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M`era Luna 2007

2007-08-30
Stadt / City Hildesheim 
Land / Country GER 
Web www.meraluna.de
 
Veranstaltungsort:
Location
Flugplatz 
Datum / Date11.-12.08.2007 
Bildergalerie / Picturegalerie MeraLuna_2007 
Photos: MeraLuna_2007 Marie-Luise Führ, Katrin Dietl 

Goth meets Industrial meets Metal meets Mittelalter: Das legendäre M`era Luna lockte auch dieses Jahr zahlreiche Besucher aus dem In- und Ausland nach Hildesheim, Germany. Eine großzügige Händlermeile lädt zum Bummeln ein, und auch das breitgefächerte Line-Up lässt kaum einen Wunsch offen.

Samstag 11. 8. 2007

The Lovecrave
Viele hatten sich noch nicht vor der Hauptbühne eingefunden, als die Goth Rock Band aus Bella Italia das Festival um 11 Uhr eröffneten, die meisten waren wohl doch noch damit beschäftigt, die Wasserschäden der vergangenen Nacht zu beseitigen. Schade, denn die Lieder vom viel gelobten Debüt "The Angel and The Rain" kamen eine ganze Spur härter als von der Konserve gewohnt aus den Boxen. Frontfrau Francesca Chiara konnte mit ihrer Stimme und einer energiegeladenen Show zwar nicht die Sonne, aber doch das eine oder andere verzauberte Lächeln beim männlichen Publikum hervorlocken. Pathos ist sicher vorhanden, warum die Italiener aber ständig in dieselbe Ecke wie HIM gerückt werden, bleibt mir auch nach dem Auftritt schleierhaft. (MLF)

Pesticide
Getreu ihres Namens betraten diese Szene-Newcomer in einer Mischung aus Kammerjäger- und Fleischeranzügen die Bühne. Der oft kritisierte metallene Wiederhall der Hangarhalle stand der Musik der Band sehr gut, sie spielten eine Art New Metal mit Elektro und Goth Einflüssen, schwer zu definieren. Eben diese Tatsache macht die laut Sänger Dominic “Stealth“ noch schüchterne Band aus, die gerade dabei ist, sich einen Namen zu machen. Mit diesem Vorsatz haben sie nach ihrem nur 30 minütigen Konzert sicher einige Interessenten auf sich aufmerksam gemacht. (KD)



Lola Angst
Allein schon die Idee eine Orgel auf die Bühne zu stellen - nämlich die namensgebende Lola - sticht aus dem Einheitsbrei der Electro/EBM- Bands weit hinaus. Das dann auch noch mit zwei Ballerinas im Lacktütü zu garnieren, mag bei dem ein oder anderen Goth mehr als nur ein irritiertes Stirnrunzeln hervorrufen. Das Berliner Duo beeindruckte das herzlich wenig, zielen die bissigen Texte, verpackt in ein verdammt eingängiges Songkonstrukt, doch gerade in diese Richtung. Souverän und mit einer ordentlichen Portion Selbstironie präsentierten Goldmann und Schirner für die sichtlich dichter werdenden Reihen Hit auf Hit aus dem beiden Outputs "Schwarzwald" und "The Council of Love" und zeigten, dass man Bierflaschen neuerdings stilgerecht mit einer Axt (!) öffnet. Sehr unterhaltsam. (MLF)

Down Below
oder die viel gelobten Frackträger aus „Nirgendwo“ lockten ein sehr junges gemischtes Publikum in den Hangar. Frontschönling Neo Scope beeindruckte die Mädels in den ersten Reihen mit theatralischer Gestik und einem gesunden Selbstbewusstsein, als er ankündigte, dies sei nicht ihr letztes M´era Luna. Die Musik der Band schwimmt auf der Welle von Goth Rock Bands a la Zeraphine und Lacrimas Profundere, klingt dabei jedoch nicht sehr innovativ. Songs wie „Down Below“ und „Dark Queen“ wirken wie schon gehört, begeisterten jedoch ihre Zuhörer. Manch einer mag sich nach dem Hype um die Band mehr versprochen haben. (KD)

Jesus On Extasy
Frauenschwarm-Alarm nun auch auf der Hauptbühne, und auch der Platz davor war ganz ordentlich gefüllt. Die fünf Damen und Herren von JOE bewiesen eindrucksvoll, dass sie mehr können als nur gut aussehen und servierten mit "Neochrome", "Puppet" und natürlich dem Überhit "Assassinate me" die Highlights ihres viel gelobten Debüts "Holy Beauty".



