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Hardcore Superstar: Das Black Album mal anders

Das Rock Hard Festival in Gelsenkirchen bot Gelegenheit, Hardcore Superstar zu treffen. Klar, dass sich STALKER das nicht entgehen ließ und Jocke (Gesang) und Thomas (Gitarre) ein wenig ausquetschte. Lest hier, was sie über Skispringen, die hohe Kunst des Street-Metal und das neue Songmaterial zu erzählen haben.

Das fünfte Rock Hard Festival im Amphitheater Gelsenkirchen war auch dieses Jahr trotz widriger Wetterverhältnisse am Pfingstwochenende ein Erfolg. Mehr als 5000 Zuschauer genossen ein perfektes Sounderlebnis, optimale Bühnensicht und Rahmenprogramm (Autogrammstunden, Metalmarkt usw.) Auf drei Tage verteilt gabs von den finnischen Folk-Metallern Korpiklaani über Vertreter der nationalen Szene (z. B. die Metalcore Combo Heaven Shall Burn oder Grave Digger) auch Hard Rock Legenden der älteren Generation zu sehen: Thin Lizzy aus Irland beschlossen das Festival als Headliner am Sonntagabend. Für Fans der härteren Gangart war die Schweden-Fraktion stark vertreten, u. a. Amon Amarth, Hammerfall, Dark Funeral ... aber nun zu den Sleazerockern von Hardcore Superstar:


Photo: Emma Svensson

Guten Morgen! Wie gehts euch? Es ist ja noch ziemlich früh am Tag und das Wetter ist auch nicht gerade besonders…
Thomas: Gut, danke. Wir dachten erst wir wären in Garmisch-Partenkirchen bis wir herausgefunden haben, dass es eigentlich Gelsenkirchen ist (wiederholt das Wort und amüsiert sich köstlich).

Garmisch wäre dann doch etwas weiter südlich.
Thomas: Ja, wo die Skisprungschanze ist.

Ich sehe du weißt, wovon du sprichst. Stehst du auf Skispringen?
Thomas: Natürlich. Wir sind Schweden und wir haben diesen Sport einst regiert!

Wer sich das Line-Up dieses Festivals mal anschaut, findet fast nur Metalbands. Wie fühlt ihr euch als Rock´n´Roll Act so mittendrin?
Thomas: Eigentlich fühlen wir uns sogar ziemlich heimisch, weil wir auch eine Art Metal spielen. Street-Metal!

Der Ausdruck steht ja auch auf eurer Myspace Seite.
Thomas: Richtig, wir haben schon mit Saxon gespielt, eine Tour mit Machine Head gemacht und waren mit Slayer in Japan.
Jocke: Genau.
Thomas: Wir waren sogar beim Loudpark Festival, einem großen Festival in Tokio. Ich weiß nicht, ob du schon davon gehört hast, aber das ist auch ein Metal Festival. Ausser uns haben dort noch Slayer, Mastodon, Anthrax und Megadeath gespielt, die Top Thrash Bands. Und dort konnten wir auch viele Heavy Metal Fans für uns gewinnen. Unser letztes Album ist zwar ziemlich hart, hat aber gleichzeitig eingängige Melodien.
Jocke: Verglichen mit unserem ersten Album geht es eindeutig zurück zu den Wurzeln.
Thomas: Ja, es ist wie ein Comeback Album. Trotzdem wollen wir nicht zurückschauen, sondern permanent etwas Neues kreieren. Das versuchen wir immer.

Was habt Ihr so getrieben, nachdem ihr mit dem Album fast das ganze letzte Jahr auf Tour wart?
Jocke: Wir waren mit der Vorproduktion für das neue Material beschäftigt.

Ich habe gesehen, dass Ihr einige Demos aufgenommen habt…
Jocke: Ja, wir haben zwölf Songs aufgenommen. Dieses Mal geht es mehr in Richtung Metal, mehr in Richtung Thrash.
Thomas: Was wir bis jetzt haben klingt sogar noch etwas härter als das letzte, unser Black Album. (Gelächter) Wir nennen es das Black Album, eben weil es schwarz ist… „Thank You“ ist das weiße Album, „Bad Sneakers“ das rote und das erste Album ist, naja, das erste Album.


Photo: Nina Remor

Wann plant Ihr ins Studio zu gehen?
Jocke: Im Sommer. Wir spielen ein paar Festivals und veröffentlichen das Album wenn alles gut geht im November.
Thomas: Die erste Single „Bastards“ kommt im Juni.

Wovon handelt der Song?
Jocke: Eigentlich davon, wie ich von der Polizei verhaftet werde.

Hat es was Autobiographisches?
Jocke: Ja, irgendwo schon. Ich wurde von den Cops zusammengeschlagen.
Thomas: Das war auch das einzige Mal, dass du zusammengeschlagen wurdest. Und dann gleich von zwei Cops. Ich hab´s gesehen. Ich war in Wirklichkeit derjenige, der sie gerufen hat! (Gelächter)

Auch eine Art, seinen Bandkollegen loszuwerden.
Thomas: Oh, nein. Das habe ich mehr als zwanzig Jahre lang versucht… Wie alt bist du?

