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Tuska Open Air 2013

2013-07-06
Stadt / City Helsinki 
Land / Country FIN 
Web www.tuska-festival.fi
 
Veranstaltungsort:
Location
Suvilahti 
Datum / Date28.-30.6.2013 
Bildergalerie / Picturegalerie Fotolinks im Text / the text contains photo links 
Photos: Tina Solda, Klaudia Weber 

Sommer, Sonne, Tuska. Kein anderes Festival hat einen so festen Platz in meinen Kalender , und 2013 war keine Ausnahme (wie bei 25.000 anderen Metalheads auch). Anders als üblich war allerdings, dass es erstmals in seiner Geschichte kleiner war als im Vorjahr - Schuld daran mag das gleichzeitig veranstaltete Rock The Beach haben oder die Wirtschaftskrise, aber nach zwei Jahren mit vier Bühnen, waren es diesmal wieder nur drei: zwei große draußen und eine kleine drinnen. Aus Besuchersicht war das eher eine Erleichterung als ein Ärgernis, denn dieses Mal war es tatsächlich möglich, die meisten der Bands zu sehen. Dank des neuen Layouts konnte man sogar aus dem Biergarten das Geschehen auf beiden großen Bühnen verfolgen, ein deutliches Plus angesichts des herrlichen Wetters.

Freitag, 28.6.
Aufgrund ungeplanter Umstände verspätete ich mich am Freitag und verpasste daher TesseracT (eingesprungen für The Dillinger Escape Plan) sowie Leprous. Letztere sah ich aber immerhin später noch als Begleitband für Ihsahn. Doppelschicht fuhr auch Tomi Koivusaari, dessen andere Band Amorphis später an diesem Tag auf derselben Bühne spielten, die er am Nachmittag mit Abhorrence eröffnete.

Foto: Tina Solda. Mehr Fotos hier
Es war zwar die kleinere der beiden Hauptbühnen, aber mit Sicherheit die größte, auf der die Band je gespielt hatte. Während ihrer ursprünglichen aktiven Phase, 1989/90, hatten sie hauptsächlich Jugendzentren beehrt, aber jene Gigs sowie ein paar Demos und eine 7"-Single reichten aus, um  als Abhorrence Kultstatus als Pioniere des finnischen Death Metal zu sichern. Als Svart Records letztes Jahr das gesamte Oeuvre der Band auf CD und LP veröffentlichte, erklärten die Jungs umgehend, dass keine Live-Auftritte geplant seien. Glücklicherweise änderten sie ihre Meinung, und der Tuska-Gig bewies, dass "Devourer of Souls", "Caught in a Vortex" und "Disintegration of the Flesh" immer noch einen ordentlichen Moshpit in die Gänge bringen - und im Publikum waren längst nicht nur nostalgische MittvierzigerInnen, sondern auch jede Menge Jungvolk. (TS)


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Wintersun
sollten schon das erste Highlight des Tages mit hohem Publikumsandrang werden, und viele Fans schwärmten hinterher von der tollen Show der finnischen Epic-Power-Metaller. Später schlug auch die riesige Schlange am Autogrammstand alle Rekorde. Ich kriegte allerdings nur die ersten 2 Songs mit, denn mich zog erstmal die kleine Clubbühne an.

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Tombstoned
Schock, kein Fotopit, das heisst “aus dem Publikum raus” knipsen, dazu die üblichen minimalistischen Lichtverhältnisse – da sollte ich einige Male einfach das Handtuch werfen... Hier kein Problem, die sehr junge Doomband aus Helsinki hatte anfänglich nicht so viele Leute angelockt. Soweit guter Gig des Trios auf Cathedrals/Kingston Walls Spuren, in dessen Verlauf sich die Location doch noch gut füllte. Offensichtlich hat das Trio noch keine Routine, wie man Probleme wie “gerissene Gitarrensaite” mit z.B. Bass- und Drum-Impro kaschiert ...

