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- Rezension: KONZERTE - CONCERTS -


Mötley Crüe / Hardcore Superstar / Crashdïet - Rockin` Hellsinki Vol.1

2012-06-15
Stadt / City Helsinki 
Land / Country FIN 
Web www.rockinhellsinki.fi/etusivu/
 
Veranstaltungsort:
Location
Kaisaniemi Park 
Datum / Date07.06.2012 

Mit einem Headliner wie diesem war das "Rockin` Hellsinki Vol.1" Open-Air-Event in Windeseile restlos ausverkauft, als der Kartenvorverkauf am 19.Dezember 2011 los ging. Oder doch nicht? Am Ende gibt es jedenfalls wieder reichlich Tickets - und eigentlich hätte man auch gar keines gebraucht, denn auch von draussen kann man alles prima verfolgen; die Bühne ist zum Eingang gerichtet und Sichtschutz gibt es keinen. Statt 60 Euro für ein Ticket macht`s dann zur Not auch ein Fernglas aus dem nahe gelegenen 1-Euro-Shop...


Von Crashdïet mag man ja halten, was man will, doch ihr heutiger Auftritt ist vor allem eines: Absolut beeindruckend! Schon bei den ersten Tönen des Openers "Native Nature" wird frenetisch gejubelt, und als Frontmann Simon Cruz im langen, schwarzen Ledermantel auf die Bühne geschritten kommt, kennt vor allem das Gekreische der weiblichen Fans keine Grenzen mehr. Simon, neuerdings mit angeblautem Irokesen, gibt mal wieder den Poser vor dem Herrn, heute aber mit solch einer immensen Leidenschaft, dass es wirklich Spass macht, ihm dabei zuzusehen. Ob wildes Herumhantieren mit dem Mikroständer oder Herumgewälze auf dem Boden: Der Berufsposer ist voll und ganz in seinem Element, überzeugt aber auch musikalisch, wenn er sich zu Sleaze-Hits wie "Down With The Dust", "Riot In Everyone" und "Straight Outta Hell" die Seele aus dem Leib singt. Dank "In The Raw" deckt die Setlist neben Titeln aus "Rest In Sleaze" und "Generation Wild" auch einen Song aus dem zweiten Album "The Unattractive Revolution" ab, was ja leider eher die Ausnahme als die Regel ist. Mit "Anarchy" gibt es sogar einen brandneuen Track aus dem kommenden, vierten Album zu hören, welches noch keinen Titel trägt. Nach "Knokk `Em Down" fackelt Mister Cruz dann noch die eigene Lederhose ab, um in schwarzen Unterhosen und Cowboystiefeln weiterzuperformen. Ob das nun sexy ist oder nicht, ist sicherlich Geschmackssache. Unterhaltend ist es aber allemal...


Nach dem Auftritt der Schweden aus Stockholm gibt es dann erstmal so eine Art "Modenschau" mit einer fragwürdig gekleideten Moderatorin und noch fragwürdigerem Sinn hinter alledem zu sehen. Und weil Simon Cruz Aufmerksamkeit braucht wie andere Menschen die Luft zum Atmen, kommt er nach der "Modenschau" noch mal ganz unverhofft auf die Bühne gerannt, diesmal in Unterhosen in Farben der schwedischen Nationalflagge. Patriotismus olé!


