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- Rezension: KONZERTE - CONCERTS -


Emilie Autumn

2008-11-10
Stadt / City Helsinki 
Land / Country Finland 
Web www.emilieautumn.com
 
Veranstaltungsort:
Location
Tavastia 
Datum / Date21.10.2008 
Bildergalerie / Picture gallery EA_GAL 
Photos: Jacek Walczak, www.jazzphoto.fi 

Das pinkhaarige, eigensinnige viktorianische Mädchen, dass sich einfach nicht entscheiden kann, ob es nun eine Fee oder eine Ratte ist, hat endlich ihren Weg nach Finnland gefunden. Wie – das werden wir wohl nie erfahren! Egal, wie kreativ die Promotor vor Ort versucht hatten, sie als J-Rock, Gothic Metal, Industrial Rock oder Sympho-Pop zu verkaufen, diese Performerin lässt sich einfach in keine Kategorie pressen, sie ist eben einzigartig – einfach Emilie Autumn. Wer wagt es, sie in eine Schublade zu stecken?! Vor allem, weil sie sich schon selbst in eine Irrenanstalt gesteckt hat – welch andere Diagnose könnte irgendjemand wagen zu stellen?!



Erwähnt werden sollte, dass sie zuerst von Courtney Love entdeckt wurde, für die sie ein paar Vocals und Instrumentalpassagen für frühere Alben aufnahm. Später arbeitete Emilie mit den Smashing Pumpkins zusammen, nahm einen Song für die europäische Version des Soundtrack zu “Saw 3” auf, schrieb ein Buch (welches bald veröffentlicht wird) und eroberte unzählige Herzen auf der ganze Welt – und das obwohl es bis jetzt noch kein offizielles Video von ihr gibt! Die glücklichen Finnen, die die Möglichkeit hatten, das berühmte Wave Gotik Treffen zu besuchen, haben sie live gesehen und dann begann sich die Pest langsam auszubreiten…



Emilie nennt ihre Kunst “victorindustrial” und alle, die ihr zuhören, werden sofort zu Pest-Ratten, ihre Bühnenkolleginnen jedoch werden zu “bloody crumpets” [blutigen Teekuchen] – Tee und Plätzchen sind so was wie eine Religion für diesen ganzen Wahnsinn. Mit Liebe zu Bühnendekoration, süßen Backwaren, kitschigen, handgearbeiteten Kostümen und rebellischem Verhalten hat Ms Autumn mit etwas Erfolg, was vor 100 Jahren noch dazu geführt hätte, in einem Irrenhaus weggesperrt zu werden! Also war es nicht schwer, sich einen Namen dafür auszudenken – einfach die Anstalt, die Anstalt für eigensinnige, viktorianische Mädchen. Und wer hat so was jemals zuvor gemacht?! Emilie Autumn und die Musikindustrie sind zwei verschiedene Paar Schuhe.



Emilies Trip nach Helsinki war ihr erster, aber sicherlich nicht letzter, denn die Show war ein absoluter Erfolg. Aber kann irgendjemand beschreiben, was er gesehen oder gehört hat? Nein, denn dafür gibt´s einfach keine Worte oder Adjektive. Seien es nun strenge Mütter kleiner Mädchen, Jungs oder knallharte Security-Typen an den Türen des Tavastias, am Ende war keiner gleichgültig.