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Dreamtale
waren mir schon als Opener von Aria positiv aufgefallen, und auch diesmal kam der Speed/Powermetal-Gig mit einem Schuss Pop astrein rüber, getragen vor allem von der energiegeladenen Show des Frontmanns Erkki Seppänen, der auch hier jede Chance zum engeren Publikumskontakt nutzte. Diesmal erinnerte er mich stellenweise an Bruce Dickinson. Nur bei den Temperaturen auch noch ne Lederjacke tragen? Die Jungs hatten schon von Anfang an eine ansehliche Fangemeinde versammelt, die bei Hits wie u.a. Firestorm begeistert mitsang.
Bei Torture Killer versuchte ich nicht einmal, Fotos zu machen, es waren einfach zu viele Fans des gnadenlosen DM/Grind der Finnen anwesend Da sah ich mir die Moshpits lieber vom Balkon aus an, ehe ich mich doch für Ihsahn entschloss. (KW)

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Ihsahn
Beim letzten Kaisaniemi-Tuska vor drei Jahren war Ihsahn auf der Zeltbühne einer der Höhepunkte des gesamten Festivals. In der Nachmittagssonne ging unbestreitbar ein Teil der Intensität verloren, und der Maestro fragte angesichts des ziemlich statischen Publikums, ob es "zu hell für unsere Musik"sei. Vielleicht war es das, oder vielleicht schätzten die Leute einfach die Gelegenheit zum Chillen zwischen Wintersun und Bolt Thrower. Das Material als solches war wie immer stark; die Betonung lag auf den beiden letzten Alben mit Songs wie "Arrival", "The Paranoid", "The Barren Lands und dem betörend schönen"Frozen Lakes on Mars". Tatsache ist jedoch, dass es sich eher um eine für schummrige Clubs handelt. (TS)


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Bolt Thrower
Schon der Andrang im Fotograben zeigte, dass dieser Band trotz längerer Abwesenheit viele Fans die Stange gehalten haben. Seit dem letzten Gig der Britenin Finnland ist doch einige Zeit verstrichen, ausserdem war Tuska der einzige EU-Festivalauftritt. Das Quintett schenkte gleich von Anfang an voll ein, mit Hits Marke Mercenary oder Warmaster, Killchain oder Realm of Chaos. Urviech Karl Willetts liess die Sau raus und animierte die Meute immer wieder zum Moshen, die Stringsektion - Gavin Ward, Barry Thomson sowie Bassistin Jo Bench legte nen soliden Riffteppich und Martin Kearns bearbeitete die Felle, als gäbe es kein Morgen. When Glory Beckons wurde übrigens Jeff Hanneman gewidmet Dennoch machte ich schnell einen kurzen Abstecher zu Kuolemanlaakso ,denn dies war wohl die bitterste Parallele beim Tuska für mich... Gut zu sehen, dass die finnische Misanthropie viele Fans angelockt hatte. Dann genoss ich den Rest des Bolt Thrower Gigs, die erwartungsgemäss ohne Zugabe (In Battle There Is No Law) nicht davonkamen. (KW)


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Amorphis
Das traumhafte Sommerwetter mag für Ihsahn etwas unpassend gewesen sein, aber die Fans der nächsten Band auf der Inferno-Bühne wussten es zu schätzen: Amorphis-Sänger Tomi Joutsen oben ohne ist ein seltener Augenschmaus, und dabei sind seine Tattoos mittlerweile fast ebenso beeindruckend wie seine legendären Dreadlocks. Erst recht ungewohnt war, dass sich Tomi Koivusaari zwischenzeitlich am anderen Ende der Bühne blicken lies. Keine Überraschungen bot dagegen die Setliste; der mehrfach lautstark geäußerte Publikumswunsch "Perkele" wurde leider ignoriert, obwohl der Song wirklich mal wieder gut käme. Das neue Album Circle wurde von vier Songs repräsentiert, von denen "Nightbird´s Song" mit seinen Black-Metal-Anleihen das klare Highlight war. Das anschließende "The Wanderer" hingegen klingt zwar im Radio ganz nett, aber live wirkt die Nummer etwas blass, und Joutsen hatte obendrein Schwierigkeiten mit den hohen Tönen. Vielleicht war er auch einfach nur abgelenkt - nach dem nächsten Song berichtete er, einen guten Blick auf die Vorbereitungen für King Diamond auf der gegenüberliegenden Bühne zu haben Auf seine Frage, wer sich den King ansehen würde, hob nicht nur die Mehrheit des Publikums die Hände, sondern auch die meisten seiner Bandkollegen... (TS)


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Seremonia
hatten trotz Amorphis meine Neugier geweckt, und obwohl die ersten (Gesangs) Töne noch etwas schräg klangen, hatte der psychedelische Doom-Rock der Finnen, präsentiert von einer elfenhaft wirkenden Sängern, irgendwas Einnehmendes, sodass ich mich doch noch etwas länger von ihrer Rock’n’rollin maailma oder Nämä kesäiset päivät gefangen nehmen liess.