Necro Facility
Ihren Zweitling "The Room" im Gepäck, standen Necro Facility nicht nur vor der schweren Aufgabe, die Stimmung ihrer Vorgänger zu halten, über den gesamten Auftritt hing auch noch der Schatten der großen musikalischen Vorbilder Skinny Puppy, die am nächsten Tag auftreten sollten. Das schwedische Duo schaffte es zwar musikalisch, mit ihrer aufgefrischten Variante der kanadischen Erfolgsformel zu überzeugen, in Sachen Atmosphäre und Show hinkten sie aber noch etwas hinterher, so dass das Publikum eher reserviert blieb. (MLF)

Pain
Für viele das erste Highlight des diesjährigen Mèra Luna Festivals: Pain ist das Soloprojekt des Hypocrisy-Sängers Peter Tägtgren, dessen persönliche Vorstellung von guter Musik sich mit den Erwartungen vieler seiner Anhänger zu 100% deckt. Er hat sich eine sehr fähige Band zusammengestellt, um sein neuestes Werk „Psalms of Extinction“ vorzustellen, was ihm und seinen Musikern sichtlich großen Spaß bereitete. Leider mussten durch die Vorverlegung des Konzertes einige schlecht informierte Fans auf den Genuss verzichten, was Enttäuschung und einigen Unmut erregte.

Cultus Ferox
Nachdem die laut neuem Spielplan nächste Band Animal Alpha wegen eines Staus absagen musste, entstand auf der Hangarbühne ein Loch von etwa eineinhalb Stunden. Viele der Fans, von den ständig neuen Ansagen und Terminänderungen verwirrt, warteten die ganze Zeit im Hangar, um die Band ihres Herzens ja nicht zu verpassen. Der Soundcheck schien endlos, kein Wunder bei den vielen Instrumenten. Die von ihrer Mittelaltermarkt Tour reichlich aufgedrehten Spielleute waren nicht zu bremsen, ein mitreißender Song folgte dem anderen. Die neun Mannen sorgten für ein reges Treiben auf und vor der Bühne, was Frontsänger Brandan zu dem zärtlichen Kosenamen „Sackpfeifengedöhns“ für sein Publikum inspirierte. Höhepunkt des Konzertes bildete der Song „Wolfsballade“, den die Band wegen der „großen Nachfrage“ selbst nicht mehr hören kann und deshalb nur noch selten spielt. Für die weiblichen Vocals wurde Sängerin Claudia im unschuldig weißen Kleid auf die Bühne gebeten. Dann ging es mit Vollgas dem Ende des Konzertes entgegen und Brandan lässt den gut gemeinten Rat „Männer, immer schön die Stange steif halten, und Frauen - Muschis rasieren!“ verlauten. Die Übermütigen wollten anscheinend die Bühne gar nicht mehr verlassen, doch der Zeitplan zwingt sie doch zu einer finalen Verbeugung. (KD)



Covenant
Zum wiederholten Male beehrten Covenant das M´era Luna, wenn auch dies Mal zu ungewohnt früher Zeit. Gäbe es einen Preis für das stilvollste Outfit zu vergeben, Sänger Eskil als Dandy ganz in Weiß hätte ihn locker gewonnen. Ruhiger als die direkten Vorgänger Assemblage 23, dafür mit einer ganzen Ansammlung von Clubhits wie "Bullet" oder dem "großen MTV-Hit" "Call the ships to port" und vor allem mit Eskils Gänsehaut-Stimme gesegnet, schaffte es das schwedische Trio locker, die zahlreich erschienenen Fans zu verzaubern und so für das nächste Highlight des Tages zu sorgen. (MLF)