Ich bin zweiundzwanzig…
Thomas: Wir sind so alt!

Nach so vielen Jahren beschweren sich viele Bands über Erschöpfung, Schreibblockaden etc. Habt Ihr mit Problemen dieser Art zu kämpfen?
Jocke: Natürlich. Aber das ist einfach etwas, was überwunden werden muss.

Was denkt ihr über die gemeine Annahme, dass das Rock´n´Roll Genre von dieser Art von Problemen nicht so stark betroffen ist, da seine Musik in erster Linie zu Unterhaltungszwecken dient?
Thomas: Wir mögen es nicht besonders, in die Glam Rock Schublade gesteckt zu werden. Schon klar, wenn du dir unser letztes Album anhörst, kannst du es mit den Sachen anderer Glam Rock Bands vergleichen, aber… Ich liebe Faster Pussycat, das habe ich mein ganzes Leben lang getan, aber technisch gesehen sind die echt schlecht. Trotzdem haben sie tolle Songs und das ist schließlich die Art von Musik, mit der ich aufgewachsen bin. Wenn eine dieser Platten jedoch heute rauskäme, würde ich sie nicht kaufen. Für mich ist die Hardcore Superstar Band wie Profisport. Viele Menschen achten zu sehr auf Bilder anstelle der Musik.


Photo: Nina Remor

Wie steht´s mit dem amerikanischen Markt? Ist das reizvoll für Euch? Nach dem was man so hört und sieht, ist skandinavischer Rock´n´Roll dort stark im kommen. Und obwohl oder gerade weil die USA den größten Marktanteil darstellen, scheinen die Menschen dort sich nach etwas „Echtem“ zu sehnen.
Thomas: Das Problem mit den USA ist, dass jede Band dort die beste Band der Welt ist. Aber das bringen sie nicht rüber. Wahrscheinlich muss man in den USA leben, um es dort zu schaffen. Man muss permanent vor Ort sein. Anders geht das nicht.
Jocke: Ich spiele lieber in Deutschland (lacht) als, du weißt schon, in den Staaten. Achtzig Millionen Menschen leben hier… und es ist nicht weit nach Schweden!
Thomas: Und Europa ist sowieso viel cooler als die Staaten!

Absolut!
Thomas: Italien oder Spanien sind unschlagbar.

Ich bin übrigens Halbitalienerin…
Thomas: Da hast du´s!

Einer der Gründe warum das italienische Publikum bei Shows immer so durchdreht ist, dass Bands einfach selten dort spielen. Wenn man vom europäischen Markt spricht, dann handelt es sich meistens um Großbritannien, dann Deutschland und vielleicht Frankreich, Belgien oder die Niederlande. Die südlichen Länder werden leider oft vergessen.
Thomas: In Italien spielen wir am liebsten. Wir lieben es.

Ihr habt das Demo eines neuen Songs namens „Sophisticated Ladies“ bei Myspace reingestellt.
Jocke: Ja, als eine Art Teaser.

Wir empfindet Ihr persönlich Myspace als Plattform? Ist das für Euch eine willkommene Möglichkeit, direktes Feedback von den Leuten zu erhalten, ohne eine Art vermittelnde Instanz?
Jocke: Myspace ist wirklich eine gute Sache. Besonders für junge Bands, die noch keinen Plattenvertrag haben.
Thomas: Man muss generell Teil von allem sein, was neu ist. Und Myspace ist mittlerweile so riesig!

Ich stelle diese Frage, weil viele der „größeren“ Bands zwar ihr eigenes Myspace besitzen, es aber nicht so nutzen, wie es eigentlich gedacht ist.
Thomas: Aber wir sind keine große Band. Wir haben ein Mädchen aus Schweden, die sich um unsere Myspace Seite kümmert. Sie ist einer unserer größten Fans!


Photo: Ulf Magnusson

Im Gegensatz zu vielen anderen Profilen sieht man bei Euch, dass jemand dahinter steht, dem die Sache wirklich etwas bedeutet und der sich für die Belange der Fans einsetzt.
Jocke: Das ist sehr wichtig.
Thomas: Wir sind zu schlampig, aber sie ist ein Fan und brennt darauf. Das zu machen dauert ein paar Stunden am Tag. Ich hatte selbst mein eigenes Profil und das allein hat mich täglich 30 Minuten meiner Zeit gekostet.

Wann können wir Euch zurück auf Tour erwarten?
Thomas: Wir werden das Album im Winter rausbringen und wahrscheinlich im Anschluss daran touren.


Autor: N.R.; photos: N.R., E. Svensson, U. Magnusson
Eingetragen am: 2007-06-18

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