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DEVILDRIVER und GOD FORBID: Ein Workout mit den Bands

Ein Interview im Doppelpack, und so kam es: Irgendwo im Backstage Bereich in Deutschland, und eine Menge Schweiß (aber kein Bier) aufgrund einiger harter Martial Arts Übungen, die ein kleiner Mann mit großer Stimme vorführte. Dez Fafara, Frontmann der Modern Thrash Formation DevilDriver, machte auf der Tour mit der Melodic Hardcore-Band God Forbid auch in Europa einige Zwischenstopps. Und Dez war hocherfreut, dass er seine tägliche Routine unterbrechen und mit STALKER in den Ring steigen konnte, sozusagen.



Dez, etwas Verwirrendes zuerst – auf eurer MySpace Seite steht unter Kategorie auch "Black Metal" neben "Death Metal". Wieso das?
Oh, das Mädel, das unsere Seite gestaltete, hat das reingetan (deutet auf seinen Assistenten James, „sag ihr, sie soll das ändern“). Offensichtlich sind wir keine BM Band. Es sollte einfach Rock´n´Roll heißen, oder Heavy Metal, ganz einfach.

Interessieren dich Kategorien überhaupt?
Nein, überhaupt nicht. Was cool bei uns ist – du kannst uns nicht so einfach in eine Schublade stecken. Ich glaube, bei meiner früheren Band (Coal Chamber) war das auch so. Acht Jahre lang haben die Leute versucht, Coal Chamber in eine Kategorie einzuordnen, und sie haben es nicht geschafft (lacht). Ich mag an DevilDriver, dass es hier genauso ist, eine Band, die schwer einzuordnen ist. Unsere Musik ist ziemlich variantenreich, mit einer Menge Hooks. Ich bin ziemlich von Blues beeinflusst. Der Groove ist das Wichtigste.

Und wo ortest du die Unterschiede zwischen den beiden Bands?
Coal Chamber war sehr intellektuell, und wir wollten uns von den anderen L.A. Bands damals unterscheiden. Wir arbeiteten hart an unserer Bühnenshow, alles hatte einen eher Goth-orientierten Vibe, wir waren unter anderem sehr von Nick Cave und Bauhaus beeinflusst. Mit DevilDriver ist es völlig anders. Du kannst fast sagen, dass es unser Image ist, kein Image zu haben. Kein Wunder, wenn du bedenkst, dass meine Hosen auf Tour die meiste Zeit nach Scheisse riechen, ha ha ... im Ernst, wir wollen es mit DevilDriver aggressiv und bodenständig halten.

Wie steht es mit „The Last Kind Words“? Würdest du dieses Album als die Krönung von allem, was du bisher gemacht hast, bezeichnen?
Um ehrlich zu sein, ich fand das erste Album OK und ich bin nicht so begeistert von der Richtung, die wir beim zweiten eingeschlagen hatten. Aber es gibt ja immer Raum für Verbesserungen, und nun glaube ich, dass „The Last Kind Words“ unser erstes Album hätte sein sollen. Ich bin viel zu selbstkritisch und ich wollte, dass DevilDriver noch brutaler, heavier und eingängiger sein sollte, ohne abzuflachen oder kommerzieller zu werden. Darum steh ich wirklich auf unser drittes Album.

Wie kamt ihr auf die Idee, bei einer eurer Shows einen Weltrekordversuch hinsichtlich des größten Circle Pits zu unternehmen?
Eigentlich haben Lamb Of God damit angefangen, und wir feuerten unsere Fans an, es ihnen nachzutun. Die Grundidee war, dass die Band – also wir – die Musik, die wir spielen, und die Fans eine Einheit werden. Ich bin immer total fasziniert, wenn ich den Fans da unten zusehe, wie sie diese Wall of Death bilden. Es ist ein sehr wichtiger Teil unserer Show, dass Leute crowdsurfen und so. Diese Momente sind es, die das lange Warten wert sind, das ein Musiker auf Tour durchmachen muss. Die meiste Zeit verbringst du als Musiker auf Tour damit, zu warten und abzuhängen, bis du endlich auftreten kannst. Das Publikum gibt dir dann diese Energie wieder zurück.