Die Anstalt auf Tour ist Emilie, die Königin der Pest-Ratten selbst, und ihr fünf getreuen “entkommenden Insassen”, Begleiter in der Tragödie. Eine schizophrene, junge Dame, die geistig irgendwo in der frühen Kindheit hängen geblieben ist, namens Little Miss Sugarless; die Blessed Contessa mit ihrem Hang zum Kannibalismus; die Piratenkapitänin Miss Maggots, die gefolterte Ballerina Aprella und die Burlesque-Performerin, Naughty Veronica. Alle angeführt von ihrem einzigen Maskottchen, dem gequälten, pinken Plüschteddy Suffer, the Bear. Ihre gemeinsame Performance gibt einen Einblick in ein paar Stunden des regulären Lebens in einer Anstalt im späten 19. Jahrhundert. Die Damen, weggesperrt von den Massen, unterhalten sich, so gut sie eben können, oft indem sie sich küssen, nur um dann auf einem chaotischen “Damen-Haufen” zu enden…Die Königin der Ratten spielt und singt, die Ballerina tanzt zu allem, die Contessa spielt mit Feuer und Messern, die burleske Veronica tanzt mit Federfächern und zieht sich bei jeder Gelegenheit, die sie hat, aus, die Piratenkapitänin führt Zirkustricks vor, während die Kindsdame jederzeit unter Beobachtung steht und sich alle um sie kümmern müssen. Und das alles nicht ohne das unersetzliche Ritual des Teetrinkens, denn es scheint so, als ob es in der Anstalt immer gerade Teezeit ist, es immer 4 Uhr nachmittags ist. Man fragt sich nur, was genau im Teekessel köchelt, Tee oder etwas stärkeres? Und warum erinnern mich die Teetassen so sehr an Shotgläser?



Mit ihren Texten, Outfits und Bühnensetup verspottet Emilie alles, was für die strengen viktorianischen Zeiten, eine anmutige und elegante, für Frauen jener Zeit jedoch erniedrigende Epoche, üblich und nicht in Frage zu stellen war. Ihre ganze Performance ist so schmackhaft, dass es schwer ist, nicht davon abbeißen zu wollen– und viele haben es getan! Suffer, der Bär wurde schon zwei Mal gestohlen, zur Zeit ist es der dritte Bruder, der mit der Anstalt auf Tour ist. Emilie versprach eine blutige Rache, wenn sie herausfinden sollte, wer die Bären gestohlen hat und noch diversen anderen Kram, der zur Anstalt gehört. Um die Rede zu unterstützen, folgten die Songs “I know where you sleep” [Ich weiß, wo du schläfst], “Dead is the new alive” [Tot ist das neue lebendig] und “Liar” [Lügner].



Wenn es das erste Mal ist, dass du die Anstalt live erlebst, dann ist das einstündige Set sicher nicht ausreichend, um das alles herauszufinden. Die Bühne fließt geradezu über mit Action, wechselnden Sets, verschiedenen Outfits, bunten Kostümen und verschiedensten Dekorationen. Jedes Mädchen lebt seinen Charakter zum Extrem, jede ist in ständiger Bewegung während der gesamten Show, ohne auch nur einmal auszuruhen. Gleichzeitig spielt und singt Emilie, es werden also alle sechs Sinne die ganze Zeit über angesprochen, man weiß gar nicht, wo man als nächstes hinschauen soll oder man bemerkt gar nicht, wie die Songs ineinander übergehen und auf einmal ist es schon vorbei...Wo ist man bloß die letzte anderthalb Stunde gewesen?!



Nach der Show gab´s eine Autogrammstunde, bei der es nicht nur kostbare Unterschriften gab, sondern auch Küsse auf ALLE Lippen, Umarmungen und freizügiges Posen für Fotos von allen Anstaltsmitgliedern, dazu eine Unmenge an Komplimenten an alle und ein Versprechen „wir werden wiederkommen...“

…und auf einmal wollten alle anerkannte Geisteskranke sein, nur um in der Anstalt aufgenommen zu werden... Emilies Motto „steckt euch an und verbreitet die Pest“ funktioniert perfekt und wenn es sogar bis nach Finnland gekommen ist und mit so viel Erfolg, dann können wir Miss Autumn nur gratulieren und verkünden: Mission erfolgreich. Schließlich, irre? – sind wir das nicht alle?!

Zur Emilie Autumn Galerie hier!

Setlist 21.10.08:
Intro: Best Safety Lies in Fear
4 O´clock
Opheliac
The art of suicide
I know where you sleep
Dead is the new alive
Shallot
Unlaced
Misery loves company
Mad girl
Thank God I´m pretty
God help me
Liar
Dead is the new alive
Bohemian Rhapsody
Girls Just Wanna Have Fun
Always Look On The Bright Side Of Life


Marina Sidyakina, transl. Kathleen Gransalke


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10/10



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