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REKORDER: Revolution zwischen Wolkenkratzern

Ihr sucht deutschsprachigen Alternative-Rock? Musik mit Seele und Texte mit Verstand? Und dann soll es auch noch richtig gut klingen? Kein Problem! Stalker hat die Antwort direkt am Main gefunden. Am Abend der CD-Release-Party zum neuen Album ‚Revolution‘ haben wir uns den Frontmann Claudio geschnappt und mit ihm und den anderen Jungs Klartext gesprochen.




Cheers. (Wir stoßen mit einem gekühlten Bier an.) Schön, Dich und die Jungs endlich zu erwischen. Der Soundcheck hat ein bisschen länger gedauert?
Claudio: Ja, es gab Monitorprobleme, die wir aber hoffentlich in den Griff bekommen haben.

4 Konzerte habt Ihr bereits auf dieser Tour hinter Euch und jetzt spielt Ihr wieder vor heimischem Publikum. Wie gefällt es Euch bis jetzt?
Claudio: Es läuft einfach super bisher und wir freuen uns wieder hier zu sein. ( lacht ) Schon allein, weil die Wege zum Konzert für alle nicht so weit sind.

Es ist die Tour zu einem weiteren deutschsprachigen Album von Rekorder. Früher hast Du englischsprachige Musik gemacht. Warum bist Du umgestiegen und was hat Dich dazu bewogen?
Claudio: Das war Mitte der 90´er. Ich hatte zu der Zeit eine englischsprachige Punkband – Stereo. Irgendwann habe ich halt bei einer anderen Band vorgesungen, die ich richtig geil fand. Und die haben eben deutschsprachige Musik gemacht. Obwohl die Texte vorgegeben waren, habe ich mich am Anfang sehr schwer getan deutsch zu singen. Ich habe mir dann ein halbes Jahr Zeit gelassen und bin während dessen jede Woche da hin gefahren und habe geprobt und verglichen um dann festzustellen: „Hey, das ist geil...eigentlich viel geiler. Man braucht halt eine gewisse Zeit, um sich mit der Musik identifizieren zu können

Es ist jetzt mit Rekorder die Tour zum neuen Album ‚REVOLUTION´. Steht Eurer Meinung nach eine bevor oder ist sie schon im Gange?
Claudio: Im Endeffekt ist es eigentlich ‚unsere´ Revolution. So wie wir es sehen und wie es sein könnte. Es ist mehr oder weniger so ein Querschnitt von dem, was wir erlebt und gesehen haben. Eine richtige Revolution kann es natürlich zu jeder Zeit geben, aber wir wollen nicht dazu aufrufen. Es ist die Revolution des Protagonisten, der sich durch das Leben hangelt und zeigt, dass jeder für sich selbst entscheiden muss, ob er die eine oder andere Revolution will und dazu bereit ist, dafür einen Schritt zu tun.

Das muss nicht im großen Stil sein, sondern kann sich im ganz alltäglichen sozialen Umfeld abspielen. Es ist ja schon eigentlich eine Revolution, wenn einer sagt, dass er Altenpfleger wird, Das ist ein ungeliebter und knüppelharter Job, gerade in der heutigen Zeit, wo alle vor dem Computer sitzen oder nur halbtags arbeiten. Er ist dann ein Teil einer Revolution und sagt: „Einer muss es machen. Wir brauchen solche Leute und ich mach das.“ Ich finde, dass das schon revolutionär ist.

Protagonist hört man oft von Euch. Ist das eines Eurer Lieblingswörter?
Claudio: Man muss halt immer ein wenig aufpassen. Nicht dass die Leute nachher kommen und sagen: „Das hat ‚ER´ sich so gedacht und das ist ‚IHM´ so passiert!“ (Thomas setzt sich zu uns.) Mit Protagonist zeigen wir auf, dass die Texte nicht komplett unser Leben widerspiegeln.

Eure Texte betreffen aber schon die Gesellschaft und aktuelle Themen?
Claudio: Der Anlass war die Einführung der Studiengebühren. Ich wohne im Nordend in der Nähe der FH und die sind da ordentlich auf die Barrikaden gegangen und haben die Straßen blockiert. Das gab den Ausschlag für den Song: ‚REVOLUTION´ und dann kam auch die Idee damit weiter zu machen.
Thomas: Was vielleicht noch ganz wichtig ist: Der Auslöser dafür war vielleicht politisch begründet aber am Anfang hatten wir richtig Angst, dass der Titel auch in eine politische Ecke gedrückt wird. Wir lehnen uns zwar weit aus dem Fenster, wollen aber nicht, dass Fahnen geschwungen werden. Alles sollte aus einer Vogelperspektive betrachtet werden und das Tolle daran ist, dass jeder der das Album hört seinen Part heraus picken kann. Es wird nicht mundgerecht serviert und nicht politisch belegt.

