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Brainstorm: Keine kostenlosen Brötchen

Freude kehrte bei mir ein, als ich hörte, dass Brainstorm ihre neue Scheibe präsentieren. Ihr neues Kind hört auf den Namen „Memorial Roots“ und liefert den Fans das, was sie hören wollen: hochwertigen Power Metal, der eingängig, aber mit einem Augenzwinkern versehen daher kommt. Grund genug, der Band mal auf den Zahn zu fühlen. Gut gelaunt antworteten sie mir in einem kurzweiligen Gespräch auf meine Fragen.



Wie war denn das Feedback zu „Memorial Roots“ bisher?
Es ist immer toll, wenn das Feedback positiv ausfällt, in diesem Fall war es bisher sehr gut!

Gab es dabei auch Zielsetzungen?
Nicht direkt, natürlich hat man etwas vor Augen und versucht, diesem möglichst nahe zu kommen.
Wenn es uns gefällt, gehen wir davon aus, dass es zumindest nicht schlecht ist, dabei kann man es logischerweise nie allen recht machen, das wollen wir aber auch nicht. Wir geben immer unser Bestes, wem es nicht gefällt...daran können wir leider nichts ändern.

Dass eine Band einen bestimmten Fan-Kreis hat, spiegelt aber auch den Wiedererkennungswert einer Band wieder.
Daher halten wir uns auch stets daran, was wir bisher herausgebracht haben, was auch für die Zukunft gelten wird. Wir jagen nicht jedem Trend hinterher, sondern richten uns nur nach unseren Vorlieben.

Wo liegt denn nun der konkrete Unterschied zum Vorgänger?
Einer der Hauptunterschiede ist, dass die neue Platte spontaner wirkt. Manche sagen auch, dass sie einfach frischer wirkt. Das zeigt, dass wir wohl irgendwas richtig gemacht haben.

Wie sieht denn bei euch die Teamarbeit aus?
Zunächst schleppen wir unsere Songideen in den Proberaum herein, meistens als Gitarrenspur.
Sobald sich auch Basser und Schlagzeuger einig sind, was darauf zu spielen ist, macht man sich an den Songtext heran. Anschließend erfolgt die Feinarbeit am Song. So hat es bisher immer am Besten bei uns funktioniert.

Gehen wir auf die Texte ein. Welche Themen werden dabei angeschnitten?
Wir gehen diesmal stark auf die Wurzeln ein, sowohl die unserer Band, als auch die der gesamten Menschheit. Dieses erkennt man auch schon auf dem Cover. Viele haben eine lange Geschichte vorzuweisen, da bildet unsere Band keine Ausnahme. Darum wollten wir uns auch einmal damit auseinandersetzen.



Komplett anderes Thema, wie steht ihr zum derzeitigen Boom, Musik herunter zu laden anstatt CDs zu kaufen?
Wir finden es einfach hart, dass man viel Energie in eine CD steckt, von der Erschaffung und Ausarbeitung der Songs bis hin zum Aufnehmen und Bearbeiten, und am Ende wird das einfach ins Netz gestellt und tausendfach heruntergeladen. Diese fehlenden Einnahmen schmälern vehement die Chance, eine neue CD zu erstellen, oder gar, dass die Band weiterhin existieren kann, abgesehen von den Plattenlabels, welche das alles erst ermöglichen. Dadurch, dass Musik wirklich überall verfügbar ist, verliert sie an Wert. Man kann auch schlecht zum Bäcker gehen, sich Brötchen kaufen und ohne zu zahlen wieder herausgehen. Aber im Endeffekt ist es eine vergleichbare Situation. Dieses Unrechtsbewusstsein wird zunehmends schwinden.

Abgesehen davon, wird das Albumcover auch fast komplett unter den Tisch gekehrt.
Das gesamte Artwork ist auch ein Kapitel für sich, was damit absolut nicht honoriert wird. Man braucht sich außerdem nicht zu wundern, wenn immer weniger Limited-Editions oder ausgefallene Papp-Cover auf den Markt kommen. Das Jewel-Case ist immer am günstigsten und macht auch die geringste Arbeit. Wir sind aber um jeden froh, der sich die CDs noch kauft und sich somit auch eine schöne Plattensammlung zulegt, welche man gerne hervorzeigt. Viele Platten bleiben auch jahrelang in einer Sammlung bestehen, ganz im Gegensatz zu anderen Musiksparten, wo heutige Trends morgen schon verpönt sind.

Das gilt ja vor allem für den Mainstream.
Ganz genau, da sind auch nur ein oder zwei Songs wichtig, um ein Album zu verkaufen. In unseren Sparten jedoch ist jeder Song in einem Album wichtig, denn erst alle zusammen geben die Geschichte wieder, welche man damit vermitteln möchte.

Zurück zum Album. Wie wirkt es im Rückblick auf euch?
Jeder Entstehungsprozess eines Albums ist nie wie der andere, aber jeder prägt die Geschichte der Band. Auch die dazugehörige Tour wird uns lange in Erinnerung bleiben. Ich finde das ist mehr Wert als ein Fotoalbum auf einem Computer, da kann einem die Festplatte abrauchen. Erinnerungen aber bleiben immer präsent, die kann einem keiner nehmen, egal was kommt!

Autor: Markus Seibel, transl. Fabio Sgarlato, photos: Brainstorm
Eingetragen am: 2010-01-15

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