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DAS ZELT - ROCK CIRCUS

2012-05-31
Stadt / City Basel 
Land / Country CH 
Web www.daszelt.ch
 
Veranstaltungsort:
Location
Rosentalanlage 
Datum / Date26.05.2012 

„Hereinspaziert - Manege frei!“ heisst es jetzt auch schon seit 10 Jahren beim Schweizer Wanderzirkus der besonderen Art „Das Zelt“. Die Vision von Adrian Steiner, die erstmals 2003 durch die Schweiz tourte, hat sich mittlerweile zu einem festen Bestandteil in der eidgenössischen Kulturszene entwickelt. Wer hier einen gewöhnlichen Zirkus erwartet, liegt falsch, denn neben zahlreichen Comedy-Stars und musikalischen Darbietungen hat man seit zwei Jahren auch selbst produzierte Shows ins Programm aufgenommen, wie eben den „Rock Circus“, den wir genauer unter die Lupe nehmen. Spitzen Akrobatik & Rock-Hits verspricht die Werbung. Und das Ganze mit zwei der beliebtesten VIPs der Schweiz: die ehemalige Miss Schweiz 2006 Christa Rigozzi, die in den letzten Jahren als Show-Moderatorin und via Werbedeals einige Beliebtheit erlangte, sowie Krokus Frontmann Marc Storace.



Das grosse Hauptzelt und die vielen kleinen Nebenzelte mit Bars und Restaurants machen gleich einen sehr guten Eindruck – nur die Manege selbst erinnert mehr an einen gewöhnlichen Zirkus, eng bestuhlt und unbequem. Dafür hätte man vielleicht eine bessere Lösung finden können, bei einem Ticketpreis zwischen 69 und 96 Franken dürfte man ein bisschen mehr Komfort erwarten. Umso gespannter bin ich auf die Show. Musikalisch begleitet werden die Artisten von der Band Callaway, wobei Jean-Marc Villier eine super Figur machte. Das nenn ich mal eine Rock-Röhre, die auch zusammen mit Background Sängerin Suzy Adair den Grossteil der musikalischen Rahmenunterhaltung übernahm.

Der Rockcircus führt durch einige der grössten Hits der Rock Geschichte, moderiert von der schönen Tessinerin Christa Rigozzi mit viel Charme und Witz. Mit Anekdoten über ihre frühen Jahre sorgt sie für einige Lacher, als sie mit ihrem Biker-Outfit inklusive Rückspiegel auf die Bühne tritt: “Als ich noch ein kleines Mädchen war, war ich bereits eine Rockbraut. Nach der Schule wartete ich auf ihn mit seinem Motorrad, schwang mich auf den Rücksitz und legte meine Arme um seinen Bauch. Er war….mein Papa!“



Zur Musik gibt es auch Action mit der Tanz Gruppe N-Generation Ballett, die das ganze zwar gar nicht schlecht machen, aber mit anderen Outfits hätte man ein bisschen mehr Action rausholen können - bei gewissen Songs mehr Flower Power, bei anderen mehr Nieten und Leder. Dennoch waren vor allem die Einlagen bei „Bed of Roses“ und die mit den drehbaren Absperr-Gittern sehr schön und dynamischer als der Rest.
Für den artistischen Teil des Abends sorgt das Trio Coloro, nicht nur mit Akrobatik (z.B. das Jonglieren eines Besens mit zwei Drum-Sticks), sondern auch mit gut gemachten Licht-Illusionen.



Die beiden artistischen Highlights des Abends sind aber ganz klar Chris Böhm und Dirty Hands.
Chris Böhm ist ein junger Herr, der sein Publikum mit atemberaubenden Fahrradtricks zu begeistern weiss. Passend zu diesem Auftritt wählte man den Track „Born to be wild“, zu welchem Chris seine Drehungen und coolen Moves zeigt. Wirklich ein Talent, von dem man gerne noch mehr gesehen hätte. Die Dirty Hands sind der Beweis dafür, dass man auch zu Rock Musik Breakdance machen kann. Das Trio, das sich aus den Brüdern Mark und Jan Dosenbach und Michael Hofmann zusammensetzt, ist der absolute Stimmungsmacher der Show. Mark versucht auch gleich noch vor Ort seinen 2005 aufgestellten Weltrekord von 16 freihändigen Umdrehungen auf dem Ellenbogen (Elbow Spin) zu brechen, was ihm mit Bravur gelingt. Ob das allerdings auch amtlich gemacht wird, bleibt ein Geheimnis. Nach einer kurzen Zugabe geht es dann weiter mit dem musikalischen Programm, u.a. mit Börni, die 2007 bei der Schweizer Casting Show „Music Star“ im Halbfinale ausschied. Neben den bekannten Rocksongs, bei denen sie eher die zweite Geige spielt verglichen mit Jean-Marc Villier und Marc Storace, performt die 26 jährige auch ihren eigenen Song „ You can Kiss me“. Bis auf diesen ging die Dame leider komplett unter. Ich kenne sie noch aus der Casting Show und muss leider sagen, dass sie meiner Meinung nach nicht wirklich was dazugelernt hat: immer noch drückt sie sich unsicher auf der Bühne herum und gibt dann irgendwelche HipHop Moves von sich, streckt die Zunge raus oder schneidet Grimassen, da sie scheinbar immer noch denkt, das sei voll Rock’N’Roll. Leider finde ich sie hier total fehlplatziert auch von der gesanglichen Leistung her. Sie hat einfach keine Rockstimme, da fehlt einfach das gewisse Etwas für diese grossartige Musik.



Ganz klar, dass Marc Storace mit seiner Musikgeschichte, als Sänger einer der bekanntesten und ältesten Rockbands der Schweiz, im Mittelpunkt stand. Dass er AC/DC dem Original zum Verwechseln ähnlich singen kann, dürfte jedem klar sein, aber auch seine Hommage an Gotthard und Steve Lee mit „Heaven“ war gut.
Zum Schluss wurde noch mal richtig Stimmung gemacht und alle im nahezu ausverkauften Saal standen auf, klatschten sich die Hände wund und feierten nochmal alle Artisten und Musiker des Abends. Das Ende der Show hatte was ganz spezielles, es war einfach ungezwungener, die Stimmung, die man bei Rock Musik haben sollte, schwappte über und riss auch das Publikum mit.

Alles in Allem ist Das Zelt und allem voran der Rock Circus eine sehr gute und auch gelungene Idee. Zwar ist die Show ganz klar noch ausbaufähig, aber da dies erst das zweite Rock Circus Jahr ist, wird man das Niveau in der Folge wohl auch um einiges heben können.



Wer den Rock Circus noch Live erleben möchte, kann das ab 21.6. noch in Langenthal, Interlaken, Winterthur, Aarau, Horgen, Luzern und Bern.
Vielen Dank an Sarah Henss und das ganze Team für die Kooperation mit STALKER.


Sandy Mahrer, transl. K.Weber, photos : DAS ZELT Productions AG


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8/10



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