Dir en Grey
Etwas verwirrt nach dem gewöhnungsbedürftigen Techno-Intro liessen zumindest die in der Sonne blitzenden teuren Instrumente auf der Bühne auf ein gutes Konzert hoffen. Doch weit gefehlt! Die so hoch gelobten Japaner nervten mit einem sehr experimentellen, lächerlich anmutenden Sound, was von dem unidentifizierbaren Gejodel des Sängers Kyo nur noch verstärkt wurde. Das auf der Bühne wütende Frontmännlein verfiel in eine Art spastischen Trancetanz, vielleicht ein Versuch, von der Musik abzulenken? Unerklärlicherweise fanden sich unter den verstreuten Zuhörern eine erstaunliche Anzahl für diese Vorstellung zu Begeisternder, überwiegend noch tief in der Pubertät verfangen. Mit Dir en Grey ist es wohl wie mit Sushi, das schmeckt nicht jedem! (KD)



Emilie Autumn
Wem es bei Lola Angst schon zu viel Drumherum war, der wurde hier förmlich erschlagen. Die Bühne war mit allerhand Kitsch wie roten Herzchen und Kuscheltieren zu einem an Pippi Langstrumpf erinnernden Kaffeekränzchen umgestaltet worden. Allgemein mutete so vieles von dem, was da noch kommen sollte, eher wie ein - perfekt inszeniertes - Theaterstück denn wie ein Konzert an. Nach einem langen Intro erschien Frau Autumn endlich, in Begleitung ihrer drei ansehnlichen Gespielinnen und sang, litt und dramatisierte sich, stimmlich in Topform, durch die Hits aus ihrem "Ophelilac"- Album. Nur auf die Geige - und insbesondere auf das jenseits der fünf Minuten gehende Solo zum Schluss - hätte sie doch bei dem alles andere als glasklaren Hangarsound verzichten sollen. (MLF)

Schandmaul
„Wer piepst denn da?“ Sänger Thomas Lindner half etwas nach, mit einem Helium-Ballon als Requisite zur alternativen Publikumsbegrüßung. Schandmaul, neben Subway to Sally, eine der Bands, von denen jeder Szenekenner mindestens ein Lied zumindest teilweise mitsingen kann. Die Band hat viele Klassiker, die alle ihre unbestreitbaren Livequalitäten haben: Bei „Die Tür in mir“, „Weit überm Meer“ und „Feuertanz“ hörte man die Fans vor der Bühne lauter als die Band selbst. Das einzig Ungewohnte an diesem Konzert war die immer noch bestehende Helligkeit. „Ihr könnt ja mit den Herzen brennen, für Feuerzeuge ist es ja noch zu hell!“, so löst Thomas das Problem, trotzdem kann die Stimmung der Zugabe-Ballade „Dein Anblick“ nicht gerecht werden, so sehr sich der Mob auch bemüht.



My Dying Bride
Die 1990 gegründete Band war mit Sicherheit einer der Top-Headliner Bands in diesem Jahr und fand sich dick markiert auf vielen “to hear“- Listen der Festivalbesucher wieder. Bekannt für ihren spannungsvollen Depri-Goth-Rock und der berühmt-berüchtigten hypnotisierenden Stimme des charismatischen Sängers Aaron Stainthorpe, zog die Gruppe spielend leicht die Zuhörer in ihren Bann. Bassistin Lena Abè sorgt für einen fetten Sound, der die Grundlage für die typische My Dying Bride Stimmung bildet. Mit Hilfe der Gitarristen Andrew Craighan und Hamish Glencross sowie Keyborderin Sarah Stanton wurde ihre Musik von schönen Melodien verziert, die ihre Wirkung auf das Publikum nicht verfehlten. Wer ein My Dying Bride Konzert besucht, möchte seinen Gedanken nachhängen und seinen Gefühlen freien Lauf lassen. Die Band dürfte mit diesem sehr gelungenen Konzert in Erinnerung bleiben, sie bildeten einen würdigen Abschluss des Samstagabend im Hangar. (KD)

