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Wacken Open Air 2008

2008-09-07
Stadt / City Wacken 
Land / Country Germany 
Web www.wacken.com
 
Veranstaltungsort:
Location
 
Datum / Date31 July - 02 August 2008 
Bildergalerie / Picturegalerie Wacken_2008 
Photos: Katrin Dietl, Maike Eisenmenger, Timo Pässler, Samira Alinto 

Ausverkauft hieß es auch dieses Jahr wieder beim Wacken wieder einmal schon Monate zuvor. Obwohl außer Iron Maiden dieses Jahr keine wirklichen Sensationen lockten, ließ die gute Mischung an Bands und das Wacken an sich mehr als 75.000 Besucher ins kleine Dorf pilgern. Die Forumband, die wir letztes Jahr so köstlich fanden, spielte dieses Jahr leider schon am Mittwoch, so dass wir sie leider diesmal verpassten. In mittlerweile schon fast alter Tradition, in toller Kooperation mit den Kollegen von Metal.de, konnten wir viele Bands hören und sehen.



Donnerstag, 31. Juli 2008

Lauren Harris (Black Stage)
Ich war schon lange gespannt, wie die Tochter von Maiden-Boss Steve Harris beim W:O:A Publikum ankommen würde. Ihre im Juni erschienene Scheibe „Calm Before The Storm“ bestand zwar aus recht nettem, wenn auch seichtem Rock, doch ob die Metalheads in Wacken daran wirklich gefallen finden würden?
In einer knallengen schwarzen Lederhose stürmte Madame dann die Bühne und bewies in der folgenden dreiviertel Stunde, dass sie sehr wohl eine Augenweide ist, es aber live bei ihr noch ganz gehörig hapert. Die schon zahlreich auf dem Gelände präsenten Leute schien der Auftritt weder wegzublasen, noch gab es irgendwelche Unmutsäußerungen. Die meisten machten es wie ich, und genossen ein leckeres Bier bei herrlichem Sonnenschein und einer hübschen Frau auf der Bühne. (Nightstalker – Metal.de)

Airbourne (Black Stage)
Am Donnerstagabend standen Airbourne auf den Brettern, die sowohl ihren 80er Stil, als auch den beachtlichen Sound eindrucksvoll unter das vielköpfige Publikum preschten. Nicht zuletzt hat der vierer aus Australien mit „Runnin Wild“ einen großen Wurf gelandet und sich in der Rock-Riege mächtig nach vorne katapultiert. Sie rockten die Bude ohnehin. Alle Beteiligten gaben sich redlich Mühe, die Leute zum Mitmachen zu bewegen. Sie machten Spaß und ließen in keiner Hinsicht die Musik untergehen. Erstklassige Show, Jungs! (ms)



Sturm & Drang (Party Stage)

Die Jungs aus Finnland haben ja schon im letzten Jahr mit ihrem Debüt „Learning To Rock“ so einige Aufmerksamkeit erregt und auch da schon größere Menschenmengen begeistert. Wenn man den jungen Rockstars so zusieht kommt man hier und da ins schmunzeln bei den offensichtlich gut einstudierten coolen Moves und der abgeguckten Rockattitüde, sehr liebenswert! Sänger André Linman hat unüberhörbar im Vergleich zu seiner Stimme auf der CD an Tiefe dazu gewonnen, hatte aber hier und da kleinere Probleme im Umgang mit diesem neuen Instrument. Unterhaltsam war das Konzert allemal, auch wenn von Zeit zu Zeit mal was nicht ganz hundertprozentig gestimmt hat. Sturm und Drang haben neben ihren jungen Fans auch viele neugierige Festival- Vagabunden angelockt vor allem während der Coverversionen von Judas Priests „Breaking The Law“ und Iron Maidens „Fear Of The Dark“. Eigene Songs wie die erste Single „Rising Son“, deren zugehöriges Video auch hierzu Lande auf den Musiksendern rauf und runter gespielt wurde, haben bei den Fans sofort eingeschlagen und es wurde lauthals mitgesungen. Die Songs „Learning To Rock“ und „Forever“ folgten plus obligatorischem Drum- und Gitarrensolo, eine gut aufgezogene Rockshow eben. Nichts desto trotz hat sich das Konzert eher nach Vorband angefühlt. Da die Jungs Mühe hatten ihre Spielzeit zu füllen ist der Kontakt zum Publikum gen Ende der Show leider etwas verloren gegangen. Sturm und Drang haben aber trotzdem überzeugt und auf jeden Fall für eine nette Wacken 08- Erinnerung gesorgt! Wenn man sich Judas Priest und Iron Maiden zum Mentor macht kann es ja nur aufwärts gehen! (kd)

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Concept Insomnia (W.E.T Stage)
Vor der W.E.T.-Stage hatte sich eine beachtliche Meute versammelt um Concept Insomnia zu hören und zu sehen. Die Band aus dem Raum Frankfurt hat eine magische Bühnenpräsenz. Sowohl Sänger Luke als auch Gitarristen Dave & Jens und Bassist Phil posten auf der W.E.T. - Stage als wären sie schon seit Jahren auf großen Bühnen zu Hause. Es wirkte, als wäre Ihnen dies in die Wiege gelegt worden. Immer am vorderen Bühnenrand (so dicht wie möglich am Publikum) zog die Band die Leute in Ihren Bann. Manchmal wirkte es, als ob Luke am liebsten mitten zwischen den Leuten singen würde. Seine vielseitige Stimme bot eine Abwechslung zu dem Einheitsbrei, der einem sonst geboten wurde. Grundtenor des Gesanges war eine klare, angenehme Stimme, die sowohl den Hochgesang des oldschool „True-Metal“ beherrschte als auch tiefe, voluminöse Growls. Aber nicht nur Bühnenpräsenz und Stimme überzeugten, auch musikalisch legten Concept Insomnia gut los. Besonders hoben sich: ″Rotten Crown″, ″Last Breath On Earth″ und ″No Words″ hervor. Insgesamt sehr melodiös wurden die Songs immer wieder von harten, schmetternden Gitarrenriffs durchzogen, die zum Headbangen einluden. Bass und Schlagzeug fügten sich perfekt in die Kompositionen ein und veranlassten so manche Beine sich zu dem groovigen Rhythmus zu bewegen. Ein kurzer, aber gelungener Gig von Concept Insomnia, der sicherlich für weitere Fans gesorgt hat. (Maike Eisenmenger – Metal.de)