Noch mehr Schwedenpower gibt es dann mit DER Partytruppe aus Göteborg, Hardcore Superstar. Wenn auf einen Live-Act Verlass ist, dann auf Jocke Berg (Gesang), Vic Zino (Gitarre), Martin Sandvik (Bass) und Adde (Drums), der erstmal mit neuem Look überrascht, trägt er doch jetzt einen Vollbart. Da er diesen allerdings schon drei Tage zuvor auf dem ebenfalls in Helsinki stattfindenden "Sonisphere"-Festival 2012 trug, dürfte "zuviel Party und zu wenig Zeit zum Rasieren" eher weniger der Grund für den neuen Style sein. Nach dem altbewährten Bilderbuch-Intro, bei dem erst Van Halen`s "Dance The Night Away" eingespielt und dann durch den Opener "Sadistic Girls" unterbrochen wird, folgt "Guestlist", dessen finnisches Intro mal wieder von Negative-Bassist Antti Anatomy gesprochen wird. Nachdem dies fast schon Standard auf der letzten Finnland-Tour im Dezember 2011 gewesen ist, ist man glatt geneigt zu fragen, ob Herr Anatomy dies hauptberuflich macht. Mit insgesamt 11 Songs - darunter "Kick On The Upperclass", "Medicate Me", "Dreamin` In A Casket", "Moonshine" und "Last Call For Alcohol" - fällt die heutige Setlist wesentlich befriedigender aus als auf dem eben erwähnten "Sonisphere"-Festival, auf dem man den Street Metallern gerade mal eine Stage-Time für sieben Songs gewährt hatte. Schande, Schande. Zum Glück wissen die Veranstalter des "Rockin` Hellsinki" das Quartett mehr zu schätzen. Das Publikum tut dies der Euphorie nach zu urteilen sowieso...


Apropos "Euphorie": Kaum wurde am Vorabend bekannt, dass Mötley Crüe im Land der tausend Seen eingetroffen sind, ging auf sämtlichen Social Network-Plattformen das grosse Spekulieren los, wo genau sich Vince Neil (Gesang), Mick Mars (Gitarre), Nikki Sixx (Bass) und Tommy Lee (Drums) denn nun befinden mögen. Einen solchen Fan-Kult kennt man sonst nur von Boygroup-Anhängern. Okay, zugegeben, die Schreiberin dieser Zeilen steht dem Hype um den US-Rockern ohnehin mit größter Skepsis gegenüber, vor allem seit dem "Sonisphere"-Festival 2010 im finnischen Pori, auf dem durch einen Gewittersturm ihr Equipment zerstört und dies prompt zum Anlass genommen wurde, nicht mehr aufzutreten (Iggy Pop, Alice Cooper und Iron Maiden hatten das gleiche Problem, traten aber trotzdem auf, ob nun akustisch oder mit Equipment, das von anderen Bands ausgeliehen wurde). Sei`s drum: Nach der zu erwartenden Verspätung von einer halben Stunde werden vor einem Screen mit Videoinstallationen erstmal sämtliche Hits wie "Wild Side", "Live Wire", "Too Fast For Love", "Saints Of Los Angeles" und "Shout At The Devil" heruntergedudelt. Was die Jungs selbst nicht mehr an Bühnenaction aufbringen können, sollen zwei leicht bekleidete, singende Tänzerinnen richten. "Shake ya ass and shake ya boobies" - oder so ähnlich. Gut: Dass die Show ziemlich "amerikanisch" ausfällt, dürfte in der Natur der Sache liegen, und fairerweise muss gesagt werden, dass ich mir das alles im Vorfeld wesentlich schlimmer vorgestellt hatte. Musikalisch ist das Ganze einwandfrei und auf peinliches Gepose oder Bühnenpomp à la KISS wird auch verzichtet. Als Tommy Lees Schlagzeug sich als Achterbahn entpuppt und er auch bei den 360°-Drehungen zum Beat des DJs Skrillex munter weiterspielt, als ob nichts wäre, hat die Langeweile dann auch für die größten Skeptiker ein Ende. Danach gibt es wieder ein paar Hits à la "Dr. Feelgood" und "Girls, Girls, Girls" zu hören, bevor mit "Kickstart My Heart" eines der Konzert-Highlights 2012 zu Ende geht.

Fazit: Machen wir uns nichts vor: Wo Energiebündel wie Jocke Berg und Simon Cruz über die Bühne fegen, kann jede nachfolgende Band es nur schwer haben. Insofern haben sich Vince Neil & Co. tapfer geschlagen. Selbst das Wetter war mit strahlendem Sommersonnenschein perfekt. Bleibt nur zu hoffen, dass das "Rockin` Hellsinki Vol.2" mit ZZ Top, Philip Sayce, Von Hertzen Brothers und Peer Günt am 21.Juli 2012 an gleicher Stelle für die Besucher ähnlich positiv ausfallen wird...

Photos: Stefanie Singh, Adrian Perez

Stefanie Singh


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10/10



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