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Hypocrisy – Nie wieder nüchtern auf Festivals!

In Zeiten, da sich viele auch alt eingesessene Musikanten neuen, vermeintlich verkaufsträchtigeren Trends zuwenden, war und ist Hypocrisy schon immer der verlässliche Fels in der Brandung gewesen. Kaum eine andere Death Metal Combo vermochte es (vom, sagen wir mal „experimentellen“, „Catch 22“-Album mal abgesehen) in den mittlerweile fast 15 Jahren Bandgeschichte derart mit jeder Veröffentlichung an alten Stärken festzuhalten, ohne dabei langweilig zu werden oder sich zu wiederholen. Da macht auch die neue Langrille „Virus“ keine Ausnahme.

Erneut reiht sich eine Todeswalze an die nächste. Über allem schwebt Mastermind Peter Tägtgrens unverkennbarer Gesang. Und auch in Sachen Produktion ist mal wieder die Handschrift des insomnischen Schweden. Alles beim alten im Hause „Roswell“? Mitnichten. Denn schon auf den zweiten Blick gibt es eine Veränderungen in der schwedischen Stahlschmiede zu vermelden. Ein offensichtlich geschaffter aber durchaus zufriedener Peter Tägtgren gibt telefonisch Auskunft.



Peter, du machst einen einigermaßen fertigen Eindruck.
Oh ja, aber ich bin verdammt froh dass die härtest Arbeit mit dem Album nun getan ist.

Ich war sehr überrascht, dass ihr erstmalig seit langem nicht mehr als Trio, sondern als Quartett agiert. Wie kam es zu den Um- und Neubesetzungen?
So ungewöhnlich finde ich das gar nicht. Zu Anfang waren wir mit Masse (Blomberg alias Emperor Magus Caligula, erster Hypocrisy- und jetzt Dark Funeral-Sänger – Amn. D. Autors)und Horgh ist ja jetzt auch nicht seit gestern in der Band. Mit ihm habe ich ja schon lange bei „Pain“ zusammengespielt und er hat uns nach dem Ausstieg von Lars Szöke auch bei Hypocrisy live unterstützt. Gleiches gilt für Andreas Holma. Und da war es nur fair, den beiden eine vollwertige Mitgliedschaft anzubieten.

Wie haben sich die beiden Neulinge in die Band eingefügt?
Ganz hervorragend. Andreas hat sich schon am Songwriting für „Virus“ beteilligt. He really rocks. Und auch Horgh hat einige Riffs geschrieben. Außerdem ist seine Art Schlagzeug zu spielen sehr erfrischend. Er spielt eigentlich mehr wie ein Gitarrist, der die besten Beats zu den Riffs finden und nicht nur einfach einen Rhythmus darunter legen will.



Ein weiterer Unterschied ist die inhaltliche Ausrichtung von „Virus“. Die Aliens mussten realitätsnäheren Themen weichen.
Weißt du, ich hatte einfach genug davon und wollte es auch nicht den Leuten in den Hals stopfen. Ich wollte vielmehr ein richtiges Death-Metal-Album schreiben und da gehörten andere Texte einfach dazu.

Erzähl doch etwas Näheres über die Inhalte.
Im Moment ist es so, dass ich vielmehr meine eigenen kleinen Geschichten geschrieben habe. Dabei lasse ich mich von allem Möglichen inspirieren. „War Path“ beispielsweise handelt von Armageddon, dem jüngsten Gericht während sich „Scrutinized“ mit der permanten Überwachung auseinander setzt, der wir tag-täglich ausgesetzt sind. „A Thousand Lies“ handelt von Heroinsucht, allerdings mehr von einem außenstehenden Betrachtungswinkel.

In diesem Zusammenhang ist mir zu Ohren gekommen, dass du jüngst das Trinken wenn nicht gar an den Nagel, dann zumindest stark eingeschränkt hast.
Oh ja, ich habe jetzt seit zweieinhalb Monaten keinen Alkohol mehr angerührt und das Rauchen habe ich komplett dran gegeben. Ich habe festgestellt, dass mich das ganze Zeug in meiner Arbeit enorm verlangsamt hat. Besonders auf Tour geriet es dazu oft völlig außer Kontrolle. Jetzt bin ich viel zielgerichteter bei allem, was ich tue.

Dennoch war das diesjährige „Summer Breeze“ wohl eher eine Erfahrung der „3. Art“.
Das war das erste Mal, dass ich auf einem Festival total nüchtern war und ich sage dir: Das mache ich nie wieder. Du kommst dir vor wie ein Ausgestoßener, während sich alle anderen die Kante geben und Spaß haben.

War die „neue Nüchternheit“ auch der Grund, warum sich du dich auch wieder der Produzententätigkeit außerhalb deiner eigenen Bands gewidmet hast, obwohl Du das eigentlich nicht mehr machen wolltest?
Ich habe nie gesagt, dass ich nie wieder andere Bands produzieren wolle. Ich mich lediglich einschränken und das habe ich auch getan. Während ich früher 15 bis 20 Produktionen pro Jahr gefahren habe, waren es in diesem Jahr nur drei und dabei habe ich in erster Linie mit guten Freunden zusammengearbeitet, wie Dimmu Borgir und Destruction.



Die dritte Produktion dürfte für dich ein besonders Fest gewesen sein. Wie hast du den Zuschlag für das Reunion-Album von Celtic Frost bekommen?
Das war eigentlich gar nicht so spektakulär. Während wir im März auf US-Tour waren, kam ihr Manager zu einer unserer Shows und fragt, ob ich Interesse hätte. An sich ´ne Dumme Frage (lacht).



Wie verlief die Arbeit mit den Urvätern des Black Metal?
Es war eine verdammt coole Produktion. Celtic Frost sind eine ganz besondere Band, wenngleich es ein nicht gerade einfaches Album war. Ich dachte, ich wüsste genau, was die Band wollte und jedes Mal war es dann das genaue Gegenteil von dem, was ich erwartet hatte.

Was können wir als Hörer denn von dem Album erwarten?
Expect the unexpected! Es ist total anders, als alles, was Celtic Frost bis jetzt gemacht haben.



Zum Abschluss, gib uns doch noch einen kleinen Ausblick, was wir von dir in naher Zukunft erwarten können.
Nun, derzeit arbeite ich an einem Cover-Album mit Pain, bei dem ich etliche Pop-Klassiker durch den Wolf drehen werde. Dann steht im November und Dezember die Christmas-Metal-Tour an. Im Januar gehen wir dann mit Nile auf US-Tour. Außerdem wird es einige Pain-Gigs in Russland geben, was verdammt spannend wird, da wir da noch nie waren.

Wie ist es um die Songauswahl bei Hypocrisy bestellt? Da wird es doch bestimmt einiges vom neuen Werk zu hören geben?
Klar. Wir werden zwischen drei und fünf Songs vom neuen Album spielen. Außerdem haben wir neben den unausweichlichen Klassikern auch einige Songs vom ersten Album zocken, die wir noch nie live gespielt haben. Insgesamt werden wir jeden Abend wohl circa anderthalb Stunden auf der Bühne stehen, so dass auch wirklich jeder zufrieden gestellt wird.





Autor: Sebastian - Konz - Konopka, Photos: Diana Nitschke & Christian Zachris
Eingetragen am: 2005-11-04

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