Negura Bunget (W.E.T Stage)
Die rumänischen Black Metaller von Negura Bunget haben also dieses Jahr die Ehre, für mich mein Wacken 2008 einzuläuten. Am frühen Donnerstagabend um 19:05 Uhr geht es endlich in einem überraschend vollen Sauna-Zelt, viele nennen es auch "W.E.T. Stage", los! Die Sonne hatte das Zelt den ganzen Tag lang so aufgeheizt, das es darin kaum auszuhalten war und durch die hohe Luftfeuchtigkeit der erhitzten Gemüter und des verdunstenden Alkohols tropfte es schon vereinzelt irgendwelche undefinierbaren Flüssigkeiten von der Decke des Zeltes. Brrr, wir wechseln mal lieber schnell das Thema…
Gewohnt ruhig und in schlichte, traditionelle Hemden gekleidet betreten die Rumänen die Bühne. Die dunklen, unergründlichen Wälder Transsylvaniens sind Neguras Inspiration, deswegen stehen neben den klassischen Instrumente außerdem eine Trommel, ein Xylophon, einige Flöten, eine Art Alpenhorn und ein großes Holzbrett inklusive Hammer auf der recht kleinen Bühne. Nur genau vierzig Minuten lang konnten sie ihre genreübergreifenden Elemente und Klänge der landeseigenen Volksmusik und Sprache sowie Ambient-Sounds zum Besten geben, dann wurde ihnen buchstäblich der Saft abgedreht! Mmmh, dazu sag ich jetzt mal besser nix… Nichtsdestotrotz sorgten Negura Bunget mit ihrer fesselnden, tiefgründigen und düsteren Klängen und teils hypnotischen Musik für Begeisterung im Publikum. Die Reihen rückten merklich zusammen und zumindest in den riffbetonten Passagen kreist das Haar in den vorderen Reihen. Die Rumänen hatten wieder einmal klargestellt, dass sie derzeit ganz klar eine der weltweit anspruchsvollsten Bands im Black Metal sind. Ich fand, Negura Bunget waren wieder einmal hervorragend und überwältigend. und sie haben sich einfach tapfer geschlagen und ihr bestes geben, trotz des matschigen Sounds und der dicken Luft auf der W.E.T. Stage. Jedoch ist es fraglich, ob ein Festival der passende Ort für eine solch atmosphärische Musik ist. (Maike P. – Metal.de)

Leaves Eyes (Party Stage)

Von der True Stage pilgerte ich zur Party Stage um Leaves Eyes zu sehen. Anfangs hatte man den Eindruck gut bestücktes Material um die Ohren zu bekommen, doch leider musste ich feststellen, dass die Band mit zu belanglosem Zeug auf den Brettern stand. Einige Stellen waren einfach zu monoton. Aber den Leuten, so der Anschein, schien es zu gefallen. (ms)

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Iron Maiden (True Metal Stage)

Vor der Black Stage, auf der ein gigantischer Bühnenaufbau in bester „World Slavery Tour“-Manier steht, drängeln sich zehntausende Metaller. Das komplette W:O:A ist auf den Beinen, so scheint es. Das Licht auf der Bühne geht aus, und die ersten Töne von „Aces High“ erklingen. Kollektives Ausrasten im Publikum ist die Folge. Bruce Dickinson turnt wie immer schrecklich gekleidet (komische Fetzenhose und Kaffewärmer auf dem Kopf) über die Stage und singt mal wieder wie ein junger Gott. Von der ersten Minute frisst ihm das Publikum aus der Hand. Sollte es noch irgendwelche Zweifler gegeben haben, so fegt der folgende Doppelschlag „2 Minutes To Midnight“ und das großartige „Revelations“ diese hinweg. Das hier muss der Metalhimmel sein! Selbst abgezockte Profis wie Maiden zeigen sich von den enthusiastischen Publikumsreaktionen beeindruckt, und heizen der Meute mit Klassikern wie „The Trooper“ und dem lange nicht gehörten „Wasted Years“ weiter ein. Dickinson ist stimmlich voll auf der Höhe, die drei Jungs an den Klampfen feuern eine Salve nach der anderen ab, Steve Harris stopft mit seinem Bass imaginäre Soundlöcher, und Nicko treibt die Band von hinten an.

Eigentlich also alles wie immer, nur irgendwie viel, viel geiler! Als Bruce dann den nächsten Song mit den Worten „this is what not to do, if a bird shits on you“ ankündigt, stellt sich die erste Gänsehaut ein. Während der nächsten fast 15 Minuten die „The Rhyme Of The Ancient Mariner“ dauert, passiert einfach soviel mehr, als heutzutage bei manchen Bands auf deren kompletten Alben. Weiter geht die Reise durchs metallische Wunderland. „Powerslave“, „Run To The Hills“ das eigentlich laut Tourmotto gar nicht so passende, aber dennoch fantastische und von tausenden Kehlen unterstützte „Fear Of The Dark“ und „Moonchild“ zaubern einfach jedem Fan ein seliges Lächeln aufs Gesicht. Auf das in meinen Augen elende „Can I Play With Madness“ hätte man zu Gunsten von irgendeinem Song vom „Somewhere In Time“-Album wie etwa „Stranger In A Strange Land“ oder „Alexander The Great“ zwar verzichten können, aber man kann es ja nie allen recht machen. Bei „Iron Maiden“ taumelt dann ein übergroßer „Somewhere In Time“-Eddie über die Bühne, und Dickinson singt „Iron Maidens gonna get you wherever you are“. Wie verdammt recht der Mann doch hat! Ganzkörpergänsehaut Nummer zwei gibt es dann noch beim abschließenden „Hallowed Be Thy Name“. Welch großartiger Song! Was für eine grandiose Show. Ich kann mich nicht erinnern, Maiden seit langen Jahren so stark gesehen zu haben. Absoluter Killer! Wer das nicht gesehen hat, der kann sich getrost kräftigst in den Hintern beißen! Bleiben nur zwei Fragen: Warum schreiben die Jungs heute nicht mehr so geile Songs? Und warum in drei Teufels Namen spielt man auf der „Somewhere Back In Time“-Tour bitteschön nicht „Somewhere In Time“??? (Nightstalker – Metal.de)

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Freitag, 01. August 2008



Primordial (Party Stage)