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King Diamond
Auf diese Band hatte ich mich schon wie ein Schneekönig gefreut, hatte ich sie doch noch nie live gesehen, verfolgte die Karriere des dänischen Horror-Metallers aber schon seit seinen Anfängen mit Mercyful Fate ... Und was soll ich sagen, hier erwartete uns ganz grosses Rock´n´Roll Theater, wie wir es in dieser Form noch nie beim Tuska zu sehen kriegten. Spektakuläre Bühnendeko, einfallsreiche bis schräge Showelemente – da da gab es ständig was zu sehen. Soliden Soundteppich eines Best-Of Programms kreierten Andy La Rocque, Mike Wead, Hal Patino DK und Matt Thompson, die sich auch mit Soloeinlagen in Szene setzen konnten. Wermutstropfen: ich hätte gerne mehr, z.B. The Portrait oder Dressed in White, von meinem Lieblingsalbum Fatal Portrait gehört... Bei diesen irrwitzigen Falsetthöhen sass mal ein Ton nicht so ganz, und gelegentlich sorgte eine Backgroundsängerin für stimmliche Verstärkung. Ihren Namen und jenen der Tänzerin, die in ihren vielen Rollen auftrat, habe ich leider nicht richtig mitbekommen...

Zur Show mit zwei Zugabenteilen (!) kann ich nur zitieren, was der King dem enthusiastischen Publikum immer wieder sagte: “Amazing, man, that was so fucking cool!” Da sind sicher so einige Zombies glücklich nach Hause getorkelt... (KW)
Setlist:
The Candle, Welcome Home, At the Graves, Up from the Grave, Voodoo, Let It Be Done, Dreams, Sleepless Nights, Shapes of Black, Come to the Sabbath, Eye of the Witch; Encore: The Family Ghost, Evil; Encore 2: Black Horsemen, Insanity

Für jene Zombies, die noch nicht gleich nach Hause torkeln wollten, bot das Tuskawochenende wieder diverse Club-Gigs (u.a. Turmion Kätilöt, Blake, Noxa, Omnium Gatherum, Shade Empire) in der Innenstadt.

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Samstag 29.6.

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Soilwork
schien anfangs einige Soundprobleme haben, die jedoch bald behoben werden konnten. Ich bin kein Fan der Band, genoss jedoch ihren energiegeladenen, treibenden Set und ihre ansteckenden Melodien. Ein unerwarteter Höhepunkt war das ruhige "Let this River Flow". Perfekt für einen Samstagnachmittag... (TS)

Wählen zu müssen zwischen Nahrungsaufnahme in Ruhe und der ersten Band auf der Inferno-Stage - tja, da gewann ersteres, und ich hörte später, dass ich bei Black City nicht wirklich was verpasst hab... Leider entgingen mir auch Bloodred Hourglass, dabei hätte ich es noch zu deren letzten 3 Songs geschafft, wenn ich wie in den Jahren davor beim “Hintereingang” reingedurft hätte. Ich hörte später, dass die Thrasher aus Mikkeli “volles Haus” hatten. GUT!

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Selbiges hatten auch De Liriums Order, und zwar so massiv, dass ich nach ein paar Minuten Knipsen das Handtuch warf. Die Goth/Black/Metal Band hat diesen Auftritt ohnehin auf Video gebannt, wie die Meute also bei Songs wie etwa 44 abging, könnt ihr euch wohl bald selbst ansehen.

