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Dimmu Borgir - USA, EU und eine gebrochene Nase

Die Düstergötter aus dem hohen Norden verstehen es immer wieder, ihre Fans zu überraschen. Hier kannst du erfahren, warum es eine Neuauflage von ihrem Black Metal-Meilenstein „Stormblast“ gibt, was Silenoz von der Zukunft für die Band erwartet und was er privat so treibt.



Erzähl uns ein bisschen was über die Entwicklung in der Black Metal Szene.
Ich weiß nicht, ich hab die Black Metal Szene nicht wirklich im Auge behalten. Aber soviel ich weiß gibt es eine Menge neuer Bands im Untergrund.

Besonders in Norwegen?
Ja, eine Menge Kids fangen an, in Bands zu spielen. Aber eher Metal im Allgemeinen, nicht wirklich Black Metal.

Warum ist Black Metal in Norwegen deiner Meinung nach so populär?
Schwer zu sagen. Die Leute, die sich Black Metal in Norwegen anhören, spielen wahrscheinlich auch selber in Bands.

Welche Erfahrungen habt ihr mit eurer Musik in den USA gemacht?
Dort gibt es für diese Art von Musik keinen großen Markt. Du musst ständig auf Achse sein, aber in den USA ist das auch teuer. Und so ein Tourbus ist nicht besonders bequem.

Kannst du dir vorstellen, in einem anderen Land außer Norwegen zu leben?
Ja, ich kann mir sogar sehr gut vorstellen, in den USA zu leben. Es wäre wahrscheinlich auch das beste für uns als Band, als Musiker, nicht in Norwegen zu leben, weil da alles so teuer ist. Mit den Steuern und all dem ist es fast wirtschaftlicher Selbstmord, Musiker in Norwegen zu sein, zumindest für Metal Musiker. Es wäre wirklich besser, woanders zu leben, so es billiger ist.

Würdest du in Norwegen gerne politisch was verändern?
Ich würde definitiv mehr von dem Geld nutzen, das wir mit Öl erwirtschaften. Ich glaube nicht, dass es wirklich unter die Leute kommt. Denn Norwegen zahlt Millionen an andere Länder, musst du wissen. Und bei medizinischen Notfällen müssen die Leute immer noch leiden. Also glaube ich... es ist so ähnlich wie im Flugzeug: die erklären dir, dass du dir deine eigene Sauerstoffmaske aufsetzen musst, ehe du anderen hilfst. Ich glaube, dass es so laufen sollte. Ehe du den armen Ländern Aufmerksamkeit schenkst, achte zuerst auf dein eigenes Land, nicht wahr?



Was denkst du über die EU?
Als wir in 1994 die Wahlen hatten, war ich dagegen. Aber wenn ich jetzt wieder abstimmen müsste, wäre ich dafür, weil es gerade uns Musikern etwas einfacher machen würde. Denn wenn wird nur mal nach Schweden wollen, müssen wir jede Menge Papierkram für unser Equipment und anderen Scheiß ausfüllen. Wären wir Teil der EU, wäre es viel einfacher, das ist sicher.

Hast du irgendwelche Hobbies?
Ja, ich spiele Poker und geh fischen, das habe ich von meinem Vater übernommen, er ist ganz verrückt danach. Er geht ungefähr sieben Tage die Woche fischen. Wo ich herkomme, gibt es tausende von Seen, also kannst du das ganze Jahr über zu einem anderen See gehen. Das ist cool.

Kannst du uns deinen Alltag beschreiben? Nicht auf Tour, sondern einen normalen Tag zu Hause.
So um zehn aufstehen, denk ich, essen, e-mail checken, dann mein täglicher Spaziergang, denn ich lebe am Waldrand, und es ist erfrischend, im Wald rumzulaufen. So gehen schnell mal sechs Monate vorbei, wenn ich an der Musik für Dimmu Borgir und mein Nebenprojekt arbeite. Wenn du Musik machst, verfliegt die Zeit, weißt du. Auch wenn du essen gehst, und dann ist es plötzlich elf oder zwölf Uhr nachts, und der Tag ist vorbei. Natürlich muss ich auch mindestens einmal die Woche mit meinen Freunden Poker spielen.

Welche Ziele hast du dir für die Zukunft der Band gesetzt?
Natürlich freuen wir uns schon, das nächste Album aufzunehmen, und natürlich ist das im nächsten Jahr unser wichtigstes Projekt. Wir werden wahrscheinlich nicht so viele Konzerte spielen, nur ein paar, denn immerhin müssen wir uns darauf konzentrieren, ein wirklich tolles neues Album zu liefern. Das ist im Moment unser wichtigstes Ziel.