Dank einer schlecht gebrieften Security blieb uns der Eintritt aufs Festivalgelände am Freitagmorgen erst mal verwehrt. Dem guten Mann war es auch reichlich egal, ob auf der Party Stage nun schon seit einer viertel Stunde Primordial zum Tanze aufspielten. Erst nachdem die Menge lautstark ihrem Unmut kundtat („Wir sind das Volk!“) ließ er sich erweichen und man konnte aus dem Backstagebereich endlich aufs Gelände. Dort angekommen gaben Alan und seine Jungs auch schon mit „Gods To The Godless“ kräftig Gas. Wie immer weiß geschminkt, durchlebte und zelebrierte der Frontmann den Gig seiner Band. Sonst ein wohl eher ruhiger Zeitgenosse, geht der Ire auf der Bühne voll aus sich heraus. Trotz der frühen Spielzeit von elf Uhr am Morgen wollten sich zahlreiche Zuschauer PRIMORDIAL nicht entgehen lassen, und sahen einen sehr souveränen Gig, obwohl die Band bei Dunkelheit um einiges besser ihre Wirkung entfaltet als in der Morgensonne. (Nightstalker – Metal.de)

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Job For A Cowboy (Black Stage)

Amerikanischer Death- Metal aus Arizona – ist das wirklich was für Cowboys? Na ja immerhin kamen die Jungs ohne Lasso und Hut auf die Bühne haben uns aber dafür unglaublicher Weise aus Arizona etwas Regen mitgebracht! Davon lassen sich die Metalheads aber natürlich nicht beeinflussen, ganz im Gegenteil es wird schon nach dem ersten Song lautstark eine „wall of death“ gefordert! Kein Wunder, dass die Menge schnell in Fahrt gerät bei diesem unglaublichen Schlagzeug! Jon “The Charn” Rice drischt wie eine Maschine auf sein Instrument ein, dass es eine wahre Freude ist! Auch insgesamt durften wir hier einen auf diesem Wacken leider seltenen perfekten Sound genießen, da kann man wirklich nicht meckern. Zu einem ausgiebigen Moschpit kam es dann doch noch nachdem Sänger Jonny 'The Navy' Davy die geforderte „wall of death“ bis auf weiteres verschoben hatte. Ich konnte dann auch nicht mehr still stehen! (kd)

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Unearth (True Metal Stage)
Einen denkbar schlechten Moment für ihren Auftritt erwischten die Amis von Unearth. Keine fünf Minuten bevor es losgehen sollte, öffnete der Himmel seine Schleusen und es goss Bindfäden. Die Fans die trotzdem zahlreich erschienen waren, schien das allerdings wenig zu kümmern, denn schon nach wenigen Minuten gab es einen riesigen Circle-Pit vor der Bühne. Angetrieben durch das sympathische Fronttier Trevor entwickelte sich das ganze mehr und mehr zu einer Schlammschlacht aller erster Klasse. Und als dann noch der „Zombie Autopilot“ eingeschaltet wurde, gab es eh kein halten mehr. Starker Auftritt einer tollen Band.
(Nightstalker – Metal.de)

Ensiferum (Black Stage)

Die finnischen Schwertträger haben bei uns viele Mitstreiter gefunden, für viele Freizeit Wikinger sind sie eins der diesjährigen Highlights. Das überwiegend recht junge Publikum hat sich teilweise hübsch in Schale geworfen, zumindest die Ensiferum- Kriegsbemalung durfte nicht fehlen! Man könnte meinen der heftige Regenschauer würde so manchen Zuschauer zurück ins Zelt flüchten lassen, aber stattdessen wird der Regen bzw. eher der Matsch wohlwollend mit in die Party mit einbezogen, sodass die Kriegsbemalung bei einigen zur Ganzkörpertarnung ausartete! Die Vorfreude auf dieses Konzert war groß, deshalb haben die meisten Fans wahrscheinlich auch über den schlechten Sound aus den Boxen hinweg gesehen, der sicher nicht von der Band verschuldet war aber leider trotzdem angestrengt hat. Das Publikum feiert die Band trotzdem hoch zufrieden und singt bei den teils auf englisch teils auf finnisch gesungenen Wikingerhymnen lautstark mit. Besonders andächtig geeint wirkt das Ensiferum- Heer bei dem auf Finnisch gesungenen „Ahti“, das von dem finnischen Meeresgott Ahti handelt. Diesem ist wahrscheinlich für gute Wikingerarbeit zu danken, also: Ahti sei Dank für dieses Konzert! (kd)

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Kamelot (True Metal Stage)
Kamelot hab ich schon des öfteren Live erleben dürfen. Wie die Male zuvor ist der Haufen um Fronter Khan einfach nur geil. Ihre ausgesprochen sympathische Art, zieht wohl jeden in den Bann. Somit breitete sich ein wundervoller Klangteppich aus und den Leuten in den ersten wie auch in den hinteren Reihen schien es schwer zu gefallen. Die Haare flogen, die Stimmbänder zitterten. Außerdem zockten sie ihr Programm fehlerfrei herunter. Daumen hoch! Damit war es auch noch eine gute Werbung für die anstehende Tour mit Edguy. (ms)

Soilwork (Black Stage)

Soilwork haben sich mit den letzten Veröffentlichungen zu einer führenden Kraft im bereich des melodischen Todesmetalls gemausert. Dementsprechend treten die Jungs um Björn ``Speed`` Strid mit ziemlich dicken Eiern auf und rocken die Black Stage. Die Setlist besticht durch ihre Mischung zwischen alten und neuen Gassenhauern. Ein ganz starker Auftritt! (tp)

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Sabaton (Party Stage)
Sabaton sollte zu den Acts gehören, die ich mir Live zu Gemüte führen durfte. Mein lieber Schwan... haben die eine Power und Spritzigkeit! Da wurde mir persönlich regelrecht die Schuppen aus den Haaren gezogen. Denn die Schweden treten mal richtig in den Arsch, so vereinzelte Aussagen vom Publikum. In wundervoller Power Metal Manier wurde hier 45 Minuten geile Mucke unter das Volk gebracht. Fans dieses Genres, sollten sich die Band jedenfalls merken. Die beiden Gitarristen Oskar Montelius und Rikard Sunden haben an ihrer Klampfe spektakuläre Solis geboten, die bemerkenswert daherkamen. Schließlich ist man dann mit einer abwechslungsreichen Setlist auf der Siegestrasse gelandet. (ms)

Sonata Arctica (True Metal Stage)

