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The Hoovercraft Experience
Fresh Act März 2015


The Hoovercraft Experience ist ein kleines Projekt von zwei Herren aus Deutschland, die noch Musik machen, einfach weil es ihnen Freude macht. Aus diesem Grund bieten sie ihre Songs auch gratis zum Download an. Wir präsentieren euch The Hoovercraft Experience als Fresh Act dieses Monats.

Hallo Jungs, könntet ihr zu aller erst mal euch und eure Band vorstellen?
Hey, wir sind Mario und Steffen, 2 Typen aus Schwarzenberg, gelegen im Erzgebirge. Da Steffen vor 4 Jahren aus der Gegend wegzog, uns aber eine lange Freundschaft und unsere Musik verbindet, wollten wir dies auch über eine Entfernung von ca. 400 Kilometern weiter führen. Musikalisch wollen wir uns selbst in keine Schublade einordnen, da wir beide der Meinung sind, Musik sollte Grenzen sprengen und keine erschaffen.

Wie kam es zu dem Bandnamen?
Vor einigen Jahren wollten wir zusammen spontan ein Lied schreiben. Da uns aber absolut kein Text eingefallen ist, nahmen wir uns einfach die Gebrauchsanweisung eines Staubsaugers zur Hand. So kommt das Wort Hoover in unseren Bandnamen. Die Zusammensetzung Hoovercraft sollte unsere Erfahrung mit diesem Staubsauger, der uns als Band Jahre lang einen guten Dienst erwiesen hatte und seit 2010 nicht mehr unter uns weilt, widerspiegeln.Der restliche Teil ist abgeleitet von dem Titel einer Best Of CD von Jimi Hendrix.

Wie lange gibt es The Hoovercraft Experience schon und wie hat alles angefangen?
Wir kennen uns schon, seit dem wir 12 Jahre alt sind. Da wir uns aber in der Schulzeit etwas aus den Augen verloren hatten, begannen wir erst ca. 10 Jahre später miteinander Musik zu machen, obwohl wir beide damit schon im Alter von 13 Jahren angefangen haben. Am Anfang haben wir noch viel ausprobiert und gecovert. Aber irgendwie war es letztendlich doch nicht das Wahre und so haben wir angefangen, eigene Lieder zu schreiben.

Eure Musik ist eine Mischung aus ganz unterschiedlichen Richtungen, von welchen Bands lasst ihr euch inspirieren? Wie würdet ihr selbst eure Musik beschreiben?
Wir beide haben einen sehr breitgefächerten Musikgeschmack. Während Mario seine Inspiration von Bands wie Nirvana, Monster Magnet, Metallica, Soundgarden, Stonesour, Foo Fighters und Queens of the Stoneage nimmt, ist Steffen eher von Bands wie Iced Earth, Death, Edge of Sanity, Fear Factory, From Autumn to Ashes, Anathema und Tool beeinflusst. Des weiteren ist auch der oft verpönte Synthesizer ein wichtiger Teil in unserer Musik. Hier zeigt sich unsere Leidenschaft für 80er Jahre Film Soundtracks wie Terminator oder John Carpenter Filme.

Was unterscheidet euch von anderen Bands, warum sollte man sich euch unbedingt anhören?
Wir glauben, der größte Unterschied ist einfach die Zusammensetzung der unterschiedlichen Genres, die wir in unsere Musik einfließen lassen. Auch die Tatsache, dass wir die Band nicht gegründet haben, um wie andere Künstler zu klingen, sondern weil wir von Grund auf etwas anderes machen wollten, was man nicht schon einmal in Dutzenden Ausführungen gehört hat. Natürlich hat jede Band Einflüsse, die man heraus hören kann, doch wird es erst richtig interessant wenn man Genres vermischt, die auf dem ersten Blick nichts miteinander zu tun haben, und doch zusammen klingen können.

Wie entsteht bei euch ein neuer Song? Wer schreibt die Musik, wer die Texte?
Durch die weite Entfernung, die uns trennt, ist es früher immer schwierig gewesen, eigene Lieder zu schreiben, dies ist auch ein Grund, warum wir viel gecovert haben. Heute machen wir es so, dass Steffen ein Lied schreibt, es komplett aufnimmt und schon grob produziert, damit Mario auch über eine 400 Kilometer Entfernung Steffens Feeling bekommt. Mario jammt dann zu dem Lied ohne Text, da wir uns erst einmal nur auf die Gesangsmelodie beschränken möchten.
Meist entsteht dabei schon Material, was teilweise mehrere Stunden umfasst. Steffen sortiert dies dann aus und schreibt auf die übriggebliebenen Spuren einen Text, den er an die Melodie anpasst. Dann nimmt Steffen eine Gesangsdemo auf und schickt diese Mario als Grundlage. Als nächstes beginnen wir mit der Gesangsaufnahme, bei der wir im telefonischen Kontakt bleiben, um direkt Anregungen und Ideen dem anderen weiter zu geben. Als nächstes wählt Steffen die Gesangsspuren aus und produziert das Lied, bis es dann letztendlich auf YouTube hochgeladen wird.



