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- Rezension: AUDIO CD -


Joachim Witt

2012-09-22
Titel / Title Dom 
Label Columbia Music / SevenOne, Vertrieb: Sony Music 
Web www.joachimwitt.de
 
Gesamtspielzeit
Total run time
47:24 min. 
Vö/Release28 September 2012 

Joachim Witt zählt zum Urgestein deutscher Popgeschichte. Schon in den 60er und 70er Jahren aktiv, wurde sein Name und seine Musik aber erst Anfang der 80er so richtig bekannt, und sein Lied „Goldener Reiter“ war eins der Zugpferde der Neuen Deutschen Welle. Sein berühmtester Hit war 17 Jahre später „Die Flut“ sowie die Bayreuth-Trilogie, die unter anderem die Neue Deutsche Härte in sich integrierte, ansonsten die Tiefe und Komplexität klassischer Musik suchte. Nun ist er zurück mit „Dom“ - seiner Kathedrale der Popmusik, wie er es nennt - und verarbeitet darin insbesondere die Trauer um die zerbrochene Liebe zu seiner langjährigen Lebensgefährtin.

Das Werk ist eine Symbiose aus elektronischen Arrangements mit orchestralen Ensembles. Manches in der Elektronik erinnert an Depeche Mode oder Kitaro sowie in der filigranen Struktur an Elemente aus „Up“ von Peter Gabriel. Witt singt zumeist in tiefer, leicht brüchiger Tonlage, teilweise rezitierend, und legt seine ganze schauspielerische Vokalkunst in den Ausdruck der Betroffenheit und des Schmerzes. Sprache und Stimme erobern sich dieselbe Bedeutung wie die Klänge. Schon mit „Gloria“ beschreibt er in dieser Platte einen sakralen Ort der Musik, eine Einkehr, die er - schon immer typisch für ihn - in Musik gießt, sein Seelenleben für alle sichtbar und mitfühlbar nach außen kehrend.

Disharmonien und Härte findet man nicht. „Dom“ steckt voller schwermütiger Harmonien, schöne Melodien in Moll, die wie in „Königreich“ hymnenhaften Charakter annehmen. Dies ist keine Popmusik zum lustigen, beschwingten Wohlfühlen und Tanzen, sondern zum Zuhören und Teilnehmen. Zwar ist das musikalische Ambiente einerseits so gefällig und zeitweise von schlagerartigem Charakter, manchmal aufgerührt bis zum Pathos, doch gelingt es Witt andererseits durch seine Persönlichkeit und Ernsthaftigkeit, dem Ausdruck Tiefe und Authentizität zu verleihen. Ob man diese Persönlichkeit mag und an seiner Leidensverarbeitung teilnehmen möchte, ist eine andere Frage, aber schließlich die Grundlage, diese Platte zu mögen oder nicht - denn sie ist sehr persönlich.

Witt setzte sich schon von jeher gern mit Problemen auseinander, inneren und äußeren. Auf dieser CD sind es die inneren, wenngleich das opulente, in Slowenien gedrehte VIDEO zum Lied „Gloria“ auch äußere Konflikte zu beschreiben scheint und einbezieht. Witt will offenbar seine inneren Auseinandersetzungen als Gleichnisse für äußere verstanden wissen. Manches auf dieser Platte - wie „Das Licht im Ozean“ - hat geradezu visuell filmischen Charakter wie der Soundtrack zu einer inneren Landschaft. Und wenn auch am Ende mit „Untergehen“ die Grenze zum Kitsch überschritten wird, ist dies 2012er Witt´sche Werk zutiefst romantisch und ein sehr schönes Stück Pop mit ausgefeilten Melodien und starkem Zusammenhalt.


Tracklist:
01. Gloria
02. Jetzt Geh
03. Tränen
04. Blut
05. Königreich
06. Beben
07. Licht Im Ozean
08. Komm Nie Wieder Zurück
09. Leichtsinn
10. Untergehen


Andreas Torneberg


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8.5/10



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