Sonata Arctica steigen mit `Black and White` und `Paid in Full` in ihren Set ein und scheinen dabei direkt einen neuen Pyro-Rekord aufstellen zu wollen. Im Sekundentakt schießen die Ladungen in den Wackener Abendhimmel. Trotz eines engagierten Auftretens springt der Funke (zumindest auf mich) nicht wirklich über. Schade, denn an der Leistung der Finnen lag es mit bestimmt nicht. (tp)

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Massacre (Party Stage)
Eine weitere Legende gab sich dieses Jahr die Ehre in Wacken. Massacre, die Kultband schlechthin, wenn es um stumpfen Death Metal der ganz alten Schule geht. Schließlich reichen die Wurzeln der Band bis in die frühen 80er zurück, und Kam Lee ist wahrscheinlich der (Mit-) Erfinder der Deathgrowls. Mit „From Beyond“ veröffentlichte die Truppe den stilprägenden Klassiker des Genres. Man durfte also gespannt sein, was Massacre auf einem ihrer letzten Gigs vor der Auflösung so alles reißen würden. Vom Original-Line-Up waren jedenfalls nur noch Terry Butler und Kam Lee dabei, unterstützt von Steve Swanson, der immerhin auch schon auf der „Inhuman Condition“ EP von sich hören ließ. Los gings dann endlich mit dem Knaller „Dawn Of Eternity“, und von Beginn an hatte die Band die Fans im Griff. Eigentlich nicht verwunderlich, denn wer sonst verwöhnt heutzutage die Ohren noch mit solch eingängigem, geilen Oldschool-Death-Metal? Kam Lee sah zwar mittlerweile eher aus wie ein Profiwrestler und wirkte mit seiner seltsamen Kopfbedeckung etwas albern, aber musikalisch ging mit „Chamber Of Ages“ und „Biohazard“ echt die Post ab. Sehr cool die Band noch mal gesehen zu haben, und viel Erfolg mit der Nachfolgetruppe Denial Fiend. Machts gut Jungs! (Nightstalker – Metal.de)

Autumn (W.E.T. Stage)

Autumn bieten derweil mit ihren Evanescence-artigem Sound ein Kontrastprogramm im Zelt. Auf CD gefällt mir die Musik der jungen Gruppe jedoch deutlich besser als live. Viele scheinen es ähnlich zu sehen, sodass die Reihen im Zelt erschreckend licht sind. (tp)

Stam1na (W.E.T. Stage)

Das war ein Konzert, das schon beim Soundcheck angefangen hat! Die Jungs machen den nämlich schön brav selber und das Publikum langweilt sich dabei bestimmt nicht! Mit viel Witz nutzen die Finnen diesen schon als Einstieg und sammeln schon mal viele Sympathiepunkte vom Publikum. Durch das parallel stattfindende Opeth Konzert hatte die Band mit harter Konkurrenz zu kämpfen, aber die WET Stage hat sich dennoch ziemlich gut gefüllt was natürlich für die Band spricht. Zum Dank dafür werden die Zuhörer von Sänger Veli Antti Hyyrynen zu Metal- Professionals gekört. Die Jungs strotzen nur so vor Spielfreude und das steckt einen sofort an! Zu hörn gibt’s Trashmetal mit vollem Körpereinsatz und finnischen Texten, auch wenn die zumindest für deutsche Ohren teilweise nicht so recht auf die Musik passen wollten… gemoscht wurde auch und mit den vielen finnischen Zuhörern ist auch ein recht passabler Fanchor entstanden. Leider war das Konzert nur sehr kurz, aber es trotzdem waren alle damit zufrieden! (kd)

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Psychopunch (W.E.T. Stage)

Jetzt gibt’s punkigen Rock`n`Roll aus Schweden! Psychopunch werden in Hörerkreisen schon seit längerem als Geheimtipp gehandelt und verdienen es auf jeden Fall sich mal ein Ohr voll davon mitzunehmen. Schon rein optisch macht die Band ganz schön was her, auch die Performance ist nicht zu verachten. Gitarrist Joey kann einfach nicht stillstehen, es wird nicht langweilig ihm zu zusehen. Den Gegenpol dazu bildet Bassist Mumbles, wie könnte es auch anders sein? Die Band wirkt sehr selbstbewusst und sicher und hat auch allen Grund dazu! Die „Original Scandinavian Superdudes“ haben ihren Platz auf dem diesjährigen Wacken tapfer verteidigt und haben das Festival um eine Nuance reicher gemacht! (kd)

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Opeth (Black Stage)

Die Fans warteten gespannt darauf, bis die ersten Töne der Formation Opeth ertönten. Ein neues Album im Gepäck schlugen sie auch mächtig zu. Hier kann ich nur Bestes verkünden. Das war ein ausgesprochen geiler Auftritt. Fronter Lars Mikael Akerfeldt zockte wie ein junger Gott und über seine Stimme kann man nur staunen. War echt der Knaller. Man merkt, dass die Herren etwas von Ihrem Handwerk verstehen und schon einige Shows hinter sich haben. Bestnoten haben Sie verdient, nach so einem starken Auftritt. (ms)

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Children Of Bodom (True Metal Stage)

Seit ihrem umjubelten Auftritt 2002 sind Bodom und das WOA eine einzige Erfolgsstory. Auch heute soll wieder ein wahrer Triumphzug für die Finnen werden. Der Platz vor der True Metal Stage (warum zur Hölle spielen Bodom auf der True Metal Stage???) ist gerammelt voll und die Vorfreude groß, als die finnischen Kinder um 21:00 Uhr mit `Hellhounds on my Tail` ihren Auftritt erwartungsgemäß beginnen. Was folgt ist eine Lehrstunde in Spieltechnik, Präzision und mitreißendem Songwriting. Auch die Setlist lässt kaum Wünsche offen. Alle Perioden der mittlerweile 10-jährigen Bandhistorie werden angemessen berücksichtigt (u.a. `Silent Night, Bodom Night`, `Hatecrew Deathroll` und `Blooddrunk`).
Aber auch der Entertainmentfaktor kommt nicht zu kurz. Spätestens als sich Keyboarder Janne einen BH umschnallt und die Band Pophymnen intoniert kann sich auch der finsterste Black Metaller ein grinsen nicht mehr verkneifen. Fazit: Diese Band gehört mittlerweile zu den ganz großen des Metal-Zirkus und spielt dementsprechend zu Recht einen Headliner-Slot auf dem WOA. (tp)

