... das war die zweitbest verkaufte Show in jenem Jahr neben „Madame Butterfly“, wirklich ein Riesenerfolg.... das und natürlich, mit KISS aufzutreten.



Auf welches deiner Werke bist du am meisten stolz?
Natürlich auf das letzte Album! Ich weiß nicht, was die Leute denken, aber ich selber fühle, dass unsere Musik immer besser wird, und die Band fühlt das auch, dass wir immer professioneller werden. Also waren wir immer auf das gerade aktuelle Album stolz, und ich hoffe das bleibt so, wenn nicht ist es wohl Zeit aufzuhören.

Ihr seid als durchgeknallte finnische Rocker bekannt...
Oder Metal-Rocker... (lacht)

Noch besser! Aber seid ihr wild und unvorhersehbar auch im Privatleben?
Nein, nicht wirklich. Wahrscheinlich steckt meine wilde und unvorhersehbare Seite in meiner Musik. Natürlich ist mein Leben nach all diesen 15 Jahren sehr künstlerisch... zumindest versuche ich sehr sensibel zu sein, aber vielleicht ist meine Freundin da anderer Meinung... (lacht) Aber echt, ich glaube nicht, dass ich komplizierter bein als meine Musik - und ich bin ein großer Musikliebhaber! Vielleicht liegt es daran, dass wir schon immer große Musikliebhaber und -hörer waren, dass wir diesen Stil drauf haben; dass ich immer Musik höre, wenn ich nicht an Musik arbeite, also ist auch Musikhören mein Hobby.

Was hörst du dir so an?
Alles, letzte Woche war ich in der Sibelius Symphon ie, klassisches Zeug, die Woche davor bei Anthrax, die Woche davor Ray Davis, den alten Liedermacher aus den 60ern und Sänger von The Kinks, also wirklich alles an Musik.

Hast du Musik jemals als Business gesehen?
Nicht mit mir. Das ist die Mission mit Waltari, wir wollen den Leuten zeigen , dass es möglich ist, von Musik yu leben, ohne in Richtung Musik-Business zu denken. Ich kenne so viele Bands, die ständig daran denken müssen, was sie spielen dürfen - ich verstehe das nicht!!! Was soll das?! Es ist so toll, in einer Band wie Waltari die Chance zu haben, dieses ach so nette (sarkastisch) Rock´n´Roll Business durcheinanderzuwirbeln, all diese netten Jungs und Mädels. Unsere Mission ist, das alles zu gefährden. Ich meine, Musikbusiness ist nach meinem Geschmack, wenn es im engsten Sinne nur darum geht, Musik zu den Hörern zu bringen, zu so vielen Hörern wie möglich, das ist alles. Alles andere ist Schrott.


"Wahrscheinlich steckt meine wilde und unvorhersehbare Seite in meiner Musik"


Aber wenn ihr so viele Hörer wie möglich erreichen wollt, müsst ihr in größeren Venues spielen, dann wird alles zwangsläufig kommerziell...
Das hängt wirklich vom Künstler ab, ich persönlich mag größere Venues, aber wir machen es nciht so oft, weil wir nicht so eine große Band sind, aber es hängt davon ab... Andererseits gehöre ich nicht zu den Leuten, die denken, dass in großen Hallen spielen langweilig ist. Ich glaube, dass Musik unter allen möglichen Umständen gut sein kann, es muß nur richtig gemacht werden. Wenn du in kleinere Hallen spielst, ist es einfacher, diese intime Atmosphäre zu erzeugen; dasselbe ist in größeren Venues eine echte Herausforderung, benötigt mehr an visuellen Effekten, ist eher Show, aber beides ist notwendig.

Was hältst du von der aktuellen finnischen Musikszene? Es gibt täglich immer mehr an neuen Bands...
Ja, und das ist großartig! Ich war der erste, der finnische Bands allen Medien reinwürgte, und das war vor 15 Jahren! Und die Leute fragten dann noch immer Sachen wie "Spazieren bei euch die Eisbären in den Straßen rum?" Und manchmal antworteten wir "Na klar! Machen sie!" Aber schon damals war uns klar, dass es in Finnland gute Bands gibt, und deren Qualität ist erstaunlich! Und ich bin sehr stolz, dass wir eines der besten musikmachenden Länder sind, nach den USA und England, natürlich hängt es auch vom Stil ab. Ich war immer ein Fan englischer Musik!



Was meinst du zum Eurovisions-Song-Contest heuer, und den finnischen Teilnehmer Lordi?
Ich glaube es ist lustig! Andererseits geht es nur um Unterhaltung, aber dann habe ich das Gefühl, dass Metal nicht mehr das ist, was es mal war, wenn diese Band beim Songcontest gespielt hat, aber ich freu mich drauf und warte ab, was passiert. Der Song ist nicht so toll, aber die Idee, Lordi dort hinzubringen ist gut.

Würdest du jemals selber daran teilnehmen?
Yeah, aber wahrscheinlich nicht mit Waltari, aber ich hab schon überlegt, was dafür zu komponieren, weil ich mir den Contest jedes Jahr ansehe und jedesmal denke "F***! Was für Sch*** Songs!" Vielleicht sollte ich was dafür schreiben, aber bisher blieb es bei der Idee.

Hast du noch irgendwelche Nebenprojekte im Sinn, oder schon realisiert?
Ja, da gibt es schon eines namens Wax. Nicht mit Waltari zu vergleichen, ein völlig neues Projekt, und wir haben nur ein paar Cover-Shows gespielt, aber wenn sich die Gelegenheit ergibt, ein Album aufzunehmen, warum nicht? Waltari spielt 60-70 shows im Jahr heutzutage, also ist da noch viel Spielraum...

Welche Art von Musik ist Wax?
Eine Mischung aus Gitarrenrock und House, aber ohne Programmieren, nur spielen, und kein Synth, nur Gitarren. Ich singe und spiele Bass, welche Überraschung, aber auf andere Art als bei Waltari. Manchmal imitiere ich sogar Prince, diese hohe Stimme, also ziemlich anders.

Nach einem Konzert mit KISS, was bleibt da an Bands übrig, mit denen du auftreten willst?
Viele, wirklich! KORN oder System Of A Down, weil wir eine ähnliche Geschichte wie letztere haben, die Crossover-Tradition.

Seit du diese Band hast und Vollzeit-Musiker bist, wie hat das dich als Person geformt?
Wie gesagt, ich habe einen sehr künstlerischen Lebensstil. Das bedeutet, dass ich die Freiheit habe, meine eigenen Zeitpläne zu gestalten; ich bin mir sicher, ein normaler Job ginge mir schon in einer Woche auf die Nerven. Ich bin an dieses Künstlerdasein gewöhnt, ich kenne einfach nichts anderes.

Band Website: www.waltarimusic.com



Autor: Marina Sidyakina, translation: Klaudia Weber, photos: Jani Mahkonen
Eingetragen am: 2006-05-07

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