And One
Steve Naghavi eröffnete mit einem selbstbewussten "Schön, dass ihr die Vorbands überstanden habt, jetzt kommt die erste richtige Band des Abends" und lieferte dann ein Hitfeuerwerk aus Songs vom aktuellen "Bodypop"- Album und vielgeliebten Klassikern wie "Deutschmaschine" oder "Für", bei dem kein Bein still stehen blieb. Bis nach oben zu den Imbissständen eine einzige, schwarz gewandte wogende Masse. Eine Coverversion des Project Pitchfork- Hits "Timekiller" wurde als Extraschmankerl noch mit oben drauf gesetzt.
Machte gute Laune und warf die Frage auf, ob der Headliner wieder - wie im Vorjahr mit Bauhaus nach Nitzer Ebb geschehen - am Co-Headliner scheitern wird...

Suicide Commando
Eine andere - auch nicht neue - Frage drängt sich direkt danach dann bei der belgische EBM/ Hellelectro - Ikone auf: Warum nicht auf der Hauptbühne? Im Hangar war kein Platz mehr zum Luft holen, geschweige denn zum Treten, als Johan von Roy mit dem Titelsong vom aktuellen Album "Bind Torture Kill" das Inferno eröffnet, dutzende drängen sich noch vorm dem Hangar. Unterstützt von stilvollen Videoprojektionen und einer großartigen Lichtshow und unfähig auch nur eine Minute still zu stehen, lieferte er die großen Hits aus seiner inzwischen zwanzigjährigen Karriere und entliess nach anderthalb Stunden ein erschöpftes, aber glückliches Publikum in die noch andauernden Klänge von Tool. (MLF)



TOOL
Unglaublich! So einen technischen Aufwand hatte man auf einer M´era Luna Bühne noch nicht gesehen! Vier riesige Leinwände prangten hinter den sehnsüchtig auf ihre Herren wartenden Instrumenten. Der definitive Höhepunkt des diesjährigen Festivals und Publikumsmagnet: Niemanden hielt es auf den Campingplätzen. Tool sind ein Garant für einen unvergesslichen Abend, der alle Sinne anspricht. Mit einem lockeren “Good evening campers!“ begrüßte Sänger und Mastermind Maynard James Keenan die Menge. Und schon begann eine bunte, skurrile Reizüberflutung, der sich sicher keiner entziehen konnte. Die auf den Leinwänden gezeigten typischen TOOL Videos fesselten alle Blicke und boten, zusammen mit dem beeindruckenden Lightdesign plus Lasershow, einen perfekten Hintergrund. Die Band trat vor ihrer Kunst in den Hintergrund, man konnte von ihnen nur die Umrisse vor den Leinwänden erkennen. Der wohl bekannteste Song “Shism“ sorgte für einen stillen Aufschrei im Publikum, als jeder seine persönlichen Erinnerungen zu dem Titel aufleben liess. Das Konzert endete in einem buchstäblichen Feuerwerk aus Emotionen, Maynard bedankte sich höflich für die Unterstützung und liess symbolisch ein mit seinen Händen geformtes Vögelchen frei - und dann ist es auch schon wieder vorbei…(KD)

Sonntag, 12. 8. 2007

Big Boy
Viel ist im Vorfeld über diese Band geschrieben worden, noch mehr hat Frontmann Johannes großmäulig von sich gegeben, nun war es Zeit, dem - abgesehen von den ersten mit vornehmlich weiblichen Big Boy-Jüngern gespickten Reihen - eher leeren Bühnenvorplatz zu beweisen, dass man auch musikalisch was auf dem Kasten hat. Äußerlich einem Brian Molko nach durchzechter Nacht - der aber im Kleiderschrank gewaltig daneben gegriffen hat - gleichend, möchte man musikalisch böse wie Marilyn Manson klingen. Sowohl Placebo als auch Manson waren bereits Headliner auf dem M´era gewesen, vielleicht schaffen sie es auch eines Tages... so in zehn Jahren. Dafür muss aber noch einiges getan werden, denn das mangelnde Publikum war nach diesem wenig überzeugenden Auftritt nicht nur auf die frühe Uhrzeit zurückzuführen. (MLF)