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Nifelheim (W.E.T. Stage)
Eigentlich wollte ich ja den Nifelheim Auftritt im W.E.T. Zelt anschauen, doch zuerst musste ich mich mal durch die Menschenmassen und Pfützen kämpfen.
Als ich dann endlich das Zelt erreichte, spielten Nifelheim schon eine ganze Weile vor einer ansehlichen Menge, die jedoch anscheinend entweder schon völlig betrunken war, oder deren Riechorgan seinen Geist aufgegeben hatte. Es stank jedenfalls im Zelt so erbärmlich nach Kloake, dass ich direkt nach einem Song („Satanic Sacrifice“) den Ort des Geschehens wieder verlassen musste. Die wie immer komplett mit Nieten behangene Band und den Mob vor der Bühne schien der Gestank jedenfalls nicht weiter zu stören, und so feuerten Nifelheim noch den ein oder anderen Song in Volk, während ich mich zum nächsten Bierstand orientierte. (Nightstalker – Metal.de)

The Haunted (Party Stage)

Während von der Black Stage Mittelalterklänge schallen, versammeln sich alle echten Metaller vor der Party Stage und feiern aggressiven Auftritt der Schweden The Haunted. Kann mir mal einer sagen, was die Fronter Peter Dolving vor dem Auftritt gegeben haben? Der Junge rast wie irre über die Bühne und lässt seinen Aggressionen freien Lauf. Eine klasse Show, die Lust auf das nächste Album ``Versus`` macht. (tp)

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Corvus Corax (Black Stage)

Die wohl pompöseste Show beim Wacken´08 lieferten eindeutig CORVUS CORAX mit Ihrer Version der ″Cantus Buranus2″. Samt Orchester waren die Spielleute eingetroffen. Das machte auf der Bühne ganz schön was her. Schade war nur, dass die eigentlichen Musiker (Teufel & Co.) sich die meiste Zeit hinter dem Orchester versteckten. So konnte sie nur erblicken, wer direkt vor der Bühne stand oder mit der Leinwand vorlieb nahm.
Aber nicht nur die mangelnde Präsenz von CORVUS CORAX enttäuschte, auch musikalisch war die „Mittelalter-Oper“ nicht jeder man’s Geschmack. Der mittelalterliche Touch ging in der gesamten Show leider unter. Dudelsack & Co. wurden vom Soundmann eher leise gehalten. Wenn man die Augen schloss, erinnerte das ganze doch stark an den „Herr Der Ringe – Soundtrack“. Das konnte auch die stimmlich und körperlich voluminöse Solistin des ″Babelsberger Filmorchester″ nicht rausreißen. Für die Musiker war die Aufführung sicherlich eine interessante Erfahrung, aber ob das zum W.O.A. passte sei in Frage gestellt. (Maike Eisenmenger – Metal.de)

Avantasia (True Metal Stage)

Mit seinen ersten beiden Avantasia-Alben feierte Edguys Tobias Sammet Achtungserfolge, sein drittes Werk ``The Scarecrow`` wurde ein richtiger Kracher! Folgerichtig wurden einige ausgesuchte europäische Festivals gebucht, so auch das WOA. Zugegeben war ich ich im Vorhinein hinsichtlich der Livetauglichkeit doch eher skeptisch. Aber Tobias, der u.a. von Sascha Paeth (auch Produzent von Avantasia), Jorn Lande, Andre Matos und Uli Jon Roth unterstützt wurde, konnte auch hier voll überzeugen. Mehr sogar: Die Songauswahl: Umfasste alle drei Alben und ließ keine Wünsche offen! Die Band: Spielfreudig und tight! Der Sound: Ein Hammer (wenn man von einem kurzen Mikroausfall absieht)! Ergebnis: Gerne wieder! (tp)

Vier Ohren – Zwei Meinungen

Tja, wer war die beste Band am Freitag? Für mich ganz klar Avantasia! Und das nicht ohne Grund. Tobias Sammet und seine Gefährten boten eine hammergeile Show und haben für meine Begriffe äußerst gute Musiker in ihren Reihen. Schon allein der Gitarrensound war so wuchtig, dass man alle Harmonien gut wahrnehmen konnte. Ich hab noch nie eine Truppe gesehen, die so eine Freude und Energie versprüht. Höhepunkt war für mich „Lost in Space“ was von den Leuten eindeutig zum Selbstläufer ernannt wurde und wo jeder einen Smile in der Fresse hatte. Die Songauswahl war ziemlich geil. Von mir aus hätten die Mannen ruhig noch weiter zocken können. (ms)

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Saltatio Mortis (W.E.T. Stage)

Jetzt kommen die Dudelsackfreunde voll auf ihre Kosten. Mit den Jahren haben sich Saltatio Mortis jetzt fast auf Augenhöhe mit Bands wie Subway to Sally, In Extremo oder Schandmaul gespielt. Man kann sie durchaus in einem Satz nennen, auch wenn Saltatio Mortis immer noch die Letzten vor dem Punkt sind. Dem entsprechend groß war auch die Zuhörerschaft, die sich schon über eine halbe Stunde vor dem Konzert vor der Bühne gesammelt hat um einen guten Platz zu ergattern. Zu Beginn des Konzertes war die WET Stage dann bis zum bersten gefüllt, man kam weder vor noch zurück. Für meine Ohren war das ein typisches Mittelalterrock- Konzert ohne große Überraschungen oder Neuheiten. Das muss ja aber nicht unbedingt negativ sein, die Fans waren begeistert und das ist ja schließlich die Hauptsache! (kd)

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Crematory (Party Stage)

Crematory spielen heute zum Kehraus auf der Party Stage auf. Schnell wird deutlich, dass sich im Publikum zwar mehrere Anhänger der deutschen Urgesteine befinden, ansonsten sorgen die dargebotenen Songs aber eher für Achselzucken im Auditorium. Vielleicht auch nicht die beste Idee, Crematory gleichzeitig mit einer Black Metal-Band spielen zu lassen. Oder lag die überschaubare Resonanz doch eher an den Spätfolgen der gestrigen Maiden-Party? (tp)

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Gorgoroth (Black Stage)

Wow! Ein Bühnenbild wie aus „Blackmess“ mit vier Kreuzen an denen zwei junge Männer und zwei junge Frauen hingen mit nichts bekleidet als einem Kartoffelsack über dem Kopf. Das Ganze wurde mit zwei Dutzend Schafsköpfen auf Pfählen garniert und verfehlte den Effekt auf das Publikum nicht. Als dann die durch Ausnahmemusiker Nick Barker und Arve Isdal verstärkte Band die Bühne betrat und Gaahl mit seinem leicht psycho-wahnsinnigem Blick ins Publikum starrte war das Bild perfekt.