Natürlich muss ich dich fragen, worum es bei diesem Streit mit Venom ging, und warum Cronos über dich und DevilDriver herzog. Was ist eigentlich passiert, und bist du auf Cronos noch immer sauer?
Es ist kein Problem, dass du das aufs Tapet bringst. Wir hätten der Hauptsupport für Venom sein sollen, sie verschoben die Tour, und wir hatten dafür eine andere Tour sausen lassen. Dann verschoben sie erneut, wir mussten nochmal eine Tour sausen lassen, um auf sie zu warten. Und danach hatten wir eine Tour in Australien gebucht, und dann meinten sie, dass sie nun endlich die Tour im Kasten hatten, aber ich lehnte ab, weil wir ja Australien schon im Programm hatten und nicht konnten. Er zog dann in einer Radioshow über mich und die Band her. Also, ich finde einfach, dass er damit nicht recht hatte, und ich meinte, wenn ich ihm begegne, werd ich ihn mal zur Rede stellen. Daher fragten mich die Leute, ob ich ihn verprügeln wollte. Das war nicht wirklich das, was ich gemeint hab. Ich würde mich einfach ihm persönlich stellen. Denn du musst wissen, dass sie meine Helden waren, und sie haben mich auflaufen lassen, also finde ich, dass er sich entschuldigen sollte. Wir haben auf sie gewartet, unsere Tourneen nach ihnen ausgerichtet – und dann reden sie solche Scheisse über uns. So geht das nicht.

Was haltet ihr von Downloads?
Erstens, Musikdownloads machen es unmöglich, dass irgendeine Band da draussen, die Musik als Lebensinhalt sieht, auch davon zu leben. Also respektiere ich wirklich jeden, der auf Tour geht, oder jeden Musiker, der an sich und seinen Traum glaubt, und ein hartes Leben haben. Die Zeiten haben sich geändert, und Tourneen werden nun wieder wesentlich wichtiger, was für Bands wie die unsere gut ist.

Wir haben ja hier gesehen, dass du wirklich hart trainierst. Ist es wegen dem anstrengenden Tourprogramm, das du vor dir hast, und willst du dafür in Form bleiben?
Definitiv. Du musst physisch auf eine Tour vorbereitet sein, und mit DevilDriver auf der Bühne zu stehen, verbraucht eine Menge Energie. Und Leben auf Tour ist für mich so wie Leben in einem Kloster (lacht), 30 Tage oder so ohne Sex, da ich ein glücklich verheirateter Mann bin. Das ist es aber doch wert, denn wenn du als Headliner spielst und sich 600-700 Leute in einen Saal quetschen, dann will ich das umso mehr durchziehen. Und außerdem bin ich ohnehin ein Martial Arts Freak und trainiere einige Stunden pro Tag.

Danke, Dez.

Überraschenderweise wurden wir dann vom GOD FORBID Tourmanager angesprochen und plauderten dann auch mit dem Gitarristen und Backgroundsänger Dallas (Coyle) der Hoffnungsträger aus New Jersey.


Also, wie steht es mit eurem Label (Century Media)? Es scheint ja auf dieser Tour nicht so viel Promotion für euch zu geben.

Ja, Mann, du hast recht, denn wir kriegten nicht so viel an Unterstützung für die Tour. Das ist auch wirklich das einzige Interview, das wir nun haben. Ich wünschte wirklich, dass es mehr gäbe. Aber mit den Labeln heutzutage ist es nicht mehr so einfach.

Danke für deine Ehrlichkeit. Wie ist es denn so, in Deutschland zu touren?
Die Leute, die uns schon kennen, gehen wirklich total mit, und wir haben total positives Feedback für unsere Shows. In England verdienen wir sogar einiges bei unseren Gigs. Ich glaube, wir fassen hier so langsam Fuß. Allgemein ist es immer etwas schwierig, wenn du keine Promotion kriegst. Aber es wird immer besser, auch hier in Deutschland, und wir wissen, dass unsere Musik viel zu bieten hat für jeden aufgeschlossenen Metalhead da draußen.

Das interessante am God Forbid Sound ist die Mischung von Thrashcore Gitarrenriffs einerseits und melodisch anspruchsvollen Gesangsparts andererseits.
Naja, ich bin nicht nur Gitarrist, sondern auch Sänger. Wir arbeiten hart an der Dynamik und darum versuchen wir mehr zu bieten, als nur Brüllparts in den Songs. Unser Fronter Byron ist unser Mann, und er macht einen tollen Job. Daher haben wir diese Hintergrund-Harmonien als Draufgabe, damit alles noch größer und einprägsamer klingt. Wir wollen mit unserer Musik nicht in einer Kategorie eingesperrt werden.

Kurz und ehrlich - Danke!

Autor: Marc Hoek & Dirk Seegers, photos: DevilDriver, God Forbid
Eingetragen am: 2007-11-17

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