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Stam1na
hatten mal wieder den Spassfaktor auf 11 geschraubt, alleine die Bühnendeko brachte mich zum Grinsen, und die überschäumende Energie der Jungs kam auch von der Hauptbühne super rüber. Ohne Pause wurde der Meute ein Hitprogramm mit u.a. Pakkolasku, Rautasorkka, Paha arkkitehti und Kadonneet kolme sanaa um die Ohren geballert. Sexy, diese Baströckchen, sicher viel praktischer beim Moshen und Wall-Of-Deathen in der Sommerhitze... Jedoch zog es mich nach ein paar Songs zur Clubstage.

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Dr. Living Dead!
aus Schweden, die hier ihren ersten Finnlandbesuch absolvierten, hatten dank Stam1na vorne etwas mehr Platz zum Knipsen – nur wäre ich um ein Haar mitten im Circle Pit gelandet... also wieder schnell auf den Balkon, um den HC/R´n´R/Metal Crossoversound zu geniessen. Herrlich durchgeknallte Maskerade und volle-Pulle-Show! Vom schrägen Spassfaktor her erinnerten sie mich etwas an Anthrax, musikalisch wird – wie schon erwähnt – quer durch die Metal-Musikgeschichte gemosht. Bitte bald wieder nach Finnland kommen! (KW)

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Von
begannen vielversprechend, stellten sich aber leider bald als Enttäuschung heraus. Sie mögen eine Legende des amerikanischen Black Metal sein, aber ich bevorzuge eindeutig die norwegische Variante. Die Band bewegte sich kaum und in der Musik passierte auch nicht viel mehr - im Vergleich dazu war Ihsahn fast ein Actionheld … (TS)


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Kreator
Meine Fresse, was für ein Gig – ich hatte Kreator ja schon oft gesehen, und auch in Finnland, aber für mich war diese Show wohl die beste bisher. Arschtight, knallhart, in einem Guss – ein Wahnsinn. Bei Hits wie Enemy of God oder Pleasure To Kill kamen das Circle Pit bzw. Das Wall-Of-Deathen nicht zur Ruhe, und wenn die auch noch Winter Martyrium gespielt hätten, wär ich wohl auch völlig ausgerastet. Dennoch die ultimative Thrash-Show – können Testament DAS toppen?
Setlist: Mars Mantra, Phantom Antichrist, From Flood into Fire, Coma of Souls / Endless Pain, Pleasure to Kill, Hordes of Chaos (A Necrologue for the Elite), Death to the World, Phobia, Enemy of God, The Patriarch, Violent Revolution, Tormentor / Under the Guillotine


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Lama
entpuppten sich als finnisches Old School Punk Urgestein, mit dem ich also nicht wirklich was anfangen konnte. Als der Herr Sänger auch noch seine Coladose über dem Fotograben entleerte, war die Sache für mich ohnehin gegessen. Sorry Leute, bei allem Asigetue bitte mal nachdenken, wie viel so ein Equipment bzw dessen Reparatur bei Wasserschaden kostet....

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Urfaust
schienen da auch musikalisch die bessere Alternative – Weihrauch-Nebel stimmte schon beim Reingehen auf düster-mysteriös ein. Ich fand ein schräges Goth-Alternative-Noise-Duo vor, das Misanhtropie und Weltschmerz heraufbeschwor. Dazu eine coole Show mit Visuals – nicht schlecht und absolut passend für die Clubbühne. Konnte ich nicht ganz mitverfolgen, um nicht zu spät zum Fotopit des heutigen Headliners zu kommen.
Denn leider drängelten sich auch diesmal wieder viel zu viele Fotografen auf viel zu wenig Platz – diese 1,80+ Lulatsche mit ihren Megakanonen sollten bitte mal bedenken, dass sie allen Kleineren jegliche Chance auf gute Fotos vermasseln. Mehr Rücksicht und Kollegialität bitte, und evtl. beim nächsten Mal Schemel fuer die hinsichtlich Körpergrösse Benachteiligten??