Und gibt es ein Ziel in deinem Privatleben?
Ja, ich will mir ein Motorrad kaufen, aber es ist so schrecklich teuer, das Teil durch den Zoll zu kriegen. Das wird wahrscheinlich noch zwei Jahre dauern. Ich nehme den Tag so, wie er kommt, weißt du. Ich plane nicht wirklich vor. Als Musiker kann man nicht wirklich Reisen oder ähnliches planen, weil du ja nie weißt, ob du Geld dafür haben wirst, denn du lebst eher in den Tag hinein.

Wovor hast du am meisten Angst?
Zu sterben, bevor meine Zeit gekommen ist.

Wenn du etwas an dir ändern könntest, was würde das sein?
Ich würde meine Augen korrigieren lassen, denn ich bin schrecklich kurzsichtig, weißt du. Bei einem Auge sind es 7,5 Dioptrien, das ist echt schlimm. Und meine Nase ist seit ungefähr zehn Jahren gebrochen, das würde ich gerne mal in Ordnung bringen. Allgemein würde ich gerne besser in Form kommen und nicht so viel Alkohol trinken.

Ist die Band deiner Meinung nach jetzt perfekt, oder sollte sich was ändern?
Ich glaube ja nicht, das irgendwas perfekt sein könnte, aber wir sind dem sehr nahe, wie es unserer Meinung nach sein sollte. Alles klappt wunderbar, und ich hoffe es bleibt so, aber du weißt ja nie. Du weißt nie, was hinter der nächsten Ecke ist, aber ich hoffe es bleibt so, weißt du?

Wie oft hört ihr euch eure eigenen Alben an?
Eher selten. Manchmal, wenn wir eine Show oder sowas mit einem Song im Programm, den wir schon lange nicht mehr gespielt haben, dann natürlich muss ich reinhören und mir die Songs nochmal im Kopf durchgehen lassen. Aber für gewöhnlich erinnere ich mich sehr gut an alles, also reicht es, das ganze nur einmal anzuhören.



Was macht für dich einen typischen Dimmu Borgir Fan aus?
Schwer zu sagen, denn wir haben sehr unterschiedliche Die-Hard-Fans. Da ist der Siebzigjährige, dann die Kids, die mit ihren Eltern kommen, dann den durchschnittlichen Teenager, der voll in dieser Musik aufgeht. Dann gibt es auch diesen Die-Hard Black Metal Fan, der nicht zugeben will, dass er auf diese Musik steht, und und und ... sogar beim Ozzfest, wenn wir Signierstunden hatten, kamen diese unfassbaren Transvestiten an und fragten um Autogramme. Wir haben echt alle möglichen Arten von Fans.

Machst du auch was für Hilfsprojekte?
Nein, nicht als Band, aber ich persönlich bin durch einen Freund in ein Konzertprojekt geraten, ich soll so eine Art Benefiz-Konzert machen, um für ihn etwas Geld aufzutreiben. Wenn ich Zeit dafür habe, dann helfe ich Freunden, weißt du. Wenn ich keine Ahnung hätte, worum es geht, würde ich es nicht machen, aber es ist ein Freund, ein enger Freund.

Sprechen wir über das neue Album. Warum habt ihr „Stormblast“ nochmal aufgelegt?
Die Hoffnung hat uns dazu gebracht. Wir haben immer nach einer Chance Ausschau gehalten, das Album noch einmal aufzunehmen, denn der Sound der Produktion ist nicht das, was wir damals eigentlich wollten. Wir hatten ursprünglich einen anderen Produzenten, den wir aber nicht kriegten, und so wurde das Album nicht so, wie wir es erhofft hatten. Und wir konnten es auch nicht zurückhalten, wegen dem Plattenvertrag, weißt du. Die Chance ist jetzt aber da, und wir haben sie diesen Sommer wahrgenommen, weil wir bis zur nächsten Tour Zeit dafür hatten. Wir haben das ganze für uns selber gemacht, und weil ich weiß, dass es da draußen eine Menge Fans gibt, die „Stormblast“ als Meilenstein unserer Karriere sehen, für die es ihr Lieblingsalbum ist, und die es auch neu aufgenommen haben wollen – und das ist gut.

Jetzt sind nur noch zwei Leute übrig, die die Band gegründet haben. Wenn ein neues Mitglied zur Band kam, war es wie eine Weiterentwicklung oder eher wie ein Neustart?
Definitiv eine Weiterentwicklung. Jedes neue Mitglied hat uns weiter gebracht, nicht zurückgeworfen. Das ist natürlich positiv. Aber einige Mitglieder in der Vergangenheit, ich verrate nicht welche, sie sind so ... zuerst begeistert, ein Bandmitglied zu sein, alles klappt wunderbar am Anfang, aber dann nehmen sie alles etwas zu selbstverständlich, weißt du. Erwarten zu viel. Das war für die Band ziemlich schlecht, und einer der Gründe, warum wir auch die Besetzung so oft gewechselt haben.






Samira Alinto


Autor: Fabian Zühlsdorff, Photos: Christian Zachris, Translation: Klaudia Weber
Eingetragen am: 2005-11-01

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