Musikalisch gab es nichts zu meckern. Mit viel Pyro, die manchmal den Eindruck vermittelte, dass die Jungs die Models an den Kreuzen abfackeln, und einigen zufälligen Effekten wie Gaahls Gesicht in einer Rauchwolke (ich nehme an dass es sich um eine Spiegelung im Rauch von den Leinwänden handelte, aber gruselig war’s schon!) kann man sagen, dass die ganze Show von Gorgoroth, Immortal vom Vorjahr einfach von ihrem Thron geschubst haben. Ein düsteres Highlight, dass nur von dem ganzen Getratsche vorher und nachher leicht getrübt wurde, aber während des Konzerts hat ganz sicher niemand an die Bandsoapopera gedacht. Die Atmosphäre auf der Bühne und die Stimmung vor der Bühne stimmten und rissen mit. Selbst wer nicht auf norwegischen Black Metal steht und trotzdem zufällig noch wach war, musste zugeben, dass dieser Auftritt genial gelungen war. Gerne wieder!

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Samstag, 02. August 2008



Machine Men (Party Stage)
Machine Men sollte am Samstagnachmittag dann zum Tanz aufspielen. Da war ich sehr gespannt, wie die Mannen sich präsentieren. Hauptsächlich wurden Songs von den Longplayern „Elegies“ und „Circus Of Fools“ angespielt: z. B. „Without the Giant“. Ohne Zweifel hatten Sie das Publikum unter Kontrolle und standen immer mit einem breiten Grinsen auf der Bühne. Alles in allem ein cooler Auftritt der Finnen. (ms)

3 Inches Of Blood (Black Stage)
Als Opener des Festival-Samstags waren 3 Inches of Blood um 12Uhr eine absolut positive Überraschung! Ihre Show war extrem unterhaltsam und die gesamte Band machte einen sehr gut gelaunten und motivierten Eindruck, was sich in kürzester Zeit auf ihr Publikum übertrug. Eine gelungene Mischung aus Death- und True-Metal, sowie dem guten alten Heavy Metal mach die Kanadier so interessant und einzigartig! Von ihrem abwechselungsreichen Aussehen gar nicht zu sprechen: Während einer der Sänger aussieht, als würde er demnächst bei Amon Amarth einsteigen, hat sich sein singender Gegenpart wohl eher für eine Remake der 70ger fein gemacht. Das Auftreten der blutigen Jungs ließ Spielfreude statt Routine erkennen, so dass die Ami-Newcomer einen positiven Eindruck bei mir hinterlassen. (Maike P.)

Exodus (True Metal Stage)

Zur relativ frühen Stunde bliesen Exodus von der True Metal Stage zum Thrash-Assault, und machten wie gewöhnlich keinerlei Gefangene. Unterstützt von abnormer Lautstärke fönte die Thrashlegende dem anwesenden Publikum ordentlich die Haare nach hinten. Los ging der „good friendly violent fun“ dann auch direkt mit dem Klassiker „Bonded By Blood“, und Frontasi Rob Dukes machte mal wieder allen klar, dass er sich überhaupt nicht mehr hinter seinen beiden Vorläufern verstecken muss. Genau wie einst Paul Baloff kotzbrüllt und rüpelt er sich durch den Set, der eine gute Mischung aus altem und neuem Material bot. Wobei mir als altem Fan natürlich besonders die frühen Perlen wie „A Lesson In Violence“ oder „Strike Of The Beast“ das Herz aufgehen ließen. Der zurückgekehrte Tom Hunting verdrosch sein Kit wie ein Uhrwerk, und über das wahrscheinlich beste Klampfengespann im Thrash Holt/Altus braucht man keine Worte mehr verlieren. In solch einer bestechenden Form werden uns Exodus wohl hoffentlich noch lange mit Knallerscheiben und Hammergigs erhalten bleiben. (Nightstalker – Metal.de)

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Obituary (Party Stage)
Um 16Uhr war es dann Zeit für eine ganze Stunde Oldschool-Death à la Obituary! Ich war erstaunt, das sie dieses Jahr nur auf der Party-Stage gastieren durften, hatten sie doch 2005 jeden einzelnen Zentimeter Black-Stage mit ihren Publikum eingenommen. Mühsam kämpfte ich mich also nun unters Volk, um als recht kleiner Mensch, noch genug von den wallenden Mähnen der fünf Boys aus Florida sehen zu können. Die Party-Stage war voll und wo ich hinsah bangende Köpfe und fliegende Haare, natürlich passend zum Sound etwas langsamer, dafür intensiver. Best of Obituarys Dampfwalzen-Death-Metal. Zur Auswahl standen, wie soll’s auch anders sein, eine ordentlich gelungene Anzahl Songs, die für Stimmung sorgten und mal wieder alles in Grund und Boden walzten. Ihre schweren Riffs trafen zentnerschwer in die Magengrube, Grunzgott John Tardy holte das letzte aus seinen unmenschlichen Stimmbändern heraus, und Obi besorgten es uns so richtig. "Back To One", "Turned Inside Out" und natürlich der geliebte Klassiker "Slowly We Rot" kamen direkt aus der Hölle emporgekrochen und fielen unbarmherzig über uns her. Allerdings muss man durchaus sagen, dass das Songmaterial mit der Zeit arg monoton wirkte. Große Ansagen gab es ja noch nie bei Obituary, daran hat sich auch nix geändert, und so kloppten die Jungs hier mehr oder weniger ein Stück nach dem anderen herunter, und räumten dabei ordentlich ab. (Maike P.)