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Testament
sind ja regelmässig in Finnland zu Gast, das tut der Beliebtheit der Band aber keinen Abbruch, im Gegenteil. Chuck Billy ist ein Sympathiebolzen, dessen Charisma die Menge innerhalb von Sekunden gefangen nimmt – also damit hatte er Kreator schon mal in der Tasche. Chuck versorgte die Fans mit Picks, die er den Gitarristen von den Mikroständern klaute, und stellte sogar mitten im Song (!!) sicher, dass die Zielperson die Trophäe auch kriegte. Das Moshpit kam nicht zur Ruhe, bzw. die Wall of Death, und Chuck behauptete sogar, beim Tuska gäbe es “the best dircle pit in Europe!” Die Setlist bot eine gute Mischung aus alten und neueren Hits (mein persönlicher All-Time-Fave Burnt Offerings war leider nicht dabei), bei Alone In The Dark kam Soilwork Shouter Björn Strid zur Verstärkung – und das Publikum sang so laut mit, dass man es “bis nach San Fransisco” hören konnte. Die Lehren, die ich aus diesem Gig zog, sind a) mit Zöpfen Bangen is Kacke b) heftiges Headbangen entfernt Ohrstöpsel nahezu mühelos c) Testament sind einfach nur geil.
Setlist: Rise Up, More Than Meets the Eye, The Preacher, Native Blood, True American Hate, Dark Roots of Earth, Into the Pit, Practice What You Preach, The New Order, The Haunting, Alone in the Dark, Disciples of the Watch, Over the Wall, D.N.R. (Do Not Resuscitate), 3 Days in Darkness, The Formation of Damnation


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Sonntag 30.6.
Der Sonntag stand im Zeichen der Frauenpower – denn an diesem Tag fanden sich die meisten starken Frontfrauen, weiters eine All-Girl-Band, mädchenhaft aussehende Jungs und Sänger, die gaaaanz hoch raufkommen...

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Amaranthe
waren die ersten im Sägerinnen-Reigen auf der Hauptbühne und eine positive Überraschung für mich, denn die Stimmen aller drei Vokalisten kamen live astrein rüber. Lange konnte ich Hits wie Invincible, Serendipity, Afterlife, Nexus oder Burn With Me nicht geniessen, da parallel die neue Glamrock-Hoffnung Finnlands die Clubstage rockte.

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Santa Cruz
Bei den vorwiegend weiblichen Fans vorne genügten die ersten Töne, andere brauchten doch 2-3 Songs, um die Party richtig in Gang zu bringen. Da mussten wohl einige noch wach werden... und mich hat die Show nicht unbedingt aus den Socken gehauen, aber Live den mehrstimmigen Gesang so astrein rüberzubringen – reife Leistung. Und naja, obwohl die Jungs sich bemühten, auch showmässig die Sau rauszulassen, für so richtige Stage-Action gab es schlicht und ergreifend zu wenig Platz.

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Khroma
Die Action gab es gleich danach mit diesen Extrem-Rockern aus Helsinki, die mit vollem Set an Visuals angerückt waren. Eine geile Multimedia-Show, die super zur Industrial-Alternative-Metal-Prog-Psycho-Attacke passte, aber noch eine extra Herausforderung beim Knipsen darstellte. Eine intensive Show, und die Qualität dieser Undergroundband hatte sich offensichtlich herumgesprochen, denn der Laden war voll. Gut! Mehr über die Band erfahrt ihr in Kürze in einem Interview, und die Jungs spielen im August auch in Deutschland,checkt Bandwebseite www.khromaband.com.

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Barbe-Q-Barbies
Bis zu diesem Zeitpunkt Jo Bench von Bolt Thrower die einzige Instrumentalistin gewesen, derer ich auf dem diesjährigen Tuska gewahr worden war, aber die komplett weiblich besetzten Barbe-Q-Barbies boten den Ansatz einer Entschädigung. Ungeachtet ihres fragwürdigen Namens haben sie sich zu einer soliden Hardrock-Band gemausert, die auf der Bühne wahrhaftig nicht nur optisch etwas hermacht. Knackige Riffs, auf den Punkt gebrachte Soli, ein knurrender Rickenbacker-Bass und eine klassische Rockstimme ohne Zuckerguss - nichts, was den Geist übermäßig beansprucht, aber jede Menge Spaß. Ich hege immer noch die Hoffnung, den Tag zu sehen, an dem der prozentuale Anteil von Frauenbands im Metal über ein Prozent steigt, aber die Barbies werden zumindest mit jedem Album härter.