Habt Ihr selbst schon einmal bei einer Demo oder einem Streik mitgemacht?
Claudio: Ja, bei der Demo gegen die Studiengebühren.



Wie seid Ihr auf das ‚EISBÄR´ Cover gekommen? Das Original entspringt doch nicht Eurer Generation.
Claudio: (grinst) Na ja, meiner schon. Ich habe das Cover schon vor Jahren im Kopf gehabt. Es war aber noch nie für eine Platte geeignet. Über die Jahre hat es sich dann entwickelt und als die Songs für das neue Album geschrieben waren, dachte ich dass es doch jetzt dazu wie die Faust aufs Auge passt.

Welche Alben hört Ihr im Tourbus?
(Alle lachen laut.) Synchrone Antwort: Eigentlich gar keine.
Volker: Man muss dazu sagen, dass unser Bus so ne Kiste ist, die wirklich alles an Ausstattung hat, was man sich wünschen kann. Und man sollte davon ausgehen können, dass auch alles funktioniert. Der CD-Player nur leider schon von Anfang an nicht. Also hören alle Ihre eigene Musik, die sie auf dem MP3-Player haben, gar nichts oder Radio. Uns was einem dabei auffällt: Ich höre seid Ewigkeiten mal wieder über einen längeren Zeitraum Radio und bin erschrocken und erstaunt, wie viel Bullshit dort läuft.
Claudio: Vor Allem, wie oft dieselben Titel hintereinander gespielt werden. Innerhalb von ein paar Stunden läuft zum 3. Mal Shania Twain und anderes Zeug. Eine Ausnahme ist da Rockland-Radio. Die spielen auch mal außergewöhnliche Sachen, aber leider empfängt man die nur in Rheinland Pfalz.



Gut, dann formuliere ich die Frage um: Was würdet Ihr hören wenn...?
Claudio: Verstehe, Ich soll einen Querschnitt geben. Die neue Foo Fighters fällt mir sofort ein. Man muss sagen, dass wir sehr unterschiedlich bei der Auswahl unserer Musikquellen sind. Ich bin mittlerweile bei so nem Songwriter-Kram angekommen. Der Tobi ist ein alter Seattler und steht auf Queens of the Stone Age und so ein Zeug. Volker ist gar nicht so wüst und ist für so etwas wie die Beatsteaks zu haben. Thomas hört viel Elektrokram. Im Probenraum spielt immer irgendeiner etwas vor und das hören wir dann. In letzter Zeit war aber auch z.B. viel Deichkind dabei.

Was wollt Ihr unseren Lesern noch als letztes mit auf den Weg geben?
Claudio: Geht auf Konzerte von kleinen Bands! Auch wenn Ihr sie nicht kennt. Es gibt so viele geile Bands, Die Leute gehen lieber in den Laden und kaufen sich die nächste ‚Bon Jovi´, anstatt das Album einer kleineren Band zu kaufen. Die rippen sie sich im Höchstfall dann. Das Verständnis für die kleineren Bands muss einfach wieder kommen. Da sagt man sich einfach: „OK, ich muss mir nicht die 25. REM CD holen, sondern ich kaufe etwas von einer Gruppe, die ich noch nicht so gut kenne, aber schon über myspace ein wenig reingehört habe.“ Über dieses Netwerk hat ja auch schließlich jeder die Möglichkeit, neue Bands kennen zu lernen und deren Musik anzuhören, bevor man sie kauft. Ich selbst mache das auch. Ich habe bei vielen verschiedenen Gruppen rein gehört und gedacht: „Wow, was ist das denn für geiler Kram?“ und mir dann sogar direkt online die Alben bestellt, die es oft noch nicht einmal hier im Laden zu kaufen gab. Die kamen dann direkt aus Amerika. Da macht halt dann auch das Entdecken wieder richtigen Spaß!

OK, dann danken wir Euch für dieses ausführliche Gespräch und wünschen Euch viel Erfolg!



Autor: + photos: Cindy Bansemer / Eric Schreiner, transl. K. Weber
Eingetragen am: 2008-06-05

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