Worum geht es in Euren Texten und was inspiriert Euch?
Oft lässt sich Steffen beim Schreiben der Texte von Gefühlen, Menschen und Ereignissen um sich herum inspirieren. Jedoch ist alles so geschrieben, dass man als Hörer viel eigenen Raum zur Interpretation hat. Wir möchten mit unseren Texten keine Geschichten von harten Männern erzählen, die auf dem Metal Olymp Frauen vor der Jungfräulichkeit retten, sondern wir wollen Gefühle, Erfahrungen und unsere Ängste wiedergeben. Aber auch Sozialkritik ist uns sehr wichtig.

Was wollt ihr mit eurer Musik erreichen?
In erster Linie möchten wir uns selbst in unserer Musik verwirklichen. Wir beide lieben es einfach, Musik zu hören und zu machen. Natürlich ist es auch toll, wenn sich andere Menschen mit der Musik identifizieren können, sie hören und wir so ein kleiner Wegbegleiter, wenn auch nur für ein kurzes Lied sind.

Ihr habt im letzten Jahr eure EP „To the End" herausgebracht, plant ihr ein ganzes Album herauszubringen oder bevorzugt ihr die EP?
Zurzeit bevorzugen wir noch EPs. Das hat den Grund, da Steffen ein Studium als Tontechniker absolviert und er ständig neue Erkenntnisse erlangt, damit können wir uns durch kurze EPs produktionstechnisch schneller weiter entwickeln, als wenn wir komplette Alben produzieren.

Arbeitet ihr mit einem Plattenlabel zusammen? Oder macht ihr alles in Eigenregie? Braucht man im heutigen Zeitalter überhaupt noch eine Plattenfirma?
Wir arbeiten mit keiner Plattenfirma zusammen. Da wir unsere Lieder alle selbst produzieren, haben wir dieser Tatsache einen Namen verliehen, Paradox Productions. Wir denken, dass man im heutigen digitalen Zeitalter, wo man mit einem leistungsstarken PC von zuhause aus tolle Mixe und Produktionen erstellen kann, nur noch eine Plattenfirma für den Vertrieb und für die Promotion braucht, da diese Firmen einfach mehr Kontakte, mehr Likes und mehr Abonnenten haben.

Wie sieht es mit Live Auftritten aus? Hattet ihr schon einige Gigs?
Da wir noch zu zweit sind, ist es schwierig, Konzerte zu geben. Wir sind aber immer auf der Suche nach Mitmusikern, die uns unterstützen können und sich gut in unser Konzept einfügen. Musiker können sich gern bei Interesse über unseren Facebook Account melden.



Von euch findet man nicht gerade viel im Internet darum: Das Internet, ein Fluch und ein Segen – welche (Promo)Webseiten mögt ihr, um die Band zu bewerben (z.b. Facebook, youtube), welche würdet ihr nicht empfehlen (weil sie nicht halten, was sie versprechen, viel kosten aber nichts bringen etc)?
Schwieriges Thema. Wir haben in der Vergangenheit vieles ausprobiert. Sind aber leider nie wirklich zufrieden gewesen. Geld für Werbung bringt auf jeder Seite Ergebnisse, nur leider taugen diese Ergebnisse meist nichts. Man bezahlt nur für eine Zahl (Klicks oder Likes) mehr nicht. Wir haben dadurch nie wirklich einen Fan gewonnen. Was uns dagegen viel weiter gebracht hat ist ,dass Mario auf diversen Seiten und Foren die Leute anschrieb, um sie so auf uns aufmerksam zu machen.
Leider hat Facebook zur Zeit die Masche, dass sie von Bands, Künstlern, Firmen etc. Likes von Leuten entfernt, die eine gewisse Zeit nicht mehr auf den jeweiligen Seiten waren. So wird der Anschein erweckt, dass die Likes zurückgehen und man wieder Werbung schalten sollte, die aber letztendlich nur Likes von Leuten bringt, die wahrscheinlich noch nicht einmal existieren.

Ok und zuletzt: Eine Gute Fee gewährt jedem von euch einen Wunsch, wenn ihr etwas opfert, das euch wichtig ist, was opfert ihr und was würdet ihr euch wünschen?
Da uns die letzte Gute Fee ziemlich abgezogen hat, glauben wir in unserer Band nicht mehr an Feen.

Weitere Infos unter:
https://de-de.facebook.com/pages/The-Hoovercraft-Experience/118352618336428
Auf der FB-Seite könnt ihr euch auch die aktuelle EP und auch folgende Lieder gratis downloaden. Viel Spass dabei!


Autor: Sandy Mahrer, transl. A.Venho, photos: Band
Eingetragen am: 2015-03-01

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