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Battle Beast
Ehrlich gesagt: als Battle Beast den Ausstieg ihrer Sängerin meldeten, ging ich davon aus, dass die Tage der Band gezählt seien. Wer könnte jemals die unglaubliche Stimme von Nitte Valo ersetzen? Die unerwartete Antwort lautet Noora Louhimo. Ich hatte zuvor einen YouTube-Clip mit ihr gesehen und war nicht besonders beeindruckt, aber live, muss ich gestehen, ist sie großartig. Sowohl auf den knallharten Nummern im Stil von Accept als auch während der zwischenzeitlichen softeren Passagen, nicht zu vergessen die bestens funktionierenden Duette Anton Kabanen. Wenn es etwas gibt, was sie noch ein bisschen üben sollte, ist es das Rübeschütteln... Die Band sprang als Last-Minute-Ersatz für Asking Alexandria ein und hätte unter normalen Umständen vermutlich nicht die riesige Hauptbühne zugeteilt bekommen, aber Battle Beast ergriffen von dieser Besitz, als sei sie ihr angestammter Grund und Boden. Beeindruckend. (TS)


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Stratovarius
Tja, was soll man zu diesen Vollprofis und Powermetal-Veteranen noch sagen? Geile und makellose Show wie immer, mit einem agilen sympathischen Frontmann. Die Herrenriege um Timo Kotipelto - Matias Kupiainen, git, Rolf Pilve, dr, Jens Johansson, keys, Lauri Porra, b, fast nicht zu erkennen mit seinem Bart – setzte sich mit Soli blendend in Szene. Die Gummientchen am Keyboard stachen ins Auge – von Stam1na inspiriert? Das Publikum wurde immer wieder mit einbezogen, den Jungs machte der Gig offensichtlich ebensoviel Spass wie den zahlreich erschienenen Fans. Am Schluss sangen alle Hunting High And Low mit – wirklich alle bis ganz hinten im Bierbereich. (KW)
Setlist: Abandon, Speed of Light, Halcyon Days, The Kiss of Judas, Phoenix, Dragons, Against the Wind, Black Diamond, Unbreakable, Hunting High and Low


Foto: Tina Solda. Mehr Fotos hier
Nightwish
Nach Battle Beasts triumphaler Rückkehr mit neuer Sängerin waren die Erwartungen hinsichtlich Nightwish noch höher. Da momentan niemand so recht weiß, ob Floor Jansen nach diesem Sommer weiter mit der Band zusammenarbeiten wird, könnte dies meine letzte Gelegenheit sein, diese fantastische Kombination zu erleben. Über brauchen eigentlich keine großen Worte mehr verloren zu werden, aber für diejenigen, die noch nicht das Vergnügen hatten, sei erwähnt, dass sie nicht nur eine extrem kompetente, ausdrucksstarke und vielseitige Sängerin ist, sondern obendrein eine äußerst charismatische Frontfrau. Sie hat sogar schon einige Brocken Finnisch gelernt - mögliches Zeichen eines längerfristigen Einsatzes bei Nightwish? Die Zukunft wird es zeigen... aber zumindest was den gegenwärtigen Moment anging, blieben keine Wünsche offen, höchstens der nach einem längeren Set. Laut Zeitplan hätte die Band zwei Stunden lang spielen sollen; in Wirklichkeit waren es kaum mehr als anderthalb und es gab keine Zugabe. Der quantitative Mangel wurde jedoch durch Qualität wettgemacht. Selbst "Storytime" und "Amaranth" klangen in Floors interpretation nicht länger nervig, "Ever Dream" und "Ghost Love Score" waren schlicht traumhaft und während "Bless The Child" konnte ich mir ein paar Tränen nicht verkneifen... Insgesamt war das Tuska-Billing zwar nicht so stark wie in den besten Jahren in Kaisaniemi, aber die Headliner waren erste Sahne - insbesondere Nightwish am Sonntag und King Diamond am Freitag waren der Stoff, aus dem Legenden sind. (TS)
Setlist: Dark Chest of Wonders, Wish I Had an Angel, She Is My Sin, Ever Dream, Storytime, I Want My Tears Back, Nemo, Last of the Wilds, Bless the Child, Romanticide, Amaranth, Ghost River, Over the Hills and Far Away, Ghost Love Score, Song of Myself, Last Ride of the Day, Imaginaerum


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Tina Solda, Klaudia Weber


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