Hatebreed (Black Stage)
Hatebreed übertrafen den Soilwork-Gig vom Vortag um einiges, jedenfalls was die Crowdsurfer betrifft. Der Ansturm der Crowdsurfer nahm während des gesamten Konzertes nicht ab. Den Security-Jungs rann der Schweiß in Sturzbächen herunter, an verschnaufen war nicht zu denken. Die Fans surften bis zur totalen körperlichen Erschöpfung, oder bis die Sanitäter sie aus dem Verkehr zogen. Ein gelungenes Fest für Band und Fans. Aber beim Crowdsurfen blieb es natürlich nicht. Frontmann Jamey Jasta ließ der Meute vor der Black Stage keine Verschnaufpausen. Immer wieder rief er die Fans auf einen Moshcircle zu bilden. Das ließen die Leute sich nicht zweimal sagen. Kaum ebbte der erste Circle ab, bildeten sich schon zwei neue. Dieses Spiel trieben Hatebreed so lange, bis die Fans drei Circle gleichzeitig am laufen hatten. Die Spitze des ganzen bildete natürlich die „Wall Of Death“, die auch bei den fünf Jungs aus Connecticut/USA nicht fehlen durfte. Untermalt wurde das „Konzert-Entertainment“ unter anderem mit ″Defeatist″, ″Destroy Everything″ und ″This Is Now″. (Maike Eisenmenger – Metal.de)

As I Lay Dying (True Metal Stage)
Nicht nur die unmenschlichen Massen an As I Lay Dying Shirt – Trägern ließen mich erahnen, wie voll es werden würde. Als die fünf Haudegen stimmungsvoll die Bühne betraten, verirrte sich kein Quäntchen Luft mehr in die ersten Reihen. Verdammt geil und zum Teil richtig aggressiv. Ich hab mich prompt von den Anhängern anstecken lassen, und hab mir die restlichen Gehirnzellen kaputtgebangt. Das ist wohl der Grund dafür, dass ich von der Setlist so gut wie nichts mehr weiß... Überall schüttelten die Leute ihre Rübe und Diver waren am fliegen... Das ist mal Stimmung, so muss es sein! (ms)

Evocation (W.E.T.Stage)
Die Schweden von Evocation ereilte das bittere Los zeitgleich mit Obituary auf die Bühne zu müssen. Wahrscheinlich aus diesem Grund verloren sich nämlich auch wohl nur 300 Nasen vor der W.E.T Stage um sich feinsten Elchtod kredenzen zu lassen. Trotz des mageren Zuspruchs seitens des Publikums ließ sich die Band aber nicht beirren, sondern schleuderte eine Salve nach der anderen ins Volk. Das Highlight war natürlich mal wieder der Übersong ihres ersten Albums „Feed The Fire“, doch auch der Ausblick auf das bald erscheinende „Dead Calm Chaos“ machte Lust auf mehr. Fans des klassischen Schwedentodes sollten die Band im Auge behalten. (Nightstalker – Metal.de)

Krypteria (Party Stage)

Ich bin mir nicht ganz sicher ob hier die Musik das Interessanteste ist oder ob man nicht doch eher Fan der sexy Asiatin Ji-In Cho ist? In engen Lederhosen und feuerrotem Lederkorsett ist die Sängerin schon ein Augenschmaus und das weiß sie auch einzusetzen. Zu ihrem Hüftschwung gibt’s dann Mainstream Goth Rock mit emanzipierten „Powerfrau- Texten“ wie zum Beispiel in dem Song „Get The Hell Out Of My Way“. Recht simples Konzept, zieht aber trotzdem und es macht ja auch Spaß zur Abwechslung mal eine sexy Frontfrau auf einer Wackenbühne zu sehen! (kd)

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Powerwolf (W.E.T. Stage)

Die deutsch-rumänischen Wölfe strotzen heute vor Spielfreude. Dies scheint sich schnell herumzusprechen, denn das Zelt wird im Laufe des Sets merklich voller. Gerade bei den mitsingtauglichen Refrains wird deutlich, dass die Band auf den letzten Touren den einen oder anderen Fan dazu gewonnen haben dürfte. Besonders spaßig sind aber auch wie immer die Ansagen von Frontwolf Attila Dorn: ``Sie (das Publikum) sind zu großzügig zu uns. Wir werden sie weiterempfehlen.`` (tp)

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Carcass (Black Stage)

Wie sehr hatte ich mich auf das diesjährige W:O:A gefreut. At The Gates, Massacre und Carcass! Wie geil würde das wohl sein? Doch so gelungen die Rückkehr von Tompa und seinen Jungs war, so zwiespältig fiel die Carcass-Reunion aus. Frontmann Jeff Walker sah gar nicht gesund aus, und wirkte den gesamten Gig über etwas zerfahren. Vielleicht sollte der gute Mann die Finger von diversen illegalen Substanzen lassen. Michael Amott gab ganz den Gitarrengott inklusive Posing, und Bill Steer schien zugekifft bis unter die Hutschnur. Sein permanenter, dämlicher Hippiedance hatte jedenfalls nix mit Death Metal oder gar Grindcore zu tun. An den Drums rödelte Daniel Erlandsson für Ken Owen, der aufgrund seiner schweren Erkrankung passen musste. Mit einem leider recht miesen Sound bedacht, schleuderten die Herrschaften dem Publikum nun solch legendäre Stücke wie „No Love Lost“ oder „Incarnated Solvent Abuse“ entgegen. Bei letzterem wurden Carcass von Michale Amotts Bandkollegin Angela Gossow „unterstützt“. Kurz vor Schluss schaffte es dann Originaldrummer Ken Owen, der seit einem Hirnschlag vor einigen Jahren schwer behindert ist, auf die Bühne zu kommen und ein kurzes Drumsolo zu absolvieren. Zu sehen, was solch ein Schicksalsschlag aus einem der ehemals besten Drummer der Szene gemacht hat, tat sehr weh. Insgesamt war es zwar sehr cool, die alten Klopfer der Band mal wieder live zu hören, doch irgendwie konnte ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass da oben alte Männer auf der Bühne standen, die gerade Carcass Songs covern. Die Jungs sind halt mittlerweile so was von weit weg von dem was sie früher gemacht haben, und leider merkte man das dem Auftritt auch deutlich an. Wie man so was deutlich besser macht, konnte man bei At The Gates sehen... (Nightstalker – Metal.de)

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Killswitch Engage (True Metal Stage)

Killswitch Engage sind die gefühlte 83. Metalcore-Band des Tages. Man muss allerdings festhalten, dass es sich bei dem Fünfer um welche der ganz wenigen Originale in diesem Sektor handelt. Die Meute sieht es ähnlich, sodass es vor der Bühne voll wird. Besonders auffällig ist heute mal wieder Bandleader Adam Dutkiewicz, der über die Bühne tobt, tanzt und turnt. So machen Gassenhauer wie `My last Serenade` besonders viel Spaß! (tp)

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At The Gates (Black Stage)