Krypteria
Manch einer mag Krypteria beim Zappen nachts schon auf VIVA begegnet sein. Aller Unkenrufe zum Trotz bewährte sich die medienwirksame Band vor ihrem Publikum. Ja, Krypteria spielen Mainstream Gothrock, aber sie machten ihre Sache sehr gut. Sexy Frontwirbelwind Ji-In bezauberte mit einem atemberaubenden Outfit und geschmeidigen, katzengleichen Bewegungen. Widerwillige männliche Zuhörer, die von ihren Freundinnen zu diesem Konzert geschleift wurden und vielleicht vor hatten, ihre Anwesenheit mit einem gelangweilten Blick zu überspielen, hatten ihre Pläne dank der gebotenen Vorstellung sicher schnell vergessen. Egal ob wegen Musik oder Sängerin, Krypteria beeindruckten, und es machte sich sogar etwas Wehmut breit, als sie nach 30 Minuten Spielzeit das Feld räumen musste.

Lacrimas Profundere
Auch die folgenden hat die Welt nicht gerade neu erfunden. Die Gothrocker erinnern nicht nur musikalisch sehr an Bands wie HIM und The 69Eyes, was ja im Grunde nichts Schlechtes ist. Wen wunderte es da, dass sie die Aufmerksamkeit des Hobby-Musikpromoters Bam Margera erregt haben, der durch seine MTV Show Viva la Bam schon etliche Bands in den amerikanischen Fokus gerückt hat. Als Dankeschön widmeten ihm die Oberbayern ihren ersten Song. Die eher rhetorische Frage „habt ihr Lust auf Gothic? Ich will euch rocken sehen!“ provozierte das Publikum zu nur noch größerer Begeisterung. Die solide Fan-Base ließ die Band auch in diesem Fall nicht im Stich. (KD)



Crüxshadows
Die Dark Wave-Combo ist nicht nur ein oft gesehener Gast auf europäischen Festivals, sondern auch für ihre sehr unterhaltsamen Shows "berüchtigt". Sänger Rogue hält es nämlich kaum auf dem Bühnenboden, sobald er ein Gerüst zu Klettern entdeckt hat - so sang er auch dies Mal einen Teil des Sets aus luftiger Höhe. Die Nr. 1-Single "Sophia" aus dem aktuellen "Dreamcypher"- Album durfte natürlich ebenso wenig fehlen wie der All-Time-Klassiker "Marilyn, My Bitternis", und so sorgten die sympathischen Amerikaner - „eingequetscht“ zwischen den sich stilistisch doch sehr ähnlichen Lacrimas Profundere und 69 Eyes - für willkommene Abwechslung. (MLF)

The 69 Eyes
Nach der Kopie folgt nun das Original! Die Finnen wurden von vielen trotz erst kürzlich beendeter Deutschland-Tour sehnsüchtig erwartet, denn sie machen einfach süchtig! Während sich Jyrki - buchstäblich - den Arsch aufriss (die Hose platzte gegen Ende der Show), ließ sich die zähe, von der Hitze scheinbar gelähmte Masse vor der Bühne nur sehr schwer in Bewegung setzen. Unvorstellbar bei dieser genialen Rockshow! Wie wir es von den Vollblutrockern gewöhnt sind, folgte ein Höhepunkt dem anderen. Kein Wunder, dass das so früh am Tag so manchen halbgaren Festivalbesucher überforderte. Zum Abschied, sehr zur Freude der Mädels in der ersten Reihe, drehte sich Jyrki und bückte sich, um stolz seinen durch den Riss in seiner Hose blitzenden Hintern zu präsentieren, was für ein Finale! (KD)

