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- Rezension: KONZERTE - CONCERTS -


Imperial State Electric / Satan Takes A Holiday

2012-05-10
Stadt / City Helsinki 
Land / Country FIN 
Web imperialstateelectric.se
www.satantakesaholiday.com/who/
 
Veranstaltungsort:
Location
Tavastia 
Datum / Date25.04.2012  

Nicht "Vappu-Woche" sondern "Nicke-Andersson-Woche". Denn nach dem Auftritt des genannten Schwedenrockers mit seiner relativ neuen Truppe Imperial State Electric steht jener einer Tributeband an, deren illustre Bandmitglieder (unter anderem von Bands wie Santa Cruz und Caroline) Songs seiner alten Kapelle The Hellacopters covern (siehe STALKER Review).
Doch bleiben wir erstmal im Tavastia", wo zunächst Satan Takes A Holiday, ebenfalls wie der Headliner aus Stockholm, mit Songs wie "Who Do You Voodoo?" stellenweise an den Sound von The White Stripes erinnern. Das Package passt, die Leute feiern - und dann kommt ER auf die Bühne: Nicke Andersson! Aber, nein, es ist noch nicht Showtime, denn dafür muss "the lone Emperor" erstmal alles aufbauen. Ja, richtig gelesen: Um die Technik kümmert sich der frühere The Hellacopters-Frontmann höchstpersönlich, statt einen Roadie dafür auf die Bühne zu schicken. Bodenständigkeit: We like! Selbsterklärend, dass Wünsche nach Autogrammen, Plektren und einem Lächeln für Fotos da nicht lange auf sich warten lassen.

Die Show wird dann mit der sehr gelungenen Ballade "Waltz For Vincent" eingeleitet, bevor mit "Uh Huh" so richtig Schwung in die Bude kommt. Das Publikum ist von Anfang an Feuer und Flamme und mit Songs wie "Sheltered In The Sand", "Can`t Seem To Shake It Off My Mind", "Monarchy Madness" und "Narrow Line" geben Imperial State Electric nicht nur Stücke aus dem brandneuen Album "Pop War" zum Besten; auch Tracks aus dem selbstbetitelten Debütalbum wie "Lord Knows I Know That It Ain`t Right", "Redemption`s Gone", "A Holiday From My Vacation" und "Throwing Stones" kommen nicht zu kurz. Besonders beeindruckend ist die Performance zu "Deja Vu", vermutlich weil dieser Song am stärksten an die guten alten The Hellacopters-Zeiten erinnert. Ja, die Schreiberin dieser Zeilen hatte leider nie das Vergnügen, den "Grande Rock" einmal live zu erleben...

Sei`s drum: So toll Show und Publikum heute Abend auch sind, ein Makel hat die ganze Sache - Die Stimme von Sänger und Gitarrist Nicke ist nicht immer zu hören. Wie wir später erfahren werden, ist es wohl vom eigenen Standort abhängig, ob man seine Stimme hören kann oder nur die Gitarren. Aber sowas, wenn man während des gesamten Gigs ganz vorne mit dabei ist?!? Nun ja, wahrlich ärgerlich. Nichts desto trotz: Die Performance an sich ist einwandfrei, von daher sollte man sich die Gelegenheit eines Konzertbesuches nicht entgehen lassen, wenn Nicke Andersson mit seiner Army in einem Club in der Nähe aufschlägt...

Stefanie Singh, Photo: Adrian Perez


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7.5/10



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