Da haben die Wacken- Organisatoren wieder etwas ganz besonderes aufgefahren! At The Gates gelten als Mitbegründer des Melodic Deathmetal- Genres und haben somit viele andere Bands nachhaltig geprägt. Nach der Trennung im Jahre 1995 haben sich die Schweden entschlossen dieses Jahr noch mal ein paar Konzerte zu spielen, das belgische Graspop hatten sie schon hinter sich und jetzt stand das Wacken auf dem Plan. Trotz der langen Abwesenheit erinnerten sich die Wackengänger an die Kultband und feiern sie wie zu ihren besten Zeiten. Mit Songs wie „Windows“, „Rapid By The Light Of Christ“, „The Burning Darkness“ , „The Swarm“ und vielen mehr haben sich At The Gates durch ihre gesamte Bandgeschichte gespielt. Auch wenn man nicht so gut mit der Band vertraut war, konnte man dennoch schnell ein paar Zeilen zum mitsingen raushören, da das Meiste fast klar und somit verständlich gesungen wurde. At The Gates haben definitiv total überzeugt auch wenn zum Ende der Show zumindest bei Sänger Tomas Lindberg ganz schön die Pumpe ging. Metal ist eben Leistungsport! (kd)

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Girugämesh (Party Stage)

Nach vorheriger Umfrage bei den Journalisten anderer Medien wurde schnell klar, dass Girugämesh sich zumindest bei den Schreibern aus Deutschland, Irland und Finnland noch nicht herumgesprochen haben. Wer aber auf dem Wacken auf einer Bühne steht kann ja so klein nicht mehr sein, daher packte die Neugier zu und ich schob mich zum Partystage an den übelsten Gerüchen vorbei und stand augenreibend vor einem Publikum, dass ich so auf dem Wacken noch nie gesehen habe. 16jährige Mädels denen man ihre Vorliebe für Anime-Filmchen schon von weitem ansehen konnte schubsten sich nach vorne und kicherten schon hysterisch bevor auch nur ein Tech auf der Bühne zu sehen war. Mit einiger Verspätung kamen dann die vier lütten Japaner in schwarzen Anzügen auf die Bühne und ich kann immer noch nicht klar sagen ob das am Bass und an Gitarre nun männlich oder weiblich war. J-Rock der sich nach Tokio Hotel meets Limp Bizkit aus Japan und in japanisch anhört… dem ist eigentlich nicht mehr viel zuzufügen und daher endet die Review auch hier. (sa)

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Nightwish (True Metal Stage)

Nach der Deutschland-Tour im Frühjahr, bei der die Auftritte mitunter krankheitsbedingt etwas mau waren, galt es für die Finnen heute wieder etwas verlorenen Kredit gut zu machen. Und, um es vorweg zu nehmen, dies gelingt der Truppe um Tuomas Holopainen. Zunächst ist eine klasse Setlist, die allerdings im Großen und Ganzen auf Tracks der beiden letzten Killer-Alben beschränkt, zu nennen. Dazu kommen Spielfreude, hervorragende Licht- und Pyroshow und der gewisse Funke, der überspringt. Nightwish ganz stark! Nur unverständlich ist mir, dass die Band ihre ohnehin recht kurz bemessene Spielzeit nicht einmal voll ausnutzt und satte 10 Minuten eher ohne Zugabe die Bühne räumt? Also mir wären schon noch zwei Songs eingefallen, die ich gerne gehört hätte… (tp)

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Kreator (Black Stage)
Welch ein Brett, dass die Ruhrpott-Thrasher von Kreator da auffahren! Ein Hammer-Sound, mit hervorragender Setlist und einer ansprechenden Licht- und Videoshow. Hört man Songs wie z.B. `Reconquering The Throne`, `Europe After The Rain` (wie geil!), `Pleasure To Kill` oder `Enemy Of God`, merkt man einfach, dass diese Band weltweite Thrashgeschichte geschrieben hat. Aber trotzdem gehören Kreator natürlich noch lange nicht zum alten Eisen, was sie mit einer aggressiven, Energie geladenen Show eindrucksvoll unter Beweis stellen. Mich würde mal interessieren, wie häufig sich Mille oder Speesy schon einen Nackenwirbel beim Bangen verknackst haben... In dieser Form werden Kreator ihrem Headlinerstatus voll und ganz gerecht!
By the Way: Es ist schon extrem cool im ersten Halbsatz zu erzählen, dass man gestern noch das Woodstock Love & Peace Festival in Polen gespielt hat, um im nächsten Halbsatz `Extrem Aggression` anzukündigen... (tp)

Axxis (Party Stage)

Dann war Axxis-Zeit, die verdammt geil war. Ich hatte mich ja ohnehin ein wenig früher zur Bühne aufgemacht, um einen guten Platz zu ergattern. Sie spielten, und es kam mir so vor, als würde sich ein Menschensee vor der Party-Stage bilden. Ganz vorne hatte man natürlich den besten Ausblick, wo man auch alles wunderbar mitsingen konnte, was auch eifrig getan worden ist. Es wurde gemoscht und es wurde gerangelt. Besonders mit Rhythmuseinlagen wurden reichlich schöne Klänge geboten, die mir sehr gut gefielen. (ms)

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Lordi (True Metal Stage)

Den diesjährigen Abschluss des Festivals bilden die finnischen Grand Prix-Gewinner Lordi. Nach dem bekannten ``Arockolypse``-Intro steigen die Monster zielsicher mit `Bringing Back The Balls To Rock` und `Who`s Your Daddy` in den Set ein. Die Band ist förmlich heiß wie Frittenfett und fegt über die Bühne als ob sie schon seit Jahrzehnten im Musik-Business seien. Die nicht gerade kleine Meute vor der Bühne findet es klasse und feiert Lordi nach allen Regeln der Kunst ab. Ein würdiger Abschluss des WOA! (tp)

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Fazit: Organisatorisch gab es dieses Jahr von unserer Seite nichts zu meckern. Die Bands hatten fast alle guten Sound, dem Wetter setzte man anstatt Stroh (man denke an das „lustige“Feuerchen vom letzten Jahr) mit Pallads etwas wirksames entgegen und wenn man emsig und schnell war konnte man fast alle Bands. Gut gemacht & auf ein Neues Monsterwacken in 2009!

Kartin Dietl (kd), Timo Pässler (tp), Markus Seibel (ms), Samira Alinto (sa), transl. K. Gransalke, K.Weber


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9/10



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