Skinny Puppy
Vor zwei Jahren noch Co-Headliner gewesen, teilten die Kanadier nun dasselbe Schicksal wie Ministry im Jahr zuvor: Bei strahlenden Sonnenschein und einem auf eine Stunde zusammen gekürztem Set bleibt nicht viel übrig von einer Licht- und Videoshow, so dass man gleich ganz darauf verzichtet. Nivek Ogre konzentrierte sich stattdessen darauf, die beim Opener "Ugli" noch jungfräulich weiße Leinwand - und auch sich selber - mit Hilfe seiner um den Körper geschnallten Blutpistole nach und nach rot zu färben. "Immortel", "dOwnsizer" und noch etliches mehr fanden mühelos ihren Weg in die Ohren der zahlreich Anwesenden, und "Testure" sorgt für einen fulminanten Abschluss eines grandiosen Konzertes.



IAMX
Einen nicht weniger ansehnlichen, aber doch starken musikalischen Kontrast bot dann Sneaker Pimps-Frontmann Chris Corner mit seinem Solo-Projekt IAMX. Angesiedelt irgendwo zwischen Gitarren-Wave, Pop und Electro, mit mehr als nur einem Schuss Glam, bewies Mr. Corner eindrucksvoll, dass selbst die miserable Akustik des Hangars seiner Ausnahmestimme nichts anhaben kann. Ob nun mit "Skin Vision" oder "Nightlife", Chris eroberte die Herzen der Anwesenden im Sturm, und wer nach der Steine zum Erweichen bringenden Gänsehautballade "Mercy" immer noch unberührt bleibt, der muss wahrlich schon klinisch tot sein. Schade nur, dass die Zaubershow schon nach knapp fünfzig Minuten mit dem "The Alternative" - Überhit "Spit it out" ein vorschnelles Ende fand... (MLF)

Deine Lakaien
präsentierten zusammen mit der Neuen Philharmonie Frankfurt Auszüge aus ihrem Orchesterprogramm „20 Years of Electronic Avantgarde“. Die zwei Mann Band - Sänger Alexander Veljanov und Ernst Horn - tourt schon seit längerem sehr erfolgreich mit diesem Programm. Die Orchesterumsetzung der Songs übernahm Dirigent Ernst Horn höchstpersönlich, es blieb also zu 100% Deine Lakaien. Eher weniger optimal war die Tatsache, dass die zeitgleich spielenden IAMX die festliche Atmosphäre etwas störten. Die klassische Umsetzung von Liedern wie „Over and Done“, „Vivre“, „Reincarnation“, „Dark Star“ und vielen mehr war sehr gelungen! Dieses Konzert war in jedem Fall eine Bereicherung!



The Jesus and Mary Chain
traten im krassen Gegensatz zu TOOL wesentlich bescheidener auf. Die Band betrat ohne großes Trara die Bühne, Sänger Jim Reid begrüßte die Menge mit einem selbstverständlichen “Hey ya, how you`re doing?“ und die Show konnte beginnen. Die Kultband aus Glasgow braucht keine große Inszenierung, ihre Hits funktionieren nach wie vor. „Side Walking“, „Happy when it Rains“, „Just like Honey“, „Blues from a Gun“, „Teenage Lust“… alles was das Herz begehrt! Leider gab es während des Konzertes einige geringfügige technische Probleme in Form von scheinbar unberechenbaren Rückkopplungen, die die routinierte Band aber nicht aus der Fassung brachte. Nach einem Wechsel des Mikroständers (!?) war dann alles wieder in Ordnung, sehr mysteriös! “This is the last song, enjoy it!” diente dann als Einleitung für den seinerzeit wegen des Textes viel diskutierten Song “Reference“. Geendet wurde mit mehreren unglaublich intensiven „Basswellen“, die den Boden zum Vibrieren bringen, ein würdiger Abschluss für ein unvergessliches M´era Luna Festival! (KD)


Marie-Luise Führ (MFL), Katrin Dietl (KD)


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8/10



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