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Powerwolf: Berühmt beim ADAC

Ein brandneues Album, das auch den STALKER Rezensenten beeindruckte (siehe Review hier ) und auch gleich in die deutschen Album-Charts einstieg, ist wohl Grund genug, die Herren von Powerwolf - Attila Dorn, voc, Charles Greywolf, bass, Falk Maria Schlegel, keys, Stefane Funebre, drums, Matthew Greywolf, git - zum Interview zu bitten. Letztgenannter im Wolfsrudel beantwortete auch dankenswerterweise gleich unsere Fragen.


Wie ist "Bible of the Beast" entstanden?
``Bible of the beast`` ist in drei sehr arbeitsintensiven Monaten entstanden. Ursprünglich wollen wir ein oder zwei Monate pausieren, nachdem wir das letzte Konzert für ``Lupus Dei`` gespielt hatten, haben uns dann aber auf der Rückfahrt vom Wacken open air spontan dazu entschlossen, genau am nächsten Tag mit dem Songwriting loszulegen. Wir waren noch im ``live-modus``, und wir wollten dieses Feeling einfangen. Live ist alles ein wenig rauer, härter und lebendiger, und dieses Feeling wollten wir den neuen Songs geben. Nun, wenn man ``Bible of the beast`` hört, wird man schnell merken, dass wir das auch getan haben, haha…
wir schrieben also drei Monate lang neue Songs, und im November 2008 ging es dann ins Studio. Wir nahmen dieses mal in unterschiedlichen Studios auf, insgesamt waren es vier Studios, und abschließend flogen wir wieder nach Göteborg um das Album dort mit Fredrik Nordström zu mixen.

Im Vergleich zu "Lupus Dei" und „Return in Bloodred“ ist "Bible..." deutlich bombastischer, aggressiver und heavier ausgefallen. Wie kam es dazu?
Nun, die Heaviness kam durch die vorhin beschriebene Herangehensweise, und sicherlich auch von der Erfahrung, dass wir gerade live am liebsten unsere härteren Songs spielen – also, warum nicht gleich möglichst viele harte Songs schreiben?
Die orchestrale Ausrichtung war eigentlich nicht geplant, sondern hat sich im Laufe des Songwritings ergeben. Als die ersten Songs für das Album fertig waren, und der Albumtitel im Raum stand, wurde uns klar, dass das Konzept nach einer sehr sakralen Umsetzung verlangt, und die folgenden Songs entwickelten sich automatisch in diese Richtung. Irgendwann bekamen wir dann die Zusage, dass wir mit dem Chor der Musikhochschule Saarbrücken arbeiten könnten, und das führte natürlich auch dazu, dass wir beim Songwriting Chorpassagen mit einbauten. Auf ``Lupus Dei`` hatten wir zwar auch mit Chören gearbeitet bei drei Songs, aber die Idee dazu kam erst auf, als das Album schon geschrieben und teilweise schon aufgenommen war, also konnten wir den Chor nur noch auf fertige Songs draufsetzen. Dieses mal wussten wir schon früh, dass wir mit einem exzellenten Chor arbeiten würden, also schrieben wir schon beim Songwriting Chorparts, und entsprechend bekamen diese dann auch mehr Gewicht. Außerdem trägt auch der Kirchenorgelsound zum sakralen Feeling enorm bei, für den wir uns die Mühe gemacht haben eine echte Kirchenorgel aufzunehmen.


Was versprecht ihr euch von "Bible..."? Was für Erwartungen habt ihr und wo soll die Reise hingehen?
Nun, unsere Erwartungen haben sich bereits mehr als erfüllt. Unsere Fans scheinen das Album zu lieben, was nicht zuletzt der Charteinstieg auf Platz 76 beweist. Die Reaktionen seitens der Presse sind auch super. Die Reviews sind größtenteils fantastisch, und teilweise auch kontrovers, und das hatten wir uns auch so erhofft: ``Bible of the Beast`` ist ein sehr konsequentes, kompromissloses Album, und es liegt in der Natur der Sache, dass man das Album entweder liebt oder hasst, und entsprechend wurde das Album auch in manchen Magazinen diskutiert. Das ist super, denn das zeigt, dass man sich mit dem Album auseinandersetzt. Nichts ist schlimmer als von allen Seiten ein ``ganz nett`` zu bekommen…

Das Thema Horror beherrscht auch auf „Bible...“ die Lyrics. Inwiefern sind die Texte dieses Mal von wahren Begebenheiten beeinflusst oder stammen alle aus dem Reich der Mythen und Legenden?
Nun, der Übergang von Mythen und Legenden zu wahren Begebenheiten ist ja manchmal nicht klar abzugrenzen. Bei `Midnight Messiah` wird in der zweiten Strophe beispielsweise auf die Hochzeit zu Kanaan angespielt, als Jesus Wasser zu Wein verwandelt hat… Mythos? Wahrheit? Du siehst schon, gerade bei religiös beeinflussten Texten stellt sich diese Frage nicht wirklich.

Zu letzt habt ihr eine Tour mit Brainstorm gespielt. Was waren eure Erfahrungen und was konntet ihr lernen?
Nun, die Tour mit Brainstorm war für uns eine sehr erfolgreiche Tour, die uns gezeigt hat, wie viele Wolfsfans es da draußen mittlerweile gibt. Das macht uns sehr stolz, und hat uns auf der Tour an manchen Abenden echt beeindruckt. Ansonsten war die Tour vor allem in Sachen Tourbus eine sehr ereignisreiche Tour, denn wir waren mit einem alten Wohnmobil aus den 70ern unterwegs, das sich Falk und unser Lichttechniker zusammen gekauft hatten. Eigentlich ein sehr cooles Gefährt, nur hatten wir ziemlich Pech in Sachen Pannen, und sind bei so mancher Show erst kurz vor Konzertbeginn mit qualmenden Reifen und röhrendem Auspuff angekommen, haha… auf die Weise kennen wenigstens viele ADAC-Mitarbeiter eine Band namens Powerwolf…

Wie würdest du jemandem, der Powerwolf nicht kennt euren Sound beschreiben?
Düsterer, melodischer Heavy metal mit viel Atmosphäre.

Was steht bei euch in nächster Zukunft noch an?
Wir werden über den Sommer so einige Festivals spielen, unter anderem das Bang Your Head und das Summerbreeze, und derzeit sind wir gerade diverse Möglichkeiten für eine Tour im Herbst am durchspielen. Da ist im Moment noch nichts spruchreif, aber der Wolf wird definitiv zur Messe bitten!!!!

www.powerwolf.net




Autor: Timo Päßler; photos: Metalblade/Powerwolf
Eingetragen am: 2009-06-21

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